Der informative Blog, Teil 8: Warum hat mir das keiner gesagt? (von Sabrina)

 

Vorbemerkung:

Dieser Blog lag einige Zeit unfertig in der Schublade.
Dann kam die Saison und mit ihr einige andere Coaches, die dieses Thema mit aufgegriffen haben. Dann fühlt man sich blöd als Blogger, als würde man „Themen abgucken“. Auch ich erfinde das Rad nicht neu, will ihn euch aber nicht vorenthalten – zumal mein letzter Blog fast 2 Monate her ist und ich mich schrecklich untätig fühle sonst… haha

 

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An Wettkämpfen des DBFV teilzunehmen war eine ganz besondere Erfahrung, jede Saison war speziell und anders.
Ich sage meinen Mädels immer, dass es vergleichbar ist mit „frisch verliebt“. Wenn Du da backstage in der Reihe stehst, mit den anderen Mädels, dann beginnt das Kribbeln im Bauch. Und die Schmetterlinge fliegen wie wild, wenn es dann raus geht auf die Bühne.

Die Herbstsaison ist seit fast 4 Wochen vorbei und die meisten Athletinnen und Athleten liegen, wie auch die „Normalos“, im Foodcoma zwischen Keksdosen und Dominosteinen.

Trotzdem braucht ihr nur einen nach dem Bühnengefühl zu fragen und sie kriegen dieses Strahlen in den Augen. Für einige ist es wie eine Sucht.

Diesen Blog verstehe ich als kurzen Nachtrag zu meinem ausführlichen, 2teiligen Blog .
Ich möchte mit ihm nur einige, kurze Stichpunkte aufgreifen, die ich immer wieder höre und die mich zumeist zum Schmunzeln bringen (Merke: Ich habe mittlerweile die nötige Distanz zur Bühne).

Allem voran lese ich immer wieder:

„Warum hat mir das keiner gesagt?“

(Randnotiz: Mittlerweile gibt es ja genug Leute, die über diese Themen offen sprechen. Ich will hier die Fahne weiter oben halten und es nachfolgend tun.)

 

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Warum hat mir keiner gesagt, dass ich nach meiner Show in ein Loch falle?

Über meine ganz eigenen Erfahrungen habe ich in meinem Blog „Das schwarze Loch, Teil 1 und Teil 2“ ausführlich geschrieben.
Noch nie zuvor habe ich so viel Feedback zu einem Blog erhalten.

Und ich habe mich auch in der Folgezeit sehr viel mit dem Thema auseinandergesetzt und bin auf einen interessanten Vergleich gestoßen:

Hochzeitsblues oder „Post-Braut-Depression“

Das ist wieder mal klassisch ein Thema, in das sich eher Frauen reinversetzen können. Da plant man gefühlt sein Leben lang auf Tag X hin, mindestens jedoch ein Jahr.
Man organisiert alles akribisch und plant jedes Detail, verbringt täglich Stunden mit dem Thema, der Tag kommt – ist wunderschön, aber auch binnen Sekunden vorbei.
Und danach?
…schon klar, Flitterwochen blabla – aber dennoch: Danach kommt das Loch.

Kommt Euch bekannt vor? Richtig. So geht’s einem auch nach dem Wettkampf.
Das Loch kommt. UNWEIGERLICH.
Egal wie gut ihr euch drauf vorbereitet – nachdem man Monate auf ein Ziel hingearbeitet hat ist es weg. Man hat auf einmal Massen an Freizeit.

Lest meinen ausführlich Blog dazu und denkt immer daran: Ihr seid nicht allein mit dem Thema. Und es ist nicht von Dauer.

 

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Warum hat mir keiner gesagt, dass ich komplett nackt vor wildfremden Menschen stehen würde?

Wenn Du schüchtern bist und eventuell Probleme damit hast, vor anderen nackt zu sein, dann Gute Nacht.

Wer nicht gerade einen talentierten Maler zum Partner hat oder die Mutti bittet, der lässt sich entweder vom Coach oder vom professionellen Service anmalen.
Und nichts gegen Mutti, aber selbst mit ihr ist es ein „komisches Gefühl“ nackt, breitbeinig, nach vorne gebückt sich von ihr die Popofalte und mehr anrollern zu lassen.
Gleiches gilt für die meist männlichen Coaches, unangenehme Stimmung ist vorprogrammiert.
Wie sagte ich bei der gleichen Situation unlängst zu Kathrin Hollmann? „Soll ich ein Foto für Instagram machen?“
Jupp, so fühlt sich das an.

Noch „schlimmer“ ist es, wenn man ein professionelles Tanning bucht.
Im Zweifel steht da eine Reihe nackter Menschen an, da Zeit-Geld ist und man sich beeilen muss mit dem Ablauf.
Die Tanner sind aber Profis und ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Ich sehe keine Nackten, sondern nur die Farbe und die Oberfläche bzw. das Ergebnis.

Also – Kopf aus, Augen zu und durch.

 

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Warum hat mir keiner gesagt, dass ich hinterher einen Knall mit Essen habe werde?

Wenn Dein Wettkampf vorbei ist, bist Du Essensprofi.
Ich für meinen Teil konnte hinterher auf einen Blick das Gewicht eines Stücks Fleisch abwägen – 180gr. Huhn. *lach*
Das bleibt euch erhalten. Ihr werdet hinterher nie wieder wissen, was es heißt „normal zu essen“.
Definiere normal.
Ist „normal“ das, was die breite Masse tut?
Ist es „normal“, zum Frühstück Marmeladenbrötchen zu essen, weil das „alle tun“?
Oder ist es nicht normal, weil die Makros nicht stimmen?

Ihr werdet hinterher im Coffeeshop stehen und andere be- oder verurteilen, weil sie sich ihren „Latte Macciato Vollfett, Sahne, mit Caramell-Sirup“ kaufen, obwohl die Jeans schon jetzt eng sitzt und selber einen einfachen schwarzen Kaffee to go bestellen, weil das ja die wenigsten Kalorien hat.
Und insgeheim werdet ihr an der Kuchentheke schmachten und euch wünschen, ihr könntet drei von den Muffins mitnehmen, aber ihr WISST ja, was das für Kalorien sind und wer soll das wo wieder einsparen, nein, nein, nein, das geht nicht.

Selbstgespräche dieser Art werden an der Tagesordnung sein.

Ihr werdet andere verurteilen für ihr Essverhalten, noch strenger als in der Diät. Und ihr werden von Essen träumen, eklige Träume voller Zucker und Sahne und Schokolade.
Und wenn ihr der Versuchung nachgebt, werdet ihr große Probleme haben, euch zu maßregeln mit den Portionen. Was früher kein Problem war, wird nun zur Herausforderung: Nur einen Keks aus der Packung zu essen.

Auch das ist nur temporär.

 

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Warum hat mir keiner gesagt, dass meine Brüste verschwinden werden?

Das ist ein klassischer Fall von „ISSO“.

Wenn Du nicht gerade die RIESENAUSNAHME bist auf diesem Planeten werden Deine Brüste schrumpfen bzw. verschwinden. Ein bisschen Haut bleibt. Hallo Pubertät, den Mist haben wir alle schon einmal durch – aber es war beim ersten Mal nicht sooo spaßig, also machen wir es noch mal – NEIN DANKE.
Leider ist es aber so. Überflüssiges Körperfett, blabla. Wer kennt es nicht.
Ich hätte gern, dass das Fett von meinem Po in die Brust wandern, das wäre doch ideal. Geht leider nicht.

Deshalb sind auch Silikonbrüste immer häufiger zu sehen auf der Bühne (keine Sorge, sie sind nicht Pflicht! Auch wenn das einige behaupten, das ist Blödsinn. Ein gut geschnittener Bikini kann auch die Reste gut pushen).

Die gute Nachricht zum Schluss: Die Brüste kommen wieder, wenn ihr nach dem Wettkampf wieder zunehmt.

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Warum hat mir keiner gesagt, dass meine Bauchmuskeln wieder verschwinden?

Man ackert sich wochenlang den Popo wund für den Bühnenlook und dann kommt man da runter, trinkt einen Liter Wasser und zack sind die Bauchmuskeln weg.
WARUM????

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Leider gilt auch hier wieder: ISSO.

Es gibt einige Ausnahmen, die auch in der Offseason ein Sixpack haben, aber die meisten von uns müssen sich dieses erkämpfen mit einem niedrigen Körperfettwert.
Und bitte glaubt mir: Ihr dachtet es sei hart, rund 12-16 Wochen für einen Wettkampf zu Diäten?
Versucht mal danach „on track“ zu bleiben bzw. einen Plan zum Reverse Dieting zu befolgen. Das ist viel schwerer als auf einen Tag X hinzuarbeiten.

Also – ja. Die sichtbaren Bauchmuskeln werden wohl wieder verschwinden. Recht rasch vermutlich. Aber sie sind und bleiben da und werden sich beim nächsten Wettkampf zeigen – bzw. dann, wenn ihr genug Disziplin dafür aufbringt.
Und denkt immer daran: Das ganze Jahr geshreddet zu sein ist nicht unbedingt gesund.

 

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Warum unterstützen mich die Leute nicht?

Ja, du arbeitest hart an deinen Zielen. Ja, du bist absolut fokussiert. Und ja, Du machst da etwas, was andere nicht mal in Erwägung ziehen würden zu versuchen.
Trotzdem unterstützen dich nicht alle Leute in deinem Umfeld. Warum?
Das liegt nicht daran, dass Du „Haters“ hast (wie ich dieses Wort hasse) oder weil diejenigen neidisch auf dich sind.

Ganz oft liegt es einfach daran, dass sie dein Ziel selber nicht erreichen wollen, deinen Weg nicht verstehen.
DU hast es dir ausgesucht müde und maulig und hungrig zu sein um dann halbnackt braun angemalt ölig glänzend auf der Bühne zu stehen im Strassfummel und High Heels.
Das ist definitiv kein Ziel für jedermann.
Also bereite dich nicht nur auf fehlende Unterstützung vor sondern ggf. auch auf ein paar „doofe Sprüche“.  Mach einfach dein Ding.
Und bitte glaub mir: Je weniger Bilder Du bei Facebook oder Instagram von deiner Vorbereitung postest, desto weniger Angriffsfläche gibst du denjenigen, die es nicht verstehen.
Knüpfe stattdessen Kontakte zu anderen gleichgesinnten Mädels, die starten. Ihr werden euch besser verstehen und gegenseitig unterstützen können, an guten und schlechten Tagen.

 

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Warum hat mir keiner gesagt, dass ich mich hinterher IMMER fett fühlen werde?

Das ist einer der gravierendsten und wohl auch der langanhaltendste Aspekte an einer Wettkampfvorbereitung.

„Es war einmal ein Mädchen, das sehr glücklich war eine Größe 38 zu tragen und dabei ganz normal aussah. Kein Sixpack, keine Streifen, nix. Sie trug im Sommer gerne kurze Kleider und auch im Bikini fühlte sich sie wohl, nie machte sie sich Gedanken ob jemand ihren Bauch anstarren oder ihre Beine kritisieren könnte.“

Wir spulen den Film vorwärts: 3 Monate nach der Wettkampfdiät. Du bist wieder an Deiner Ausgangssituation angekommen, Größe 38. Alle Klamotten passen Dir noch und es könnte alles gut sein.

Aber alles, was Du siehst, ist Fett.  Du siehst nichts als Fett an Deinem Körper, Du fühlst Dich fett, siehst täglich wie Deine Bauchmuskeln verschwinden und kannst nicht aufhören, in den wachsenden Speck zu greifen und zu jammern.
Derselbe Körper, den Du vorher hübsch fandest, ist jetzt abstoßend geworden.

Diese Denke ist leider sehr verbreitet.
Wir werden überflutet mit Bildern von der Bühne oder sehen uns täglich die Bilder aus der Vorbereitung an. Dieser Look ist nicht realistisch für jeden Tag. Aber doch wollen wir es nicht wahr haben.

Dein Körper ist vielleicht nicht wie an Tag X, aber doch ist er ein wunderbares Geschenk und wir sollten dankbar sein, dass er uns so gute Dienste leistet.
…ganz am Ende ist die kleine Schicht Speck nur so etwas wie „Muskelschutz“.

 

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Warum hat mir keiner gesagt, dass ich eine Essstörung entwickeln werde?

Ich habe es schon oft geschrieben.
Eine der ersten Fragen, die ich meinen Mädels beim Coaching gestellt habe, ist, ob sie eine Essstörung haben oder hatten.
Dieser Sport produziert leider (!) mehr Essstörungen als uns allen lieb ist.
Oben habe ich schon zu zahlreichen, hiermit verknüpften Punkten, ausgeführt.
Eine Essstörung lässt sich keinesfalls mit einer Vorbereitung „kurieren“. Ganz im Gegenteil. Häufig wechselt die Essstörung von einem Extrem ins andere (Bulemie, Magersucht hin zur Sport- und Kontrollsucht).
Bitte versucht sicherzustellen, dass ihr bevor ihr in eine Vorbereitung startet, ein einigermaßen gesundes Verhältnis zum Essen und zu eurem Körper habt.

Das Thema Essstörung trifft nicht jeden, ich will hier keine Panik schüren.
Aber die Möglichkeit ist da. Wenn ihr keinen Coach habt, dem ihr da vertraut, dann bitte sucht euch kompetente Hilfe, wenn ihr den Eindruck habt, dass da etwas sehr stark aus dem Ruder läuft. Ihr habt nur die eine Gesundheit.

 

 

 

Eure Nixe Sabrina

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Malen nach Zahlen…. (von Sabrina)

 

„Bevor man mit dem Malen beginnt, muss man Herz, Hand und Gedanken in der Pinselspitze haben.“ Chi Po Shi

  Wenn wir klein sind, wollen wir alles Mögliche werden. Ich erinnere mich an Berufswünsche wie „Meeresbiologin“, „Sängerin“, „Kfz-Mechanikerin“, „Dolmetscherin für Japanologie“, „Romanautorin“ – aber auch an Dinge, denen ich in meinem Leben näher gekommen bin als nur dem Wünschen: „Sportjournalismus“ und „Visagistin“. Wie viele Mädchen habe ich eine absolute Schwäche für Makeup und Haare. Ich habe schon früher Freundinnen Schminktips gegeben, dann mal einen Makeup-Kurs besucht und später angefangen, Aline und andere Starterinnen für Wettkämpfe oder Shootings zu stylen. Hier möchte ich Euch nun einen Mini-Blick hinter die Kulissen eines Wettkampfes gestatten, denn viele sehen nur das Endprodukt – ob auf der Bühne oder auf Bildern im Internet. Aber was da wirklich dahinter steckt, glitzernd und strahlend auf der Bühne zu stehen, das wissen nicht alle.   Also, der große Tag ist da. Was da vorher alles läuft, von wegen Ganzkörper-Rasieren (ihr glaubt gar nicht, wie viel  Haare/Flaum ihr überall am Körper habt bis ihr einmal seht, wie Farbe auf diesem Flaum aussieht *lach*) lasse ich jetzt mal aus. 😉
*EDIT 2017: Mittlerweile würde ich sagen, es reicht Beinen, Achseln und Bikinizone zu rasieren – oder zu waxen. 🙂
Farben wie TopTan verzeihen den Flaum und trocknen auch damit einfach weg.
Besser als sich ganze Fleischstücke aus dem Ellenbogen zu rasieren hahahhah

Gleiches gilt für Haare, möglicherweise Verlängerung oder Färben, Fingernägel, Fußnägel, Wachsen/Peeling – all das ist irgendwie selber erklärend – oder ein Fall für einen Extra-Blog.   Also: Üblicherweise fängt der Betreuer schon am Tag vorher an, Farbe aufzutragen. Das hängt natürlich auch vom Produkt ab. Und dann geht’s am Morgen ganz früh los. Es gibt eine Vorwahl und ein Finale, die Vorwahl startet meistens so gegen 10:00 Uhr, dann mit den Mädchen-Klassen: Bikini, Figur und Bodybuilding. Und damit man zeitgerecht hübscht auf der Bühne stehen kann heißt es: Früh aufstehen! Ich habe das schon in zwei Varianten gemacht: Vorher bei Aline in Kiel übernachtet, Meisterschaft war damals auch in Kiel, dadurch hatten wir einen entspannten Tag ohne viel Fahrerei (ähnlich einer Deutschen Meisterschaft, wo man ja schon tags zuvor im Hotel anreist und dort übernachtet, also alle „vor Ort“ sind). Aline hat bei Ihrer letzten DM-Teilnahme ein kleines Video gedreht, damit Ihr einen Eindruck bekommt.   https://www.facebook.com/video/embed?video_id=2223754565221   Genauso läuft es ab: Als Stylist/Betreuerin/Freundin steht man so gegen 5/6 Uhr auf und huscht schnell zur Freundin. Mit dabei ein Koffer voller Malsachen: Makeup, Lidschattenpalette, Pinsel, Glitzer, falsche Wimpern, Haarspray, Lockenwickler, Glätteisen – you name it. Auf der Bühne gilt „mehr ist mehr“ und deshalb lang ich persönlich gern mal tief in die Trickkiste.   So sieht das dann im Zimmer aus *lach*   IMG_6539   IMG_6538   Neben dem nochmaligen Farbauffrischen geht’s dann an den perfekten Look. Erst die Haare auf Wickler drehen, dann mit dem Makeup anfangen. Dabei darf man nicht vor starken Farben zurückschrecken.   Der Körper hat im Zweifel einen schönen Nutellabraun-Ton angenommen und da darf das Gesicht natürlich nicht mit dem normalen Tagesmakeup daher kommen. Nicht nur sieht es schrecklich aus, wenn man so einen weiß aufgeschraubten Kopf hat, sondern das Bühnenlicht schluckt auch gemein viel Farbe. Natürlich bieten einige Farbhersteller (z.B. JanTana) ein passendes Makeup zum Tanningprodukt an, welches ich selber getestet und für gut befunden hab. Es geht aber auch „einfacher“:   Manhatten Makeup im Farbton Bronze, darüber ein Bronzepuder und gut ist die Grundierung.   100_0807     Dazu kann ich nur raten, in eine günstige Lidschattenpalette (Ebay oder Amazon) zu investieren und dann ruhig zu kräftigen Farben zu greifen. Orientiert Euch an Euer Bikinifarbe oder wählt eine Kontrastfarbe – wichtig ist nur, dass Ihr Euch wohlfühlt. Dann noch ein paar falsche Wimpern, einen kräftigen Lippenstift (rot oder pink, alles geht) und ab geht die Post. Zum Schluss die Haare fertig. Ob nun lockig oder glatt, hochgesteckt oder offen, geflochten – testet aus, was Euch am besten gefällt. Ich persönlich bin großer Fan von offenen und lockigen Haaren – aber nach der Vorwahl bei der letzten DM waren meine Haare von der Farbe so strähnig, dass ich sie „notgedrungen“ halb hochgesteckt habe zum Finale – und die Frisur sah so viel besser aus als nur offen. 😉   33972_10150835086363583_1079172443_n     Dann noch Bikini anziehen, festkleben (ja, der wird festgeklebt, am Po!), wahlweise schon in die Schuhe schlüpfen oder in die Flipflops, etwas leichtes überwerfen und ab geht’s Richtung Aufwärmraum/Backstagebereich.   Das alles hört sich nach 5 Minuten an, in Wahrheit dauert es aber 1-2 Stunden und ist für mich – ambitionierte Laie meets Perfektionist – ein Hochleistungssport. 😉 Frühstück kann man meistens vergessen, Trinken hab ich mir auch abgewöhnt. *lach*   Backstage geht’s noch einmal weiter mit etwas Farbe auffrischen, Glanz auftragen, noch mal Makeup und Haare kontrollieren, Mut zusprechen und ab geht’s für die Mädels auf die Bühne.   Selbst wenn ihr nicht so eine durchgeknallte Freundin wie mich habt gibt es viele Möglichkeiten. Mittlerweile werden auf vielen Meisterschafte professionelle Stylings angeboten, die man im Vorwege buchen kann. Haare, Makeup und/oder Tanning – alles dabei. Sehr entspannte Lösung – kostet dafür ein paar Euro. Mich persönlich aber entspannt es immer sehr, wenn ich mich selber schminke. Das hat etwas meditatives für mich. Andere lieben es, wenn sie „betüddelt“ werden. Da muss jeder seinen Weg finden.   Hier das Mal-Ergebnis nach der Vorwahl:   Makeup3     Aline vor der Kieler Meisterschaft 2011:   Makeup2       Oder mein eigenes Makeup bei der letzten regionalen Meisterschaft:   Makeup1     Abschließend kann ich nur eine Freundin zitieren (weil ich diesen Spruch für mich selber auch entdeckt habe):   Wenn das Makeup nach „Fasching mit Olivia Jones“ oder „billiger Strassenhurenlook“ aussieht, ihr Euch so nie raustrauen würdet – dann ist es genau richtig. 😀