GK- vs. Splittraining – meine Erfahrungen (Gastblog von Leslie Lynn Haritz)

 

Große Diskussionen gibt es über dieses Thema, vor allem im Bereich Bodybuilding/ Muskelaufbau.

 

Ein weit verbreiteter Glauben lehrt: Bist du Anfänger, hast du einen GK-Plan und die „Erfahrenen“ trainieren mit einem Split-Plan, sprich nicht alle Muskelgruppen in einer Trainingseinheit sondern aufgeteilt…
und man erhält den Eindruck, dass sich die Leistungen vieler bekannteren Bodybuilder über die Anzahl des Splits definieren. In den BB-Zeitschriften sind dann 5er-Splits vorgestellt, am besten noch mit einem Ernährungsplan mit genauen Nährwertangaben.
Der Durchschnittstyp Mann probiert es aus, wird aber nicht den Muskelzuwachs erkennen, der dort prophezeit wird… komisch!

 

Aus dieser Sichtweise möchte ich das aber gar nicht betrachten, denn mein Ziel ist nicht primär Muskelaufbau, sondern Spaß haben! Und aus diesem Blickwinkel lässt es sich anders diskutieren:

– Ganzkörpertraining fühlt sich saugut an!

 

Der größte Vorteil, den ich am schnellsten für mich entdeckte (und auch der Grund warum ich damit angefangen habe): Wenn man es nur 1x die Woche ins Studio schafft, hat man trotzdem alles trainiert…
Wenn man angenommen auch „nur“ einen 2er-Split hat, ist der Druck nach dem ersten Training so groß, dass man ja die zweite Einheit machen MUSS, dass ICH schon mal gar nicht mehr gehe…

– Man kann die Sache also viel entspannter angehen und das schlechte Gewissen bleibt       fern!

 

So trainingswissenschaftliche Fakten wie „Mehr Energieverbrauch beim GK-Training“ (sehr pauschalisiert) sind ein guter Nebeneffekt.

Mein Split-Plan war in zwei Muskelgruppen pro Trainingseinheit aufgeteilt und es hat mir gefallen, aber dann kam dieser Hype mit dem TRX (Schlingentraining) gehörend zum „functional training“. Zusätzlich zum Split-Training habe ich angefangen mal 1-2 Übungen am TRX zu machen.  Da ich sowieso kein Fan von krassen schnellen Änderungen bin, konnte ich nicht von heute auf morgen mein geliebtes Hanteltraining links liegen lassen und mich in die Seile stürzen.  Begonnen wurde also mit einer Übung: Bankstütz, Füße in die Schlaufen, Knie zur Brust ziehen. Das gefiel mir, es hat den ganzen Körper zum Zittern gebracht, geiles Gefühl! Es wurde erweitert: Bevor die Knie zur Brust kommen, ein Liegestütz (Bankstütz nun natürlich auf den Händen): Geil (immer noch meine Lieblingsübung)!

Ich sah wie immer mehr Leute teilweise komplexe Übungen in dieser Ecke machten… ein Ganzkörpertraining, was ganz und gar nicht für Anfänger geeignet ist!
Ein Argument, warum GK-Training ja ein Anfängertraining sei, ist, dass der Trainingsreiz geringer ist als bei einem Split-Training…
Mag sein, aber es gibt genug Parameter, an denen man schrauben kann, um neue Trainingsreize zu setzen.
Es muss nicht gleich gesplittet werden! Wiederholungen erhöhen, Pausen verkürzen oder auch Übungen austauschen… und davon gibt es eine Menge sehr schwierige, an denen ich als „koordinationsbegabte“ Sportlerin scheitere…NOCH! 

 

Zurück zur Praxis: „Aber diese Hypes sind immer nichts für mich“ dachte ich mir, wie auch damals bei Zumba…

 

Tja, Zumba find ich immer noch zum Kotzen, aber functional training hat mich begeistert und nun kommt der nächste Vorteil:

– Es begeistert mich immer noch, Langeweile? Unvorstellbar!

 

Es gibt zig tausend Übungen, die man in jeder beliebigen Reihenfolge zusammenmixen kann. So kann man Schwerpunkte setzen oder einfach alles „richtig fertig machen“.

Mein Trainingsort änderte sich allmählich von Hantelecke zur functional-Ecke. Meine Hantelübungen für eine bestimmte Muskelgruppe wurden durch functional-Übungen ersetzt.
Ich probierte schließlich den ersten Zirkel eigenständig (mit Kollegen hatte ich schon mal eine Trainingseinheit functional training absolviert). Auf dem Handy war der Timer gestellt und ich begann 1 min Übung, 30 sek Pause. Insgesamt 6 Übungen. Ich machte 1 Runde und kam mir blöd vor …und ging Cardio machen (ich spielte mit dem Gedanken direkt Duschen zu gehen, aber wie sieht das denn aus: „Die war gerade mal 10 Minuten auf der Trainingsfläche…“)

Diese unintelligente Einstellung „Was denken wohl die anderen“ möchte ich hier gar nicht weiter diskutieren, das war wohl nicht mein Tag. Wie auf dem Präsentierteller hüpft man da rum, atmet schwer und tut ja nur 1 min was…peinlich!

 

Muss wohl Schatzi herhalten und mitkommen. Gesagt, getan! Ich stellte ihm die Übungen vor, sagte wie es ablaufen wird und wir begannen das Training. GEIL! Es ist angenehmer sich zu zweit zum Deppen zu machen…und bringt sogar Spaß.

 

Es ist also ein Zirkeltraining bestehend aus Übungen, die manchmal etwas komisch aussehen können, bei dem alle Muskelgruppen angesprochen werden und man in kurzer Zeit klitschnass sein kann. GEILOMAT!

 

 

Dann kam Sabrina ins Spiel und sie war mein nächstes Opfer 😉

Ohne Rücksicht haben wir das erste Training durchgezogen… Beim Dehnen (was immer danach gemacht werden muss, ja!), liefen die Glitzerperlen nur so an uns runter… das fühlt sich gut an!

Nach ca. einer Woche gemeinsamen Trainings, kamen die erste Terminprobleme und man musste alleine ran. Aber das war gar kein Problem, diese Hürde war überwunden, puh!

 

Als ehemalige Split-Trainierende schließe ich es aber nicht aus, mal wieder ein klassisches Training mit viel Eisen á la „3 Sätze mit 8-10 Wiederholungen“ zu absolvieren… denn ich habe keinen Trainingsplan, der mir vorschreibt, wann ich was zu trainieren habe. 3x die Woche Bewegung ist der richtige Ansatz, wie ich das im Detail mache, entscheiden die Lust und Laune (und die stehen auf schnelles, hartes Training) .

 

Wenn der Spaß an erster Stelle steht, und das tut er beim functional-Zirkel, ist die Motivation viel größer, da hat Sabrina ja sogar die Lucy identifiziert und Walter ertrinkt von mal zu mal im Schweiß… äh… erblindet geblendet von den Glitzerperlen.

 

l713661640

 

_________________________

 

 

 

 

Mehr von Leslie findet Ihr hier:

https://www.facebook.com/#!/pages/Leslie-Lynn-Haritz/307542556013623?fref=ts