Der informative Blog, Teil 12: Kampfrichter beim DBFV – Ein Blick hinter die Kulissen.

 

Wer mich kennt, der weiß, dass ich schon viele der zahlreichen Facetten des Wettkampfbodybuildings erleben durfte:

  • anfänglich als reiner Fan
  • aktive Athletin
  • Orgateam und Helferlein bei Meisterschaften
  • Betreuer/Coach
  • „rasende Reporterin“ für Team Andro
  •  mit viel Glitzer und Herzblut zur „Bikini Queen“ mit Posing und Bikinis 
  • und nun der Schritt hinter den Kampfrichtertisch.

Ich habe mir selbst und dem Sport immer versprochen: Wenn die Zeit mit Team Andro einmal vorbei ist, mache ich meinen Kampfrichterschein.
Das war dann Anfang 2016 mit der theoretischen Prüfung so weit. Es folgten zwei praktische Prüfungen (Probewertungen).

 

Mit der Unterstützung unseres Bundeskampfrichterreferenten Michael Enzo König möchte ich nun meinen Blog nutzen, um Euch auch zu diesem Bereich des DBFV etwas „Informatives“ zu schreiben.

Auch ich habe schon im Publikum gesessen und mich über Entscheidungen gewundert, konnte es nicht nachvollziehen. Ganz oft lag das aber daran, dass ich schlicht zu wenig über das System wusste.
Wie entsteht so eine Wertung, was steckt dahinter, wie läuft das überhaupt ab.

Die Grundlagen für die Wertung

Auf der Homepage des DBFV finden sich für jede Klasse die Wettkampfregeln.

http://dbfv.de/wettkampfregeln/

Diese enthalten u.a. die Bewertungsrichtlinien.
Zitat für die Bikini-Fitness Klasse:

Bewertungsrichtlinien:
Symmetrische Körperform, Proportion, weibliche Ästhetik, Frisur, Make up, sportive, feminine Gesamterscheinung.
Eine gute Form ist relevant, Muskulosität oder Definition sind keine Wertungskriterien.

Wie der Name es schon sagt – es sind nur „Richtlinien“.
Anders als beim Weitsprung, wo man bequem nachmessen kann, wer den besten (=weiteste) Sprung gemacht hat, gibt es beim Bodybuilding eine an Richtlinien orientierte Wertung. Und diese ist niemals ganz frei vom persönlichen Geschmack.
Das gilt für das Line Up und die sogenannten Vergleiche als auch für die Kür.

Im klassischen Männer-Bodybuilding ist es leichter, aber gerade die neueren Klassen verlangen einiges auch von den zum Teil langjährigen Kampfrichtern ab.
Ich beschäftige mich quasi seit Tag 1 mit der Bikiniklasse. Und weiß doch nicht immer, wer gewinnen sollte und wer ggf. zu viel/zu hart ist. Gleiches gilt für die Figurklasse, die Frauen Physique und auch die Men’s Physique.
 
Und bitte glaubt mir: Es ist noch einmal etwas ganz anderes im Publikum zu sitzen und mit den Sitznachbarn zu fachsimpeln, wer denn Erster oder Zweiter wird als dort vorn am Tisch zu sitzen und binnen Sekunden zu entscheiden über „hop“ oder „top“ bzw. dabei jeden Platz vom 1. bis zum 15. nach bestem Wissen und Gewissen zu platzieren.
All das unter großem Zeitdruck, damit die Meisterschaften nicht zu lange werden für die Zuschauer und wartenden Athleten.

Die Wertung vor Ort

Die Wertung beginnt in dem Augenblick wenn die Athleten die Bühne betreten.
Und sie endet erst dann, wenn sie die Bühne verlassen.

Zitat Erich Janner:
„Es gewinnt der- oder diejenige mit den wenigsten Schwächen bzw. Fehlern“

Heißt: Welcher Athlet auf der Bühne ist derjenige mit den wenigsten Schwächen?
Perfekte Athleten gibt es höchst selten, daher schaut man auf das „Gesamtpaket“. Unter Berücksichtigung der Bewertungskriterien jeder einzelnen Klasse.
Deshalb siegt auch nicht immer derjenige mit der größten Härte (auch wenn alle immer darauf achten: Härte erscheint im Regelwerk nicht als alleiniges Wertungskriterium) oder der meisten Muskulatur, sondern oftmals derjenige mit dem besten Paket.

Dabei gibt es einige Faktoren, die den Gesamteindruck stören können:
Großflächige Tätowierungen z.B. machen es leider schwierig, die Muskulatur und Form richtig erkennen zu können.
Extreme Hautunreinheiten können zu einem Punktabzug führen, ebenso ein „Zuviel“ an Körperfett, übertriebene Grimassen, fehlerhaftes Einnehmen von Grundstellungen oder Grundposen oder unsportliches Verhalten.

Das System

Auch hierzu stehen einige Details in den Wettkampfregeln, wieder im Beispiel Bikini Fitness:

4. KAMPFGERICHT UND AUSWERTUNG
Das Kampfgericht kann aus 5, 7 oder 9 Kampfrichterinnen u. Kampfrichter bestehen.
Jede Teilnehmerin erhält gemäß den Bewertungskriterien pro Runde von den Kampfrichtern eine Platzziffer.
Für einen 1. Platz die Platzziffer 1, für einen 2. Platz die Platzziffer 2 usw.
Die höchste und niedrigste Platzziffer wird gestrichen (bei 9 Kampfrichtern die zwei höchsten- und niedrigsten Platzziffern) und die verbleibenden addiert. Die Teilnehmerin mit der niedrigsten Platzziffer ist Siegerin.

Das wollte ich mal etwas ausführlicher erklären:

Generell gibt es 2 (3) Wertungsrunden:

  1. Vorwahl; evtl. eine Eliminationsrunde bei mehr als 15 Startern
  2. Vergleiche im BB (zählt doppelt im Finale am Abend, 2/3) oder das Finale bei den Klassen ohne Kürvortrag 
  3. Kür (zählt 1/3)

Die Punkte aus der Vorwahl werden nicht mit ins Finale genommen, hier geht es einzig um den Einzug ins Finale. Trotzdem müssen alle Athleten gewertet werden. D.h. Ihr müsst direkt entscheiden wer Platz 6 und wer Platz 13 hat.
Je nach Klasse ist das einfacher oder schwerer.

Zurück zum Kampfgericht:
Auf einer regionalen Meisterschaft besteht es meistens aus 5 Kampfrichtern.
Von diesen 5 Kampfrichtern kommen 5 Wertungen.

Das ist relativ einfach:
Wenn der Kampfrichter einen Athleten auf Platz 1 sieht bekommt dieser Platzziffer 1.

Von allen Wertungen werden die Beste und die Schlechteste gestrichen (nach Vorgabe durch den Weltverband). In der Tabelle sind die Streichergebnisse gelb markiert.

Athlet 1: eine 1 und eine 3 werden gestrichen.
Verbleiben: 2+1+2 = 5 Punkte.

Athlet 2: eine 1 und eine 2 werden gestrichen.
Verbleiben: 2+1+1 = 4 Punkte.

Damit liegt Athlet 2 vorne. In diesem Fall wären 3 Punkte die „Idealpunktzahl“.
Auch wenn das nicht zwangsläufig heißt, dass ALLE Kampfrichter den Athleten auf 1 gesehen haben.

 

Auf der Deutschen Meisterschaft gibt es 9 Kampfrichter.

Bei den Deutschen bzw. Int. Deutschen Meisterschaften werden die Kampfrichter durchgewechselt. Zumeist wechseln die Kampfrichter, so dass nicht jeder alle Klassen wertet.
Kampfrichter eins wertet dann z.B. die Vorwahl Bikini 1, aber nicht unbedingt auch das Finale Bikini 1. Die Einteilung hierfür erfolgt erst kurz vor dem Wettkampf durch den Hauptkampfrichter bzw. Bundeskampfrichterreferenten.
Hierbei werden pro Bundesland nicht mehr als zwei Kampfrichter in einer Klasse eingesetzt, die natürlich dann auch nicht nebeneinander sitzen.

Bei 9 Kampfrichtern werden jeweils die zwei besten und die zwei schlechtesten Wertungen gestrichen:

Beispiel:

Athlet 1: eine 1, eine 2, und zwei 3 werden gestrichen.
Verbleiben: 2+2+3+3+2 = 12 Punkte.

Athlet 2: zwei 1 und zwei 2 werden gestrichen.
Verbleiben: 1+1+1+1+1 = 5 Punkte.

Athlet 3: eine 1, eine 2 und zwei 3 werden gestrichen.
Verbleiben: 3+3+2+2+3 = 13 Punkte.

Damit liegt Athlet 2 vorne.
In diesem Fall mit der „Idealpunktzahl“ von 5 Punkte.

Manchmal passiert es, dass zwei Athleten die gleiche Punktzahl haben.
Dann entscheiden die jeweiligen Platzziffern:

Athlet 1: zwei 7 und zwei 9 werden gestrichen.
Verbleiben: 7+7+8+8+8 = 38 Punkte.

Athlet 2: eine 3, eine 5 und zwei 8 werden gestrichen.
Verbleiben: 8+8+8+7+7 = 38Punkte.

Bei Punktgleichstand entscheidet die Majorität der Kampfrichter.
D.h. sieht man sich alle Wertungen inklusive der gestrichenen Platzziffern im direkten Vergleich an, so erkennt man, dass Athlet 2 insgesamt bessere Platzierungen hatte als Athlet 1.
Daraus ergibt sich dann, dass Athlet 2 trotz Punktgleichstand vor Athlet 1 platziert wird im Gesamtergebnis der Klasse:

Athlet 1  –  Platz 8
Athlet 2  –  Platz 7

 

Allgemeine Gedanken

Da ihr nun das Wertesystem kennt werdet ihr auch erkennen, dass es damit nicht möglich ist, dass ein Coach im Kampfgericht seinen Athleten „bevorteilen“ kann.
Wenn er alleine Euch auf 1 sieht, wird diese Wertung gestrichen als bestes Ergebnis, regional als auch bei der DM.

Ein Pushen ist also durch die Streichregelung definitiv ausgeschlossen.
Die dazu notwendigen Absprachen zwischen Bekanntwerden der zu wertenden Klassen, evtl. „Mauscheleien mit anderen Kampfrichtern“ und dem Wettkampfbeginn sind absolut unrealistisch.

Durch die Regelung mit maximal zwei Kampfrichter pro Landesverband in einer Klasse kann auch der gelegentliche Vorhalt von „Landeswertungen“ entkräftet werden.

Die ersten Vergleiche laufen rein numerisch ab, danach werden diejenigen zum ersten Vergleich nach vorne gerufen, die aus dem Mittelmaß der Kampfrichterwünsche die meisten Stimmen haben. Auch hier gibt es keinen Spielraum für „Mauscheleien“.

Nach einigen Starts ist ein Athlet sicherlich „bekannter“. Ein mehrfacher Deutscher Meister oder gar Weltmeister wird aber auch dank seiner Bühnenerfahrung und dadurch bedingter starker Präsenz nicht „übersehen“.
Dennoch gilt für alle Athleten: Das Paket am Wettkampftag entscheidet. Nicht das vom Dezember 2014.

 

Generell bitte ich Euch den Blick dafür zu öffnen, was ein Kampfrichter eigentlich ist:

Jemand, der sich aus Liebe zum Sport ehrenamtlich in seiner Freizeit der schwierigen Aufgabe stellt Athleten innerhalb weniger Minuten zu bewerten.

Ich mache das ehrenamtlich, investiere aber auch jede Menge Zeit, Herzblut und mehr.
Und all das tue ich, um den Sport aktiv zu unterstützen.
Selber dabei mitzuwirken, dass die Richtlinien genauer werden, die Wertungen transparenter und auch für alle Beteiligten nachvollziehbar.
So funktioniert Ehrenamt – durch den Einsatz für den Sport, den wir lieben. Und ich bin stolz drauf.

Ohne Athleten gibt es keine Meisterschaften, aber ohne Kampfrichter gibt es ebenfalls keine Meisterschaften bzw. allgemein gesehen keinen Wettkampfsport.

 

Wenn Ihr noch Fragen habt stellt sie gerne.
Gemeinsam mit der Hilfe von Michael Enzo König versuche ich alles zu beantworten was dieses Thema angeht.
Ich werde dann hoffentlich ab 2017 als Kampfrichterin offiziell für den Landesverband Schleswig-Holstein werten dürfen.

 

Eure Nixe Sabrina

Mimizimus – oder: Du machst das für Dich! (von Sabrina)

 

Die Herbstsaison steht unmittelbar vor der Tür und wie jedes halbe Jahr ist es fast überall zu lesen, hört man es in fast jedem Gespräch im Studio oder mit Bekannten und Freunden via Instagram, Facebook und Co.

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Da mag die Entwicklung der sozialen Medien ein Fluch sein – oder ein Segen.

Jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern, dass ich in meiner ersten Wettkampfvorbereitung 2010 online irgendwo täglich was davon gelesen hätte… Gefühlt (nur so bauchmäßig) gab es damals Facebook und Instagram in dem Maße auch noch gar nicht – vielleicht war auch nur ich noch nicht so aktiv bei diesen Medien.
Logisch gab es schon die Internet-Foren und dort war ich überaus aktiv als Sternchen (2010 noch bei BBSzene, später dann bei Team Andro). Aber über meine Vorbereitung(en) habe ich dort nie geloggt. Wollte ich nicht. Das war mehr ein persönliches Ding.
Und NATÜRLICH habe auch ich mein Umfeld genervt, vielleicht nicht täglich oder minütlich, aber auch ich hatte meine „Mimimi“-Phasen, voller Zweifel und Ängste.
Nach den Jahren in der Szene, zuletzt „knietief“, bin ich mehr und mehr zu der Überzeugung gekommen, dass die größte Komponente für einen erfolgreichen Athleten nicht unbedingt die Genetik ist.

Nein, es ist seine mentale Stärke.

 

Das gilt für jede Diät, für jede Disziplin des Alltages. Mentale Stärke ist wichtig.
Dabei heißt mentale Stärke nicht, dass man jeden Tag nur 100% happy und gut drauf ist. Nein. Mentale Stärke heißt für mich, auch mit den weniger guten Tagen umgehen zu können. Diese werden häufig kommen.
Manchmal reicht ein komischer Blick von jemandem im Gym, oder dummer Regen oder einfach der falsche Fuß, mit dem man aus dem Bett kommt. Es GIBT einfach solche miesen Tage.
Wichtig ist, sich davon nicht überrollen zu lassen. Nicht hysterisch zu werden.
Und sich dann immer wieder ein paar Dinge klar zu machen:

Du machst das für Dich. Ganz allein und nur für DICH.

Das ist der einzige wahrhafte Grund, warum Du an einer Bodybuildingmeisterschaft teilnehmen solltest. Weil DU es willst. Weil es Dein Traum ist, Dein Feuer, Deine Leidenschaft.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass es eben NICHT bei jedem so ist.
An Wettkämpfen, speziell in der Bikiniklasse, teilzunehmen ist sehr populär.
Nicht zuletzt, weil die Klasse den Einstieg erleichtern sollte, nein, das machen auch die sozialen Medien.

 

In meinen Augen gibt es aber auch „falsche Gründe“ um zu starten. (siehe hierzu meinen Blog: Du willst starten? )

 

z.B. um „Anerkennung“ auf Facebook oder Instagram zu bekommen.

(..wenn DAS der Grund ist, dann mach doch einfach so Diät – dafür musst Du Dich nicht in einen 5-Euro-Schein-großen Fummel quetschen und mit Bräunungscreme eingeölt auf die Bühne stellen in Stripper-Heels)

Oder weil (gefühlt) alle starten.

(…und wenn alle von der Brücke springen?….)

Oder weil Du den Look toll findest von den Teilnehmerinnen.

(…diesen Look wirst Du – wenn überhaupt! – nur für wenige Stunden haben. Dann doch lieber so gesund und gut essen und fit sein plus gut aussehen…dafür muss keiner starten)

Oder weil Dich im Studio wer angesprochen hat, dass Du ja Talent hättest. 

(…vielleicht guckst du erst mal, ob derjenige, der Dich angesprochen hat, Dir nicht nur seine „Cookie-cutter“-Diät verkaufen will und Dich mit 2 Stunden Cardio und null Muskeln auf die Bühne schickt für einen „Freundschaftspreis“. Informiere Dich ausführlich zum Thema, bevor Du über Wettkampf nachdenkst – dafür zählt für mich auch überhaupt mal live einen Wettkampf angeguckt zu haben!)

Oder weil Du einfach in Form kommen willst.

(…ich wiederhole mich: Dann mach doch einfach Diät! Es muss keine Wettkampfdiät sein um etwas in Form zu kommen!)

 

Glaubt mir, jeder hat seine Gründe. Aber Du solltest es WOLLEN. Wirklich wollen, mehr als alles andere.
Dann wird das Thema mentale Stärke oder „ich verhalte mich wochenlang wie eine Bitch weil ich bin ja auf Diät und darf das“ keins für Euch sein.
Glaubt mir: Familie und Freunde werden es Euch danken.

Schlechte Tage hin oder her, es gibt für alles eine Schmerzgrenze. Und wenn Dir in der Mitte der Diät alle Freunde die Freundschaft kündigen muss das nicht zwangsläufig daran liegen, dass sie einfach „kein Verständnis“ haben oder Dein neues Hobby nicht akzeptieren. Nein, es könnte auch daran liegen, dass Du Dich einfach völlig daneben benimmst und verlangst, dass alle damit leben. Hysterie ist nie gut.

 

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Zurück zum Them:
Unser Leben ist eine lange Reise, voller Erfahrungen und Begegnungen.
Irgendwann, mit 80 Jahren, werden wir alle auf der Parkbank sitzen und wissen, was wirklich wichtig war in unserem Leben.

Versteht mich nicht falsch. Ich habe den aktiven Sport hinter mir gelassen, bewerte das alles aber nicht nur negativ. Es war eine tolle Erfahrung.
Und doch steht auf meiner Liste mit den wirklich wichtigen Dingen in meinem Leben „Wettkampfbodybuilding“ nicht ganz oben.

Da stehen andere Dinge.
Familie und Partnerschaft, Freunde, Gesundheit, ein sicheres Dach über dem Kopf und Essen im Kühlschrank, einen Job zu haben, Zeit für die schönen Dinge im Leben zu haben – so etwas.
Darauf reduziert es sich für mich, wenn ich mal ganz in mich rein horche.

Das heißt trotzdem nicht, dass es nicht viele Tage geben wird, an denen wir uns wegen vermeintlich unwichtiger Dinge stressen werden, sei es wegen Übergewicht, Finanzen, Stress im Job oder eben die Wettkampfvorbereitung.
Es ist ein Wettkampf. Ja. Im Idealfall mit Dir selber. Es fühlt sich im Moment, in dem Du es tust, wie das Wichtigste der Welt an.
Aber vergiss darüber nicht die „wirklich“ wichtigen Dinge.

Diese Vorbereitung macht nichts mit Deinen Finanzen (seien wir mal ehrlich, selbst ein höchst seltenes Amateur-Sponsoring füllt nicht Dein Konto), es macht nichts mit Deiner Beziehung (außer Du verhältst Dich 6 Monate lang wie ein Arschloch). Und es ist auch nicht so, dass Deine Familie Dich nicht mehr liebt, wenn Du da nicht den 1. Platz machen wirst. Das ist Blödsinn. Sie werden Dich immer lieben.

Also anstatt Dich da wie auf dieser Drehscheibe auf dem Kinderspielplatz immer schneller und schneller zu drehen und völlig die Orientierung zu verlieren: RELAX.
Ich weiß, das ist schwer. Aber versucht es.
Relax and enjoy!
Das ist und bleibt mein Credo: Habt Spaß dabei!

 

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Und wenn Du doch meinst, dass das ALLES ist, was zählt, dann läuft da irgendwas falsch.
Wenn Du meinst, dass die wenigen Minuten, die Du dort oben verbringst um von völlig fremden Menschen ein Urteil über Deine harte Arbeit und Hingabe zu bekommen, dann solltest Du das mal hinterfragen.
Niemand zwingt Dich, das zu tun. Es steht niemand mit der gezogenen Waffe hinter Dir, wenn Du Dich auf das Cardiogerät schwingst oder den Löffel mit Huhn in den Mund schiebst.
Noch einmal: Niemand zwingt Dich!
Wenn mir jemand erzählt „ich wünschte, ich könnte das alles aufgeben“, dann möchte ich denjenigen schütteln – KRÄFTIG schütteln.

Logo hat man nicht jede Sekunde Spaß, es gibt sogar wahnsinnig viele Momente, wo man sich fragt „warum tu ich mir das an?“ – aber wenn Du Dich ernsthaft quälst. Dann kann ich nur sagen: Hör auf! Dann lass es!

Dazu hab ich neulich ein ganz bewegendes Interview von Markus Rühl (Reihe VegasReport2015) gesehen, der da erzählte, das er in seiner letzten Vorbereitung irgendwann morgens auf dem Rad saß und strampelte und dann einfach aufgehört hat, weil er sich dachte: „Ey, wozu das Ganze? Wozu?“ (Min 8:12)
Wahnsinns Emotionen, die er da mit uns teilte. Das so selber zu reflektieren, das kommt vielleicht auch erst mit dem Alter.

Aber hey, das ist doch mein HOBBY – in meiner Freizeit will ich machen, was mir Spaß macht. Zumindest die meiste Zeit Freude bereitet!

Du machst das für Dich, nur für Dich.
Und erst nach all den Jahren habe ich verstanden, was damals die Leute zu mir sagten: Der Weg ist das Ziel.
Glaubt mir. Ihr wachst jeden Tag in so einer Vorbereitung und ich möchte die Zeit nicht missen. Man muss es sich nur vor Augen halten.

Was Du mit Deinem Leben anstellst, daran sollten sich die Leute erinnern. Daran werden sie sich erinnern.
Denn wenn dieser Wettkampf vorbei und das Klatschen verhallt ist, was bleibt dann über?
Was bleibt übrig, wenn Du den Glitzerfummel ausgezogen und in der Schublade verstaut hast?

Nimm die Erfahrungen mit, sauge die kostbaren Momente auf, selbst die „Mimimi“-Tage.
Sie zeigen Dir, wer Du wirklich bist.
So eine Diät ist wie eine Zwiebel zu schälen, Schicht für Schicht legt sie Dein wahres ICH frei.

Lass nicht zu, dass deine Zweifel gewinnen, oder deine negativen Emotionen.
Lass es in der Diät nicht zu und auch sonst nicht im Leben.
Kopf hoch, Krönchen richten und weitermachen.
Wer auch immer diese Herausforderung durchsteht kann sich sicher sein, dass er tough ist und mental stark.
Hör auf Deinen Bauch und „hab Spaß!“

 

Eure Nixe Sabrina

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Der informative Blog, Teil 1d: Schuhe – never ending Story (von Sabrina)

 

…das Lied hab ich jetzt echt im Kopf.
Schon klar. Das Thema Schuhe ist für uns Frauen ja oftmals ein unerschöpflicher Pool an „hätte, könnte, sollte, möchte, schön-anzusehen-passt-nicht, will-haben, brauche, mein-Schatz“.

Das Thema Wettkampfschuhe ist so ähnlich.

Und obwohl ich schon 3 (in Worten DREI) ganze Blogs diesem Thema gewidmet habe (Suchwort: Schuhe), gibt es doch immer noch offene Fragen.

 

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„Hab‘ ich komische Füße oder muss das so?“

 

Leider kommt ja zum persönlichen Geschmack auch das Thema Passform.
Und die Schuhe, wenn man mal von den strengen Regeln für die Figurklasse des DBFV absieht, sind vielfältig, die Möglichkeiten schier unbegrenzt.

Ich habe zwar selber 2 passende Paar Schuhe für mich daheim, aber mir jetzt einmal die Mühe gemacht und mit meinem guten Freund Google einige Bilder für Euch zusammengetragen zum Thema „Passform“.

Grob kann man das ganze wohl in zwei Formen unterteilen: eher oval und eher eckig/gerade.

Mir persönlich passen nur die geraden Modelle, ich finde die ovalen zwar hübsch, aber da gucken meine Zehen immer vorne rüber.
Hier also die Modelle in der Übersicht.

Oval

Pleaser Caress

Pleaser-Womens-Caress-456-Clear-Stiletto-Slingback-Sandals-7be1b117-8463-4abd-a192-d8eb827f90f0_600 Pleaser-Womens-Caress-456-Clear-Stiletto-Slingback-Sandals-f7976150-467c-4b81-8105-2222995e69be_600Pleaser Flair 

Pleaser-Womens-Flair-408-4-1-2-inch-Stiletto-Heel-Ankle-Strap-Platform-Sandal-a2518809-44ce-476d-b818-c322fa976454_600

Pleaser-Womens-Flair-408-4-1-2-inch-Stiletto-Heel-Ankle-Strap-Platform-Sandal-43bcfd44-845a-4337-9770-82fe415d48af_600

 Eckig

Pleaser Chic

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Pleaser Gala

Pleaser-Gala-01-Womens-Stiletto-Heels-156e7da4-789a-44d4-9bf5-a19cbaed57c1_600 Pleaser-Gala-01-Womens-Stiletto-Heels-3d4ff656-810f-492f-9ed7-a374b6d200dc_600(Lohnt es sich bei Pleaser mal nach einer Provision zu fragen? *lach*)

 

So, das nur als kurze Hilfe bei Eurer Entscheidung, alle Modelle gibt es als Pantolette (ohne)  und als Sandalette (mit Riemchen).

Viel Spaß beim Shoppen!!

Eure Nixe Sabrina

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Der informative Blog, Teil 11: „Ich will ALLES! …kann mir aber kaum was leisten“ – das Dilemma mit den Wünschen und der Realtität (von Sabrina)

Wer von Euch wie ich schon „etwas älter“ ist, wird diesen großartigen Song von der Band „Queen“ noch kennen.

Der Einstieg beschreibt das Thema meines heutigen Blogs in genialer Art und Weise:

I want it ALL
I want it ALL
I want it ALL
and I want it NOW

Ganz kurz denkt man auch an diese kleinen, am Boden strampelnd plärrenden Kinder aus dem Supermarkt, die von Mutti kein Ü-Ei an der Kasse kriegen.
Aber so ist es gar nicht.

Dieses Thema liegt mir schon unglaublich lange auf der Seele und ich möchte doch noch einmal einen „informativen Blog“ schreiben zum Thema Bikinis.

 

Wie hoffentlich möglichst viele von Euch wissen beschäftige ich mich ausführlich mit Strass in jeglicher Form. Am liebsten jedoch verziere ich damit Wettkampfbikinis – ob nur komplett oder als Ergänzung zu bereits vorhandenem Strass – das macht mich wirklich glücklich.

https://instagram.com/eisennixe_sabrina/

 

Ich schreibe immer so schön unter meine Bilder, dass ich mich „Eurem Budget anpasse“.
Aber heute möchte ich wieder einmal Aufklärungsarbeit leisten, was so ein funkel-funkel-Strass-Biest kostet und wie sich die Kosten dafür zusammensetzen.

 

Gehen wir mal davon aus ihr fangt bei 0 an.

Also – Bikini muss irgendwoher beschafft werden.
Dazu habe ich bereits einen Blog sogar mit Shoppingtipps geschrieben:  Bikini

Dabei geht es schon los damit, wo kaufen (In- oder Ausland), wie viele Connectoren (nur an der Hüfte, oder auch am Hals und zwischen den Brüsten – vielleicht sogar einen Rückenconnectoren?) und dann blanko oder schon mit Strass.
Allein die Connectoren werden den Preis des guten Stückes enorm in die Höhe schnellen lassen. Die Dinger kosten nämlich.
Außer man bestellt die per 5.000 Stück aus China und ärgert sich dann tagelang mit dem Zoll rum. Ansonsten liegt der Durchschnittspreis für ein paar Hüftconnectoren bei rund 20-25€ (in der USA noch teurer).

Nun habt ihr also einen Bikini – ohne Strass.
Ausgehend von dem aktuellen deutschen Markt habt ihr für so ein Stück rund 150 – ca. 250€ bezahlt.
Das kann auch mehr sein, abhängig vom Designer und den oben beschriebenen Faktoren – nach oben ist der Preis meistens offen.

Und dann schlägt die gute alte Falle „Internet“ zu bei Euch – HART. Denn dank Instagram, Facebook und YouTube habt ihr eine GENAUE Vorstellung davon, wie das gute Stück am Ende aussehen soll.
Ich sage hier nur ein Wort:

STRASSBIEST

Das ist in 95% der Fälle meiner Anfragen die Antwort wenn ich frage, was die Kundin sich vorstellt.
Die Beispiel-Bilder, die ich gerne anfordere um mir ein „Bild“ zu machen, sehen meistens so aus:

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Also – Stein an Stein an Stein. Und ihr GLAUBT gar nicht, wie viele Steine da so drauf gehen auf so einen kleinen Minifitzel Stoff. *lach*

Dann heißt es leider relativ häufig „kurzer Relatitätscheck“ – spätestens wenn das Budget dann 50-75€ sein soll.
Und dann kommt es durch… „I want it ALL“ – ich kann es mir zwar gar nicht leisten, aber Du bist doch nett oder? Freundschaftspreis und so… Ich bin Studentin und überhaupt, mein Whey ist schon so teuer.

….und dann einfach nicht mehr melden, weil einem die ehrliche Antwort nicht gepasst hat. 😉

 

 

Wenn Ihr so ein Stück bei einem Designer bestellt, von mir aus auch in den USA, dann seid ihr schnell diverse Hundert Euro los. Man munkelt, dass der aktuelle Bikini von Ashley Kaltwasser nach einem Upgrade einen Wert von über 1.500 USD haben soll. (korrigiert dank Hinweis von Kathrin Pfefferkorn, vielen Dank!). Skadi Seifert berichtete, dass sie mit einer Designerin schnell bei über 2.000 USD lag für eine Sponsoring.

Dieser hier steht im Shop mit 915USD.

Suits You Swimwear
Und bitte macht Euch keine Illusionen: Die Profis oben auf dem Bild haben allesamt Sponsoren – und dann kann und sollte man auch Vollgas geben mit dem Strass.

 

Aber zurück zu uns Amateuren:

Ich denke, die meisten von euch WISSEN einfach nicht, was Strass so kostet.

Ich arbeite ausschließlich mit Swarovski HotFix Steinen.
Das ist für mich eine reine Glaubensfrage.
Mittlerweile gibt es sicherlich auch gute „China-Steine“ oder „Glas-Steine“, die dann auch nur rund 1/3 in der Anschaffung kosten, aber es gibt eben einen GRUND warum die Steine so günstig sind. Sie „bringen es einfach nicht“ in meinen Augen.
Aber das ist – wie gesagt – eine reine Glaubensfrage. Ich will nur anbieten, wovon ich 100% überzeugt bin.

Ich beschaffe diese Steine immer (ausnahmslos) über meinen Lieblingsshop:

www.shirts-und-strass.de

Dort gibt es auch die guten Chinasteine, aber ich beziehe nur Swarovskis.

Um einen Bikini wirklich „Stein-an-Stein“ zu besetzen benötigt man im Schnitt mind. 1.500 Steine (je nachdem ob auch der Popo in welchem Umfang beklebt werden soll).
Diese Steine kosten in der Anschaffung, je nach Größe und Farbton rund 100-120€.

Das ist „das Material“.
Was darin noch nicht enthalten ist, ist meine Arbeitszeit.
Je nach Muster und Art der Beklebung dauert das viele Stunden – ich hab schon so manche Nachtschicht für Bikinis eingelegt.
Ich will Euch hier nicht mit „Mindestlohngesetz“ nerven, und es macht mir auch wahnsinnig Spaß mit dem Glitzer, aber es muss sich auch „irgendwie rechnen“. Ich bin ja nicht die Heilsarmee. *lach*

Und ähnlich wie mir geht es den Bikini-Designerinnen.
Die haben nämlich noch viel mehr Arbeitsmaterial zu beschaffen – gute Stoffe sind teuer und der Rest auch. Die KÖNNEN die Bikinis gar nicht für 50€ anbieten – das wäre nämlich unter Materialwert. 😉

 

Ich möchte mit diesem Blogeintrag an Euch appellieren Eure „Wünsche“ zu überdenken.
Es MUSS nicht immer ein vollgestrasster Bikini sein, bei vielen Stoffen erreicht man auch mit wenigen Steinen einen Effekt.

Ich empfehle nach wie vor rechtzeitig damit anzufangen, etwas für den Bikini zur Seite zu packen – dann können alle Eure Träume in Erfüllung gehen.

 

Eure Nixe Sabrina

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Der informative Blog, Teil 10: Der Wettkampf-Bikini und sein Schnitt (von Sabrina)

 

Es ist Freitagabend, wir stehen draußen, vor der Waage, im Palatin-Hotel in Wiesloch, und warten darauf, dass die Registrierung beginnt für die Bikini 1 der Deutschen Meisterschaft des DBFV.
Geschnatter ist in der Luft, alle sind aufgeregt und voller Vorfreude auf die nächsten Tage.

Die Tür öffnet sich und Dieter Brings ruft die erste Klasse auf.

Ich darf das erste Mal seit Jahren vor der Tür warten.
Kein Team Andro, keine Interviews, aber das macht nichts. In diesem Moment warte ich gespannt darauf, ob meine Freundin Katrin in die Bikini 1 eingemessen wird mit ihren gut 163cm.

Nach einer gefühlten Ewigkeit öffnet sich die Tür und die Mädels strömen raus. Statt Grinsen sehe ich viele bedrückte Mienen, inkl. Katrins.  An der Waage gab es durch Dr. Martina Herget und Margret Netack Kritik an fast allen Bikinis, konkret an der Rückseite der Höschen.

Nun ja – schon seit Einführung der Bikiniklasse in 2010 steht im Regelwerk des DBFV:

Die Teilnehmerinnen tragen einen Bikini freier Wahl, wobei gemäß den Regeln des Anstandes eine Mindestgröße einzuhalten ist. G-Strings sind generell nicht erlaubt.

  http://www.dbfv.de/bilder/wk_bikini.pdf

 

 

Nun ist im Laufe der Zeit irgendwie aus dem anfänglichen H&M-Bikini (es wusste ja keiner besser) ein String-Tanga geworden – WARUM AUCH IMMER.

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Fakt ist wohl -irgendwer hat damit angefangen, andere fanden es nett – die Designer eingeschlossen, in der USA wird es so getragen – also wurde es immer weniger Stoff am Po für immer mehr Geld.

 

Der IFBB sah sich zuletzt sogar genötigt, dazu eine News herauszugeben für die bevorstehenden internationalen Wettkämpfe.

http://www.ifbb.com/wp-content/uploads/BIKINI-SIZES-IN-PICTURES-IFBB.pdf

 

 

Zurück zur DM – die Mädels wurden also darauf aufmerksam gemacht, dass die Grenze des guten Geschmacks erreicht sei und man bei künftigen Neuanschaffungen doch bitte darauf achten möge, die Hose nicht zu klein zu wählen.

ALLE Mädels durften ihren Bikini bei der DM aber noch tragen. Finde ich mehr als fair.

 

Ich habe direkt zurück daheim einen Thread verfasst in meiner Gruppe „Bikini-Börse“ und darauf aufmerksam gemacht.
Anders als zunächst lautende Gerüchte handelt es sich bei dieser Aktion aber nicht um eine Regeländerung sondern nur um die Durchsetzung der seit 2010 bereits geltenden Regeln des DBFV.

 

 Was bedeutet das nun konkret?

Wenn ihr einen neuen Bikini kauft, dann schreibt der Designerin explizit, dass er den gültigen DBFV-Regeln  entsprechen muss.
Um Martina Herget zu zitieren:

„Es muss jetzt raus. Wer in Bayern beim Athletenseminar war hat es ja schon live gehört. Mädels ihr bezahlt ein Vermögen für einen Bikini. Da MUSS doch dann genügend Stoff dran sein!!!! Und nicht ich (also der Betreuer) ist dafür verantwortlich, dass dieser Fetzen gedeeeeeehnt und am Popo angetackert werden musst. NEIN!“

Ist so!!

Also – Neubestellungen explizit so formulieren, so umgeht ihr mögliche Unstimmigkeiten.

 

Anders sieht es in der Bikini-Börse mit den gebrauchten Bikinis aus.

Natürlich werde ich versuchen darauf zu achten, dass für die aktuellen Anzeigen auch Tragebilder vom Po bzw. Auskunft über den Schnitt der Hose gepostet werden.
Aber Ihr könnte selber Euren Teil dazu beitragen:

Fragt Euch, wie Euer Po beschaffen ist (noch eher klein und flach oder doch schon Richtung Profi/Michelle Lewin?).
Und danach sucht Euch einen entsprechenden Bikini aus.
Die meisten Designer aus Übersee haben auf ihren Seiten Schnittmuster veröffentlicht:

GlamFit (Australien)

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Suitsyouswimwear (USA)

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Da sollte Euch auf den ersten Blick auffallen, was hier in Deutschland wohl unter String läuft. 😉

Aber auch da – es kommt auf EUREN Po an.
Jemand mit einem kleinen Popo kann sicherlich den Bufferfly scrunch noch tragen, wohingegen jemand mit einer guten Genetik und langem Training wie eine Valeria Ammirato da wohl mehr Stoff an der Hose braucht um den Po entsprechend einzufassen.

 

Wenn ihr bereits Bikinis besitzt und unsicher seid, ob der getragen werden darf, so lautet die offizielle Bitte des DBFV:

Alle Anfragen bitte an den Sportreferenten zu stellen –
Alex Stampoulidis (z.B. via Facebook oder info@dbfv.de).

 

Ggf. könnt Ihr auch Eure Designerin kontaktieren, ob man an der Hose hinten Stoff annähen oder auch ein neues Höschen nähen kann. Dann sind die guten Stücke nicht ganz „nutzlos“.
Ich selber lasse mir für den roten Bikini von Katrin eine neue Hose von Elena Shportun-Freimuth nähen – verwende dann die Connectoren von der Originalhose und beklebe die neue nur mit Strass für den Weiterverkauf in der Börse.  🙂

 

Das Wichtigste:

Lasst Euch nicht verunsichern!

Fragt im Zweifelsfall entweder beim Sportreferenten Alex nach oder bei Eurem Designer, habt Vertrauen, das sind Profis!

 

Hier noch der Link zu meinem ersten Blog mit dem Thema Wettkampf-Bikini!

 

Eure Nixe Sabrina

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Die letzte Rettung… oder: Danke Facebook (von Sabrina)

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(Quelle: Amazon)

  Mit Facebook ist das so eine Sache. Schon oft habe ich etwas dazu geschrieben, warum es wohl so erfolgreich ist. Und seien wir mal ehrlich: NIEMAND würde öffentlich zugeben, dass er gerne stalkt. Den Ex-Freund, die Nachbarin, den heißen Typ vom Sport – IIICHHH?? Nein, niemals 😉 Aber es ist doch so: Facebook ist eine Plattform zur Selbstdarstellung. Wie früher diese Poesiealben wo man Dinge reinschreiben konnte „Meine Lieblingsband“ und „Meine Hobbies“… und weaann man das Buch nur 2 Jahre später in der Hand hielt fand man das Geschriebene – und damit ja quasi sich selber – gaaaanz schrecklich und peinlich. Also wird bei Facebook Imagepflege deluxe betrieben. Jeder hat jeden Tag NUR gute Laune. Und wenn man mal krank ist, dann kann man sich von seinen 5000 Facebook-Buddies direkt mal bemitleiden lassen (selber schon getestet, geht prima). Also hat man eine Seite, auf der man sich von seiner besten Seite präsentiert. Bilder mit mehr Photoshop/Filter, als ich es überhaupt umsetzen kann (Ich kann nur Paint, dafür Level Expert). Alles auf Hochglanz poliert, damit der Ex, der einen offiziell ja gar nicht stalkt, gleich mal weiß, was er da verpasst (hat). Das ganz spontane (in Wahrheit 30Minütige-) Selfie beim Sport oder kurze Videos, die mit „Hey ihr Lieben“ beginnen und uns am Tag der anderen teilhaben lassen. Nun nimmt das aber Überhand mit Facebook. Schleichend…dieser Prozess, aber es greift um sich wie ein Geschwür. Spätestens, wenn Du Dir beim Zähenputzen morgens schon die Neuigkeiten bei Facebook reinziehst weißt Du: Du bist süchtig! 😮 Was also tun? Es ist ja ein wenig wie ein rosa Elefant im Raum, oder ein Auffahrunfall… man kann irgendwie nicht weggucken.

Ich habe auch schon wochenweise Facebook-Ferien gemacht (zuletzt gezwungenermaßen im Urlaub ohne WLAN-Zugriff), aber den Junkie zog es immer zurück. Ich gebe es zu: Ich bin Facebook-addicted. Und Facebook ist ja auch noch mehr als nur Sucht. Und Stalken. Es ist praktisch. Wenn man mit Leuten in Kontakt treten, aber nicht direkt die Handynummer rausgeben will. Schnell eine Nachricht via Messenger und dann die Freundschaftsanfrage verschickt. Schon kann man den anderen Stalken…. Ups, ich meine… natürlich sehen, wofür sich die andere Person interessiert und Formbilder gucken. Genau das ist auch sehr praktisch. Nicht im Sinne von Konkurrenz abchecken, sondern vor Meisterschaft mit Gleichgesinnten in Kontakt treten und sich gegenseitig über die Diät ausheulen. Oder diejenigen, die nicht auf Diät sind, die können sich dann über die Diätenden ausheulen – oder man kann gemeinsam das Unwort des Jahres finden: Fibo-Diät oder doch „Quallenmodus“? Es geht aber nicht nur um Stalken und Lästern. Facebook verbindet diejenigen, die sich verbinden wollen. In guten wie in schlechten Zeiten. Freundschaften werden leicht gemacht, man kann unglaublich schnell sehr nah mit Menschen werden, die zig km weit weg wohnen. Manchmal bereut man die vorschnelle online-Ehrlichkeit, aber zumindest in meinem Fall sind doch schon einige Freundschaften daraus entstanden. Trotzdem ist der Suchtfaktor nicht zu vernachlässigen. Essensbilder schicke ich übrigens Schwiegermutti auch via Whatsapp, nur so zum Spaß. Früher haben wir das nicht gemacht, logo, aber die Technik macht es möglich, andere in dem Maße an unserem Leben teilhaben zu lassen, wie wir es wollen. Ob man dazu nun wirklich jeden Tag Essensfotos hochladen muss, oder ob es nicht reicht, einfach ab und an einen Status zu aktualisieren. Jeder ist da anders. Ob das Sponsoren lockt weiß ich nicht, ich habe keinen. Aber man kann ja auch über andere Sachen posten als unter trockenem Huhn mit Brokkoli „YUMMI“ zu schreiben. Aber Facebook macht mit uns, was es will. Als würde uns eine fremde Macht formen. Und man wäre ihr hilflos ausgeliefert… Mein Facebookaccount war zuletzt nicht mehr privat, durch meine Präsenz auf Team Andro erhielt ich viele Anfragen und ich mochte eigentlich noch nie wirklich private Dinge bei Facebook posten (sorry, liebe Freunde, keine Klo-Selfies). Regelmäßig zu Silvester packte es mich und ich war mehrere Hundert Leute aus der Freundesliste, nur um viele hinterher wieder aufzunehmen, weil Person xy beleidigt war (obwohl ich parallel die Ahtleten-Fanpage geliket hatte). Egoprobleme via Facebook. Ich war also die Eisennixe Sabrina – für jeden ansprechbar („Gibt es für die Schuhe in der Bikiniklasse eigentlich Vorschriften?“) und Herrin über die Bikinibörse sowie die Eisennixe-Facebookseite. Es war ok. Ich fühlte mich wohl mit meinem „Stalkingkontingent“, auch wenn ich zuletzt mehr und mehr Leute „de-abonniert“ hatte, es wurde mir einfach zu viel. Das alles war – bis zur vergangenen Woche – also mein Haupt-Akkuzerrender Handy-Zeitvertreib. Und dann meldet sich Facebook bei mir. „Eisennixe Sa Brina“ sei ja gar nicht mein Echt-Name sei (ach was) und ich solle bitte meinen echten Namen eingeben. Also habe ich ihn geändert. In „Sabrina Eisen Nixe“.

(Zitat von Kathy Neubert „Mein Name ist Sabrina Nixe. Eisen-Nixe“).

  Leider sind die bei Facebook nicht doof und wieder wurde ich aufgefordert bitte doch nun endlich meinen echten Namen da einzugeben, damit sich doch bitte auch alle meine dusseligen Ex-Freunde bei mir melden können und überhaupt die Leute wissen, mit wem sie da befreundet sind. *Seriously??* Ganz bestimmt nicht. Also hatte ich über das Osterwochenende ausreichend Zeit mir meine Gedanken dazu zu machen. Auf Nachfrage bei Facebook, dass ich aber mit dem Namen „Eisennixe Sabrina“ quasi eine Marke etabliert habe, wurden beantwortet mit dem Hinweis, ich könne ja eine „Künstlerseite“ aufmachen. Aha. Ich bin also ein Künstler? Bei näherer Betrachtung fand ich die Idee gar nicht blöde. Immerhin IST DAS KUNST was ich da jeden Tag mache bei Facebook und überhaupt so im Leben. Nicht nur die Sache mit dem Strass (kleben nicht kotzen), nein auch die geduldige Beantwortung jeder noch so kleinen Frage, quasi Nixenmutti der Newcomer-Nation oder sowas in der Art… Künstler also… grgrgr… ich.  Gesagt, getan. Altes Profil stillgelegt und Künstlerseite eröffnet. Blöd nur, dass man dafür doch wieder ein Profil braucht 😉 Gut aber, dass sich damit ganz neue Möglichkeiten eröffnen: Ganz von vorn anzufangen. Genau abzuwägen, wen ich in der Freundesliste haben will und wen nicht. No offence! Das ist rein privater Natur. Ihr kennt das ja. Wenn man Person X zur Party einlädt, dann muss man auch Person Y einladen, sonst ist die sauer. Und dann hängt da als Rattenschwanz noch Person Z dran… ne ne. Denn es gibt ja meine Künstlerseite für alle „Fans“ und „Hater“ der Kunstfigur „Eisennixe Sabrina“. Nun also befinde ich mich auf ganz ungewohntem Terrain und bestimme zu 100%, wen oder was ich sehen kann in meinem Facebook. Ich find‘s gut.   Nichts passiert ohne Grund und vielleicht ist dieser Moment genau der Richtige für mich und diesen „Frühjahrsputz“… vorausgesetzt, der dusselige Frühling kommt endlich.   Ihr kennt das, ich schweife so gerne vom Thema ab. Aber wen es wirklich interessiert, hier der Link:

https://www.facebook.com/EisennixeSabrina

Ich freue mich auch über Euer Like 😉 😉

Eure Nixe Sabrina

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Der informative Blog, Teil 9: Der Selbstversuch: Ich nähe mir einen Wettkampf-Bikini (von Sabrina)

 

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Das bin ich – 100%.
Also…nicht, dass ich keine Anleitungen lesen kann oder mag.
Nein, es ist vielmehr so, dass ich mir Dinge gerne selber beibringe, ausprobiere und teste.

Nähen zum Beispiel. Habe ich nie gelernt.
Logo hatte auch ich eine Omi, die eine Nähmaschine hatte, und da hab ich immer mal zugeguckt und gestaunt.
Dann habe ich in einem Anfall von Größenwahn mein Abiball-Kleid aus Panesamt mit Muster nach einem ultra-extravagantem Schnitt von Burda versucht selber zu nähen.
Versucht muss hier betont werden, denn es wurde zwar ein Ganzes, aber getragen habe ich es nie und bin auch nicht zum Abiball – aber das lag nicht nur am Kleid. *lach*

 

Also… Nähmaschine habe ich und wie ihr wisst ja auch irgendwie viel zu viele Interessen.

Es lag also nah, mich mal an einem Bikini zu versuchen. Nach dem Motto „Das kann ich auch“.

Gesagt, getan.
Dazu benötigt man neben einem „Schnittmuster“ auch die Materialien.

Also bin ich erst mal zum örtlichen, sehr gut sortierten Karstadt gestiefelt. Aber die Probleme fingen schon damit an, dass ich nicht wusste, wie die Stoffart heißt, die ich möchte.
Glänzend und mit Elastananteil. Aha. Die Verkäuferin guckte etwas merkwürdig, als ich von Bühnenbikinis faselte – aber keinen Bademodenstoff wollte.

Also – zurück zu meinem Freund Google.
Siehe da, mit einige Tricks findet man raus: Zu gut deutsch heißt das, was ich suchte „Folienjersey“. Findet man häufig unter Karnevalsstoffen… aha… da gehört das wohl auch hin, Bühnenkostüm und Fasching und so. *lach*

Also habe ich mir einfach mal auf Verdacht ein paar Stoffe im Internet bestellt.

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Dabei lernen wir gleich Lektion 1: Was auf den Bildern toll aussieht, muss
a) im echten Leben nicht toll aussehen bzw.
b) sich nicht zwingend für WK-Bikinis eignen.

Viele meiner Probestoffe ließen bereits während der Verarbeitung „Federn“, im Sinne von verloren ihren Glanz oder gar Farbe.

 

Nun hat man also den Stoff.
Damit ist es aber nicht erledigt.
Passend zum Stoff braucht man Garn, einige Meter Gummiband in verschiedenen Breiten, dazu noch mögliche Verschlüsse für den Bikini und natürlich: Die Cups.

Mein erster Nähversuch war mit einem Triangel-Oberteil nach einem Schnittmuster aus dem Internet.
Und das kann ich Euch gleich sagen: Wenn Ihr nicht zufällig Silikonbrüste habt, dann vergesst das Thema Triangel direkt wieder.
Jede Naturbrust, die ich bisher am Ende einer WK-Diät gesehen habe, war bestenfalls noch etwas Haut. Das ist mies, geht uns aber allen so.

Also – woher bekomme ich diese Cups, auf die man dann quasi den Stoff näht?

Wieder hin zu Karstadt und dann doch wieder zum Freund Google… aber wonach sucht man da im Internet? Die richtigen Stichworte sind sicherlich hilfreich.
Aber noch hilfreicher ist meine liebe Freundin Elena Shporthun, die selber erfolgreiche Bikini-Designerin ist. (Shop: http://www.peter-freimuth.de/shop/ )

Sie hat mir also freundlicherweise einige paar von diesen Cups verkauft. A und B/C.

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Nu saß ich also mit allen „Zutaten“ vor meinem Schnittmuster und dann ging es los.
Einfach Augen zu und durch….-geschnitten, den Stoff jetzt.
Das allein ist schon gar nicht so einfach – erst mal das Schnittmuster übertragen (aka entweder aus Pappe ausschneiden oder Papier festpinnen) und dann muss man da mit einem möglichst unsichtbaren Edding oder Kreide oder so was auf dem Stoff malen – und hinterher die Linien erkennen und gut = passgenau ausschneiden. Ach ja… und den Futterstoff auch noch, der muss da auch noch reinpassen, exakt geschnitten sein.
Ja ne, is‘ klar. *schwitz*

Alleine das alles – Muster festpinnen, Malen, ausschnibbeln, hat bei mir immer über eine Stunde gedauert – und da war noch nichts genäht.

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Und dann  das Gummiband (damit es hinterher gut sitzt) einarbeiten, mit den Pins, und beim Nähen in Form ziehen… waaaaah – dann war die eine Seite mehr gerafft als die andere am Beinausschnitt, alles wieder auftrennen.
Dann war das Gummiband gefühlt 2 mm zu breit für den Stoff und nu passte der Schnitt nicht mehr – wieder alles auftrennen… ist ja nicht so, dass das nicht nervt. 😉

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Erwähnte ich schon, wie schei** fummelig das Nähen der Bänder ist? Also Bänder für die Oberteile zum festschnüren? Da muss man den Stoff in gleichmäßige Bahnen schneiden und dann um den Gummizug wickeln, festpinnen und ebenso festnähen… wenn man da Millimeter verrutscht dann kommt der Stoff hoch weil die Naht nicht greift, dann hat man da gleich an der Stelle eine Doppelnaht – WAAAAH.

 

Insgesamt muss ich sagen: Das Schnittmuster aus dem Internet war für den „Popo“. Das ist nicht böse gemeint und vielleicht liegt es auch an meinen Nähkünsten, aber das passte hinten und vorne nicht (jawohl, weder am Po noch an der Brust bzw. die Vorderseite des Höschens war auch viel zu weit ausgeschnitten… 😮 )

https://www.youtube.com/watch?v=m1joBnTgU8A

 

Das sieht alles so einfach aus, aber glaubt mir: Das ist es nicht!
Auch nach einigen Versuchen mit dem Schnittmuster habe ich es sein gelassen.

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Gottseidank habe ich liebe Freundinnen (Danke Katl und Svenja), die geduldig alle meine „Tests“ anprobierten und mir berichteten… aber wir haben gemeinsam auch viel gelacht.

 

Nun also habe ich eine andere Freundin (danke Leslie!) überredet, mir ihren „alten Bikini“ zu leihen, damit ich mir aus diesem ein Schnittmuster anfertigen kann.
Das Oberteil hatte ich Dank der Cups von Elena relativ schnell raus, aber die Hose blieb ein Problem.
Und wie macht man aus einem Bikini ein Schnittmuster?
RICHTIG – man tötet ihn aka man trennt ihn auf… ganz billige Methode… also billig, wenn man einen alten Bikini hat. Nicht billig, wenn man extra dazu einen Neuen kaufen muss. 😉

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Auch das habe ich danach gemacht, nachdem ich mit dem Muster vom „toten Bikini“ nicht happy war, habe ich mir einen Blankobikini bestellt und den aufgetrennt… was tut man nicht alles…für die Kunst. *lach*

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Und dank der Cups von Elena klappte es nun auch mit dem Oberteil…wenn auch nicht ohne Fluchen und Fummeln:

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Und zwischendurch immer mal schielen auf die fertigen Objekte der Begierde…wie die so aussahen und vor allem: wie PERFEKT die Nähte waren…
Und das kann ich Euch erzählen… so eine Naht gerade hinzubekommen mit einem elastischen Stoff und Gummiband da drin, das ist Kunst. In Großbuchstaben. K-U-N-S-T!

Ich habe allerhöchsten Respekt vor Elena und den anderen Schneiderinnen, die das tagtäglich machen.
Logo, auch da wird man mit der Zeit/Routine sicherlich besser, aber bitte… auch nach 5 fertigen Bikinis war ich am verzweifeln… und hätte das eine oder andere Teil am Liebesten in die Ecke geworfen…oder verbrannt.

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Nun also hatte ich einen fertigen Figurbikini mit zwei verschiedenen Hosen fabriziert, mein mittlerweile 3. Bikini. Und das sah auch einigermaßen annehmbar aus… Wer mich kennt, weiß wie hoch mein eigener Anspruch ist.
Der ist einfach höher als meine Nähkunst. Und ich war und bin mit den Nähten nicht zufrieden, auch wenn das auf der Bühne kein Mensch sehen wird, ich WEISS es.

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Das war die Episode Figurbikini.
Aber damit wollte ich es nicht auf sich beruhen lassen, ne. Oberteil konnte ich ja nun, also muss nur noch das Bikinihöschen her.

Auch hier wieder habe ich – ganz pragmatisch – einen günstigen Bikini meines bevorzugten Designers bestellt und dieses als Schnittmuster verwandt. Ob das jetzt schon als „Klauen/Kopieren“ gilt, weiß ich nicht. Aber ich möchte hier schonungslos offen mit Euch sein. 🙂

Aber mit dem Schnitt ist es in der Bikiniklasse ja nicht getan.
Also: Woher bekommt man Connectoren??
Mittlerweile kann ich auch hier sagen: Elena Shporthun!
Damals habe ich versucht, selber welche zu finden.
Da bleibt einem dann die Wahl zwischen EBAY, Etsy (USA) oder Alibaba, Direktbezug aus China. Da muss man dann halt nur so Mengen ab 100/200/500 Stück kaufen… aber wer braucht 200 Connectoren, wenn er nur mal ein oder zwei Bikinis nähen will? Ich wollte das nicht als Vollzeitjob machen, sondern „nur mal so“…

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Also… Elena war wieder die Lösung und so entstand dann dieses hier.

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Also.
Ich kann sagen: Ich kann mir einen eigenen Wettkampfbikini nähen, ob nun Figur- oder Bikiniklasse.

Die viel wichtigere Frage ist aber: Rechnet sich das?

Meine Antwort lautet: Nein.

 

Ich mache hier für Euch mal die einfache Rechnung:

Nähmaschine??
Stoff:  bis man den Richtigen hat:  50 – 100 € (kein Witz)
Materialien (Schere, Gummibänder etc.): 30-40 €
BH-Cups (-schalen): 12,50 €
Connectoren: mind. 40 €
Muster:
-in meinen Augen unbrauchbar bei Etsy: 10 € )https://www.etsy.com/shop/JodiLaneDesigns)
– Bikinis kaufen und auftrennen:  mind. 80 €
– verlorene Nerven, bis das Ding gut aussieht:  unbezahlbar
– Zeitaufwand: Ohne Routine mehrere Stunden/Tage

 

 

Für mich hat sich das nicht gerechnet.
Da beauftrage ich lieber einen Profi und lasse mir das perfekte Teil liefern ganz ohne Stress.

 

Wer von Euch aber nähtechnisch sehr begabt ist und ggf. bessere Kontakte hat als ich was die Materialien angeht… man kann es schaffen. 😉

 

Ich werde mich in Zukunft eher an den Glitzer halten… das macht mir mehr Spaß 😉

 Eure Nixe Sabrina

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Der informative Blog, Teil 8: Warum hat mir das keiner gesagt? (von Sabrina)

 

Vorbemerkung:

Dieser Blog lag einige Zeit unfertig in der Schublade.
Dann kam die Saison und mit ihr einige andere Coaches, die dieses Thema mit aufgegriffen haben. Dann fühlt man sich blöd als Blogger, als würde man „Themen abgucken“. Auch ich erfinde das Rad nicht neu, will ihn euch aber nicht vorenthalten – zumal mein letzter Blog fast 2 Monate her ist und ich mich schrecklich untätig fühle sonst… haha

 

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An Wettkämpfen des DBFV teilzunehmen war eine ganz besondere Erfahrung, jede Saison war speziell und anders.
Ich sage meinen Mädels immer, dass es vergleichbar ist mit „frisch verliebt“. Wenn Du da backstage in der Reihe stehst, mit den anderen Mädels, dann beginnt das Kribbeln im Bauch. Und die Schmetterlinge fliegen wie wild, wenn es dann raus geht auf die Bühne.

Die Herbstsaison ist seit fast 4 Wochen vorbei und die meisten Athletinnen und Athleten liegen, wie auch die „Normalos“, im Foodcoma zwischen Keksdosen und Dominosteinen.

Trotzdem braucht ihr nur einen nach dem Bühnengefühl zu fragen und sie kriegen dieses Strahlen in den Augen. Für einige ist es wie eine Sucht.

Diesen Blog verstehe ich als kurzen Nachtrag zu meinem ausführlichen, 2teiligen Blog .
Ich möchte mit ihm nur einige, kurze Stichpunkte aufgreifen, die ich immer wieder höre und die mich zumeist zum Schmunzeln bringen (Merke: Ich habe mittlerweile die nötige Distanz zur Bühne).

Allem voran lese ich immer wieder:

„Warum hat mir das keiner gesagt?“

(Randnotiz: Mittlerweile gibt es ja genug Leute, die über diese Themen offen sprechen. Ich will hier die Fahne weiter oben halten und es nachfolgend tun.)

 

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Warum hat mir keiner gesagt, dass ich nach meiner Show in ein Loch falle?

Über meine ganz eigenen Erfahrungen habe ich in meinem Blog „Das schwarze Loch, Teil 1 und Teil 2“ ausführlich geschrieben.
Noch nie zuvor habe ich so viel Feedback zu einem Blog erhalten.

Und ich habe mich auch in der Folgezeit sehr viel mit dem Thema auseinandergesetzt und bin auf einen interessanten Vergleich gestoßen:

Hochzeitsblues oder „Post-Braut-Depression“

Das ist wieder mal klassisch ein Thema, in das sich eher Frauen reinversetzen können. Da plant man gefühlt sein Leben lang auf Tag X hin, mindestens jedoch ein Jahr.
Man organisiert alles akribisch und plant jedes Detail, verbringt täglich Stunden mit dem Thema, der Tag kommt – ist wunderschön, aber auch binnen Sekunden vorbei.
Und danach?
…schon klar, Flitterwochen blabla – aber dennoch: Danach kommt das Loch.

Kommt Euch bekannt vor? Richtig. So geht’s einem auch nach dem Wettkampf.
Das Loch kommt. UNWEIGERLICH.
Egal wie gut ihr euch drauf vorbereitet – nachdem man Monate auf ein Ziel hingearbeitet hat ist es weg. Man hat auf einmal Massen an Freizeit.

Lest meinen ausführlich Blog dazu und denkt immer daran: Ihr seid nicht allein mit dem Thema. Und es ist nicht von Dauer.

 

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Warum hat mir keiner gesagt, dass ich komplett nackt vor wildfremden Menschen stehen würde?

Wenn Du schüchtern bist und eventuell Probleme damit hast, vor anderen nackt zu sein, dann Gute Nacht.

Wer nicht gerade einen talentierten Maler zum Partner hat oder die Mutti bittet, der lässt sich entweder vom Coach oder vom professionellen Service anmalen.
Und nichts gegen Mutti, aber selbst mit ihr ist es ein „komisches Gefühl“ nackt, breitbeinig, nach vorne gebückt sich von ihr die Popofalte und mehr anrollern zu lassen.
Gleiches gilt für die meist männlichen Coaches, unangenehme Stimmung ist vorprogrammiert.
Wie sagte ich bei der gleichen Situation unlängst zu Kathrin Hollmann? „Soll ich ein Foto für Instagram machen?“
Jupp, so fühlt sich das an.

Noch „schlimmer“ ist es, wenn man ein professionelles Tanning bucht.
Im Zweifel steht da eine Reihe nackter Menschen an, da Zeit-Geld ist und man sich beeilen muss mit dem Ablauf.
Die Tanner sind aber Profis und ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Ich sehe keine Nackten, sondern nur die Farbe und die Oberfläche bzw. das Ergebnis.

Also – Kopf aus, Augen zu und durch.

 

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Warum hat mir keiner gesagt, dass ich hinterher einen Knall mit Essen habe werde?

Wenn Dein Wettkampf vorbei ist, bist Du Essensprofi.
Ich für meinen Teil konnte hinterher auf einen Blick das Gewicht eines Stücks Fleisch abwägen – 180gr. Huhn. *lach*
Das bleibt euch erhalten. Ihr werdet hinterher nie wieder wissen, was es heißt „normal zu essen“.
Definiere normal.
Ist „normal“ das, was die breite Masse tut?
Ist es „normal“, zum Frühstück Marmeladenbrötchen zu essen, weil das „alle tun“?
Oder ist es nicht normal, weil die Makros nicht stimmen?

Ihr werdet hinterher im Coffeeshop stehen und andere be- oder verurteilen, weil sie sich ihren „Latte Macciato Vollfett, Sahne, mit Caramell-Sirup“ kaufen, obwohl die Jeans schon jetzt eng sitzt und selber einen einfachen schwarzen Kaffee to go bestellen, weil das ja die wenigsten Kalorien hat.
Und insgeheim werdet ihr an der Kuchentheke schmachten und euch wünschen, ihr könntet drei von den Muffins mitnehmen, aber ihr WISST ja, was das für Kalorien sind und wer soll das wo wieder einsparen, nein, nein, nein, das geht nicht.

Selbstgespräche dieser Art werden an der Tagesordnung sein.

Ihr werdet andere verurteilen für ihr Essverhalten, noch strenger als in der Diät. Und ihr werden von Essen träumen, eklige Träume voller Zucker und Sahne und Schokolade.
Und wenn ihr der Versuchung nachgebt, werdet ihr große Probleme haben, euch zu maßregeln mit den Portionen. Was früher kein Problem war, wird nun zur Herausforderung: Nur einen Keks aus der Packung zu essen.

Auch das ist nur temporär.

 

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Warum hat mir keiner gesagt, dass meine Brüste verschwinden werden?

Das ist ein klassischer Fall von „ISSO“.

Wenn Du nicht gerade die RIESENAUSNAHME bist auf diesem Planeten werden Deine Brüste schrumpfen bzw. verschwinden. Ein bisschen Haut bleibt. Hallo Pubertät, den Mist haben wir alle schon einmal durch – aber es war beim ersten Mal nicht sooo spaßig, also machen wir es noch mal – NEIN DANKE.
Leider ist es aber so. Überflüssiges Körperfett, blabla. Wer kennt es nicht.
Ich hätte gern, dass das Fett von meinem Po in die Brust wandern, das wäre doch ideal. Geht leider nicht.

Deshalb sind auch Silikonbrüste immer häufiger zu sehen auf der Bühne (keine Sorge, sie sind nicht Pflicht! Auch wenn das einige behaupten, das ist Blödsinn. Ein gut geschnittener Bikini kann auch die Reste gut pushen).

Die gute Nachricht zum Schluss: Die Brüste kommen wieder, wenn ihr nach dem Wettkampf wieder zunehmt.

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Warum hat mir keiner gesagt, dass meine Bauchmuskeln wieder verschwinden?

Man ackert sich wochenlang den Popo wund für den Bühnenlook und dann kommt man da runter, trinkt einen Liter Wasser und zack sind die Bauchmuskeln weg.
WARUM????

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Leider gilt auch hier wieder: ISSO.

Es gibt einige Ausnahmen, die auch in der Offseason ein Sixpack haben, aber die meisten von uns müssen sich dieses erkämpfen mit einem niedrigen Körperfettwert.
Und bitte glaubt mir: Ihr dachtet es sei hart, rund 12-16 Wochen für einen Wettkampf zu Diäten?
Versucht mal danach „on track“ zu bleiben bzw. einen Plan zum Reverse Dieting zu befolgen. Das ist viel schwerer als auf einen Tag X hinzuarbeiten.

Also – ja. Die sichtbaren Bauchmuskeln werden wohl wieder verschwinden. Recht rasch vermutlich. Aber sie sind und bleiben da und werden sich beim nächsten Wettkampf zeigen – bzw. dann, wenn ihr genug Disziplin dafür aufbringt.
Und denkt immer daran: Das ganze Jahr geshreddet zu sein ist nicht unbedingt gesund.

 

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Warum unterstützen mich die Leute nicht?

Ja, du arbeitest hart an deinen Zielen. Ja, du bist absolut fokussiert. Und ja, Du machst da etwas, was andere nicht mal in Erwägung ziehen würden zu versuchen.
Trotzdem unterstützen dich nicht alle Leute in deinem Umfeld. Warum?
Das liegt nicht daran, dass Du „Haters“ hast (wie ich dieses Wort hasse) oder weil diejenigen neidisch auf dich sind.

Ganz oft liegt es einfach daran, dass sie dein Ziel selber nicht erreichen wollen, deinen Weg nicht verstehen.
DU hast es dir ausgesucht müde und maulig und hungrig zu sein um dann halbnackt braun angemalt ölig glänzend auf der Bühne zu stehen im Strassfummel und High Heels.
Das ist definitiv kein Ziel für jedermann.
Also bereite dich nicht nur auf fehlende Unterstützung vor sondern ggf. auch auf ein paar „doofe Sprüche“.  Mach einfach dein Ding.
Und bitte glaub mir: Je weniger Bilder Du bei Facebook oder Instagram von deiner Vorbereitung postest, desto weniger Angriffsfläche gibst du denjenigen, die es nicht verstehen.
Knüpfe stattdessen Kontakte zu anderen gleichgesinnten Mädels, die starten. Ihr werden euch besser verstehen und gegenseitig unterstützen können, an guten und schlechten Tagen.

 

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Warum hat mir keiner gesagt, dass ich mich hinterher IMMER fett fühlen werde?

Das ist einer der gravierendsten und wohl auch der langanhaltendste Aspekte an einer Wettkampfvorbereitung.

„Es war einmal ein Mädchen, das sehr glücklich war eine Größe 38 zu tragen und dabei ganz normal aussah. Kein Sixpack, keine Streifen, nix. Sie trug im Sommer gerne kurze Kleider und auch im Bikini fühlte sich sie wohl, nie machte sie sich Gedanken ob jemand ihren Bauch anstarren oder ihre Beine kritisieren könnte.“

Wir spulen den Film vorwärts: 3 Monate nach der Wettkampfdiät. Du bist wieder an Deiner Ausgangssituation angekommen, Größe 38. Alle Klamotten passen Dir noch und es könnte alles gut sein.

Aber alles, was Du siehst, ist Fett.  Du siehst nichts als Fett an Deinem Körper, Du fühlst Dich fett, siehst täglich wie Deine Bauchmuskeln verschwinden und kannst nicht aufhören, in den wachsenden Speck zu greifen und zu jammern.
Derselbe Körper, den Du vorher hübsch fandest, ist jetzt abstoßend geworden.

Diese Denke ist leider sehr verbreitet.
Wir werden überflutet mit Bildern von der Bühne oder sehen uns täglich die Bilder aus der Vorbereitung an. Dieser Look ist nicht realistisch für jeden Tag. Aber doch wollen wir es nicht wahr haben.

Dein Körper ist vielleicht nicht wie an Tag X, aber doch ist er ein wunderbares Geschenk und wir sollten dankbar sein, dass er uns so gute Dienste leistet.
…ganz am Ende ist die kleine Schicht Speck nur so etwas wie „Muskelschutz“.

 

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Warum hat mir keiner gesagt, dass ich eine Essstörung entwickeln werde?

Ich habe es schon oft geschrieben.
Eine der ersten Fragen, die ich meinen Mädels beim Coaching gestellt habe, ist, ob sie eine Essstörung haben oder hatten.
Dieser Sport produziert leider (!) mehr Essstörungen als uns allen lieb ist.
Oben habe ich schon zu zahlreichen, hiermit verknüpften Punkten, ausgeführt.
Eine Essstörung lässt sich keinesfalls mit einer Vorbereitung „kurieren“. Ganz im Gegenteil. Häufig wechselt die Essstörung von einem Extrem ins andere (Bulemie, Magersucht hin zur Sport- und Kontrollsucht).
Bitte versucht sicherzustellen, dass ihr bevor ihr in eine Vorbereitung startet, ein einigermaßen gesundes Verhältnis zum Essen und zu eurem Körper habt.

Das Thema Essstörung trifft nicht jeden, ich will hier keine Panik schüren.
Aber die Möglichkeit ist da. Wenn ihr keinen Coach habt, dem ihr da vertraut, dann bitte sucht euch kompetente Hilfe, wenn ihr den Eindruck habt, dass da etwas sehr stark aus dem Ruder läuft. Ihr habt nur die eine Gesundheit.

 

 

 

Eure Nixe Sabrina

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Der informative Blog, Teil 1c: Schuhe – Update2 (von Sabrina)

      526708_4323905213222_618139064_n_large   Das Thema Schuhe beschäftigt uns Frauen ja gerne mal unendlich. Meine Blogs Schuhe 1 und Schuhe 2 kennt ihr hoffentlich schon.   Aufgrund der Vielzahl der Nachfragen hier die neusten Neuigkeiten, was die Regeln des DBFV  (!) , also in Deutschland, und den IFBB angeht.  

Deutschland / National

Für den DBFV gilt immer:

Regelwerk laut Homepage!

  ________________________________________ Bikini Fitness

Es werden Schuhe freier Wahl getragen.

http://www.dbfv.de/bilder/wk_bikini.pdf ________________________________________ Fitness Figur

In Runde 1 und 2 werden Schuhe (High-Heels), Sohle max.1 cm, getragen (keine Plateau-Schuhe).

http://www.dbfv.de/bilder/wk_fff.pdf

________________________________________

 

Soweit, so gut. Ich habe ja schon zahlreiche Shoppingtipps in Blog 1 und 2 gegeben, das mag ich hier nicht wiederholen. Einfach mal da rauf klicken.

       

International (=WM, EM, Arnolds, etc.)

Hier hat der IFBB das Regelwerk u.a. auch bezüglich der Schuhe angepasst.

Regelwerk laut Website des IFBB (Anhand des Regelwerks weiß ich aber, dass die hier veröffentlichten Regeln nicht die aktuellsten sein können, aber wir richten uns nach den Websites):

________________________________________ Bikini Fitness

130.2 High-heels of any style and color will be worn during this round. Platform high-heels will be strictly prohibited.

http://www.ifbb.com/pdf/bikini_fitness_rules.pdf

________________________________________

Body Fitness (=Fitness Figur)

4. High-heels will be worn during this round. Shoe style and colour may be at the competitor’s discretion. Sole thickness will be no greater than 7.00 millimeters; stiletto height will be no greater than 120 millimeters. Platform high-heels will be strictly prohibited.

http://www.ifbb.com/pdf/Body_Fitness_Rules_-_updated_July_2011.pdf

http://www.ifbb.com/rules

________________________________________

       

Unabhängig davon hat der IFBB kürzlich folgende Bilder herausgegeben:

yes http://www.ifbb.com/wp-content/uploads/BIKINI-SIZES-IN-PICTURES-IFBB.pdf

Hier sieht man eindeutig, welche Schuhe freigegeben sind.

Es handelt sich dabei u.a. um die Modelle

  • Pleaser CHIC
  • Pleaser CARESS
  • Pleaser GALA

Und dann noch viele anderen Sandaletten oder Mules ohne Plateau, die man so im Laden bekommt. Es MÜSSEN keine transparenten Schuhe sein, es gehen auch schwarze oder silberne oder andersfarbige Schuhe.

10690206_10152353131243583_5396760023838050666_n Chic silber

Gala caress belle

    Alle Bilder stammen von meinem Lieblingsshop: http://www.crazy-heels.de/   Ich hoffe, dass damit alle Fragen beantwortet werden konnten. Ich freue mich auf regen Austausch mit Euch in meiner Bikini-Börse bei Facebook: https://www.facebook.com/groups/Bikiniboerse.Eisennixe/?fref=ts    

Eure Nixe Sabrina

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Der informative Blog, Teil 7b: Das schwarze Loch Teil 2 – meine Ratschläge (von Sabrina)

 

 


LUXUSLÄRM — Nichts ist zu spät (offizielles Musik… – MyVideo

 

Wenn du glaubst, dass du verlierst,
dann hast du verloren.
Erst wenn du’s nicht mehr versuchst.
Wenn du glaubst dir fehlt der Mut,
damit wurdest du geboren,
du hast ihn,
ich weiß es!

Nichts ist zu spät,
Nichts ist vorbei,
du kannst es ändern,
du kannst.
Du kannst.
Nichts ist zu spät,
Nichts ist vorbei,
du kannst es ändern,
du kannst.
Du kannst.
Und Nichts ist zu spät!

Der Plan war so gut
und doch kam alles anders.
Du fällst und du stehst wieder auf.
Den Satz hast du verloren,
doch nicht das ganze Spiel.
Spiel jetzt,
weiter!

 

 

Viele, viele Nachrichten erreichten mich nach dem 1. Teil dieses Blogs.

Ich wusste es vorher:
Es war schon ganz schön „mutig“ von mir, da so offen drüber zu schreiben.
Ich habe eine sehr „intime Episode“ meines Lebens mit Euch geteilt.

Und auch danke an diejenigen, die mich jetzt nicht besser kennen und sich Sorgen machen: Es geht mir gut. 😉

 

Wichtig war mir meine Geschichte mit Euch zu teilen, um gerade den „Anfängerinnen/Anfängern“ ohne kompetenten Coach zu zeigen – das alles ist möglicherweise ganz normal, das Chaos, der Frust, die Fresserei, die Schuldgefühle, das „schwarze Loch“.

 

An dieser Stelle sei betont, dass ich nur meine Geschichte wiedergegeben habe.
Es gibt viele verschiedene Varianten und sicherlich auch die, dass Ihr Euch mit all dem gar nicht identifizieren könnt, weil Ihr es nicht erlebt.
Dann gehört Ihr zu den wenigen Glücklichen.

 

Aber einige schrieben mir, dass sie ganz im Gegenteil zu mir getrieben von der Angst, wieder dick zu werden, ihren Plan mit der Diät einfach weiter durchgezogen haben, lieber „totale Kontrolle“ als Kontrollverlust.
Dabei muss man aufpassen, dass man nicht in eine unschöne Abwärtsspirale rutscht.
Es ist dieselbe Störung nur in anderer Form.

 

Und auch danke an diejenigen, die mir geschrieben haben, dass sie mittlerweile in guten Händen sind.
Es gibt dort draußen viele gute Coaches, ihr müsst nur den passenden für Euch finden, der Euch auch über den Tag X hinaus begleitet und betreut.
Und selbst wenn ihr keinen Coach habt oder haben wollt, das Internet bietet so viele Möglichkeiten – mehr dazu in meinen Tipps.

 

 

Wie versprochen möchte ich in diesem Teil 2 meines Blogs versuchen, Euch einige Ratschläge mit auf dem Weg zu geben, wie Ihr mit dem „schwarzen Loch“ umgehen könnt.

 

Ich sage nicht, dass es einfach wird. Auch habe ich leider kein „Allheilmittel“ oder eine tolle Tablette, die das alles ändert.
Aber man kann es aus der Anziehungskraft des „schwarzen Lochs“ herausschaffen.

 

1) Habt einen Plan für die Zeit nach Tag X

Hört sich easy an. Ist es aber nicht.

Wer von Euch nicht mit einem Coach arbeitet, sondern in Eigenregie seine Diät macht (ja, das geht), der sollte sich rechtzeitig einen „Schlachtplan“ für den Moment nach der Schlacht zulegen.

Das ist jetzt nichts, was ich erfunden habe, sondern nur etwas, was ich stark befürworte: „reverse dieting

Sicherlich kann man hier das Bankett, den Sonntag danach ausklammern, aber spätestens Montag sollte man sich wieder an einen Plan halten und dann Stück für Stück die Kalorienzahl und die Carbs wieder erhöhen, die Nahrungsmittelvielfalt wieder ausbauen, Dinge, die vorher gestrichen waren, wieder mit in den Plan aufnehmen.
Obacht bei Milchprodukten – viele entwickeln in einer Vorbereitung ohne Milchprodukte eine Lactoseintoleranz.
Auch solltet Ihr vorsichtig mit Zucker sein – der Heißhunger macht Euch sonst verrückt.

Das hört sich alles einfach an, ist es aber nicht.
Wenn der große Tag vorbei ist, dann müsst ihr in Euch die Motivation finden, weiter zu machen. Dabei hilft es sicherlich, wenn ihr Euch ab und an (z.B. 1x pro Woche) eine Mahlzeit außerhalb des Plans gönnt, aber Obacht: eine Mahlzeit dauert nicht 5 Stunden und umfasst auch keine Einkaufswagenmenge an Lebensmittel. 😉

Lasst Euch Zeit bei dem „reverse dieting“, damit Euer Stoffwechsel wieder in Schwung kommt und Ihr nicht unnötig mit Wasser- und Fettproblemen zu kämpfen habt.
Löst Euch aber dabei von der Vorstellung, dass ihr die Wettkampfform „konservieren“ könnt. Das geht nicht – außer Ihr seid bereit Langzeitschäden an Eurer Gesundheit zu riskieren.
Euer Hormonsystem wird ebenfalls einige Zeit brauchen, um wieder auf normal zu schwenken. Euer Körper muss erst verstehen, dass die „Hungersnot“ vorbei ist.
Ihr könnt aber auch mit ein paar Pfund mehr fit und gesund sein und aussehen.

Es gibt zahlreiche Artikel im Netz zum Thema, den muss und möchte ich nicht neu schreiben, da kann ich Euch nur meinen Freund Google ans Herz legen.
Einer der Besten in meinen Augen:

http://www.team-gorman.net/reverse-dieting/

 

Diejenigen, die einen Coach haben, werden das Thema sicherlich mit ihm/ihr besprechen können.

 

 2) Weiter trainieren

Auch dieses geht einher mit dem „reverse dieting“.

Ich persönlich habe nach Ende der Saison gerne eine Woche frei von den Gewichten gemacht. Eine Pause nach so einer intensiven Trainingszeit ist in meinen Augen notwendig für Körper und Geist.
Das Cardio sollte man aber weiterlaufen lassen.

Nicht nur, weil es gut für Euch ist, sondern auch, weil Ihr auch mit Plan mehr essen werdet.
Das Cardio hilft Euch, mit dem Wasser und der Energie umzugehen.

Allerdings solltet Ihr das Cardio, besonders wenn ihr von sehr hohen Mengen (es gibt Dinge wie 2x 1 Stunde am Tag, wovor es mich persönlich GRUSELT!), reduzieren. Stück für Stück, Woche für Woche.

Nicht von 100% auf 0, aber wer von 6 Tage á 1 Stunde kommt könnte in der 1. Woche nach dem Wettkampf direkt runter gehen auf 4-5 Tage á 45 Min. usw. Das ist nur ein Gedankenansatz und keine Trainingsempfehlung – hört auch Euren Körper und falls vorhanden auf den Coach!

Die Zeit nach dem Wettkampf kann man übrigens ganz hervorragend nutzen, um an Schwachstellen zu arbeiten. Euer Körper ist wie wild darauf aus, mit der wieder einströmenden Energie zu arbeiten – volle Power fürs Training.
Dennoch solltet Ihr auch hier an dem Umfang etwas runter schrauben – man MUSS nicht dauerhaft 6 Tage die Woche auf hohem Niveau trainieren.

 

Also gilt auch hier: Direkt einen neuen Plan machen und befolgen.
Direkt nach dem Wettkampf weiß man ja auch, woran man noch arbeiten muss.

 

Selbst wenn ihr nicht gleich eine Trainingspause einlegen mögt, behaltet sie im Auge. Euer Körper braucht sie früher oder später und sie wird förderlich sein, da müsst ihr nur den Kopf von überzeugen. 😉

 

3) Suche Dir neue Herausforderungen

Überlege Dir einmal, wer Du bist außerhalb des Studios, außerhalb des Sportes.

Wenn ich „neue Herausforderungen“ schreibe, dann meine ich damit nicht unbedingt sportliche.
Ich kenne viele, die direkt wieder in die Wettkampfvorbereitung gehen – oder zumindest in die Planung. Daran ist nichts Falsches. Für alles gibt es den richtigen Moment und wenn es das ist, was Euer Herz begehrt, dann nur zu und mit Volldampf voraus!

Es gibt aber auch diejenigen, die erst mal eine Pause brauchen, die nicht direkt in den Aufbau oder die nächste Diät einsteigen wollen, die Abstand brauchen, weil sie vielleicht emotional oder körperlich erschöpft sind.
Das mag speziell diejenigen betreffen, die keinen kompetenten Coach an der Seite hatten oder die einfach über den Punkt waren zum Tag X.

Neue Herausforderungen können überall liegen. Vielleicht wollt Ihr einfach einen andere Sport ausprobieren, mal wieder Laufen gehen oder Boxen?

Oder Ihr macht endlich einen Kochkurs, nachdem Ihr in der Diät die ganze Zeit Rezepte gesammelt oder die Küchenschlacht geguckt habt (so wie ich, beim Cardio). *lach*

Oder Ihr macht etwas ganz anderes, Kreatives, verbringt mehr Zeit mit Euren Lieben.
Fangt ein Fernstudium an oder der Hausbau steht an.
Bei mir war es dieser Blog, die Eisennixe, Glitzer und Coaching, Team Andro und ein wenig Verbandsarbeit – all das hat mir gut getan.
Ich habe mich da quasi reingestürzt, in all die Dinge, die ich schon immer mal machen oder ausprobieren wollte.
Neugierig und offen und endlich wieder Spaß an Dingen haben (nachdem mir eine Zeitlang ja so gar nichts Spaß machte…).

 

Was auch immer es für Euch ist: Neue Herausforderungen helfen Euch definitiv dabei nicht ins „schwarze Loch“ zu stürzen. Vielleicht schliddert Ihr am Rand entlang und ein Fuß hängt manchmal, an schlechten Tagen, drüber. Aber ihr fallt nicht.

Hört in Euch rein und findet Dinge, die ihr aufgrund der Vorbereitung auf „später“ verschoben habt und nehmt sie jetzt in Angriff.

 

 

4) Lege Dir ein gutes Support-Netz zu

Beste Freundin, Schatzi, Mutti, Mit-Streiterin auf der Bühne, Coachi oder die Nachbarin – jetzt braucht ihr mehr denn je ein gutes Support-Netz.

Ich kann nur empfehlen, offen mit Euren Lieben umzugehen. Erzählt Ihnen von der Möglichkeit des „schwarzen Lochs“ und bittet sie um Unterstützung.

Wendet Euch an den weniger guten Tagen an sie, sie werden Euch auch weiterhin Halt geben.
Macht Euch dabei nicht verrückt, jeder Mensch hat mal schlechte Tage, auch ganz unabhängig von einer „Nach dem Wettkampf-Phase“… bei einigen Arbeitskollegen könnte man meinen, sie seien auf Hardcore-Diät. 😉

Das alles ist ein fortwährend andauernder Prozess. Es wird von Tag zu Tag besser werden.
Wenn ihr einen richtig miesen Tag habt, dann lasst Euch – wenn es hilft – ruhig mal kurz hängen. Aber danach muss das Krönchen gerichtet werden:

 

hinfallen,-aufstehen,-Krone-richten,-weitergehen

 

 

5) Tu etwas für Dein Selbstwertgefühl, finde Balance und sei realistisch

Dieser Punkt dauert fort. Er hört nie auf. Es ist eine fortwährende Arbeit an Eurem Geist, Eurem Selbst.

 

Ich glaube es ist erst einmal wichtig, dass Ihr Euch davon löst, Euch über den Körperfettwert Eures Körpers zu definieren.

Klar, die ganze Aufmerksamkeit bei Facebook und vielleicht auch die noch anstehenden Ziele wie der nächste Wettkampf, einmal international starten oder die Proficard anstreben – all das motiviert Euch zu einer Topform,  aber alles zu seiner Zeit.

Eurer Gesundheit zu Liebe müsst ihr mehr Essen, damit zwangsläufig mehr wiegen. Nach dem Wettkampf kann vor dem Wettkampf sein, aber mit Verstand.
Nicht mit Quälerei oder gesundheitsschädigend.

Die Waage, das Maßband, all das sind nur dusselige Zahlen, denn Ihr seid trotzdem fit und viel wichtiger: gesund.

 

Also fangt an Euch im Spiegel anzulächeln, findet Freude an dem neuen starken Körper, den Ihr jetzt habt. Und gebt es zu: Es macht doch richtig Spaß die schweren Gewichte zu bewegen. 🙂
Und das heißt nicht, dass ihr keine neuen Ziele haben dürft.
Sondern nur, dass Ihr auch ohne Sixpack an Euch selber glauben sollt. Denn Ihr seid toll!

 

Zwischen all dem, Lifestyle und dem „normalen Leben“ mit Job und Alltagsverpflichtungen, Euren Wünschen und Zielen, müsst Ihr eine Balance für Euch finden.
Was ist Euch wichtig?
Und was nicht mehr?

In so einer Vorbereitung trennt sich ja die Spreu vom Weizen und man merkt auch, woran man eigentlich gar keinen Spaß mehr hat (z.B. sich jedes Wochenende volllaufen zu lassen).

Findet Balance für Euch mit den Dingen, die Euch gut tun und findet so zur Ruhe.
Das Gedankenkarussell kann erst mal abgedeckt werden.

 

 

Bei all dem: Seid realistisch.

Ich schreib das hier so locker flockig weg, aber es ist ein ganz schönes Stück Arbeit.
Auch mit einem erfahrenen Coach an Eurer Seite.
Der kann Euch zwar Tipps geben und tolle Pläne schreiben, aber er kann nicht in Eurem Kopf sitzen und Euch „Happy“ vorsingen wann immer Ihr (ver-)zweifelt.

Aber habt keine Angst vor der Erfahrung. Wir wachsen an harten Zeiten, werden stärker und können alles überstehen.

 

Ich kann an dieser Stelle wirklich sagen:

Been there, done that.

 

Ich weiß, wovon ich spreche.
Beim ersten Mal hatte ich wirklich keinen Plan – und es hat lange gedauert, bis ich mich gefangen hatte und wieder nach vorn blicken konnte.

Nach meiner 2. Saison hatte ich einen Plan, habe diesen aber aufgrund äußerer Umstände (Job) allzu leichtfertig aus den Augen verloren.

 

Auch mit einem Plan könnt ihr also vom „Weg“ abkommen.

Aber das macht nichts.
Ihr pflückt einfach ein paar Blumen, die da stehen und dann geht’s ab zurück Richtung Sonne.

 

Ich wünsche Euch allen viel Kraft dabei, diese Phase zu überwinden, solltet Ihr drin stecken oder sie bekommen.
Ich bin mir sicher, dass es nicht jeden „trifft“ – aber das Feedback auf den 1. Teil spricht für sich.

 

 

Eure Nixe Sabrina

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