Der informative Blog, Teil 14: Verbände in Deutschland – Unterschiede und Hintergründe

Quelle: https://pixabay.com

 

Wer, wie, was, wann, wo, warum???
Immer wieder stehen junge Frauen und Männer vor der Frage: Welchen Verband soll ich wähle? Und welche Unterschiede gibt es dabei? 

Ähnlich wie beim Boxen gibt es für Bodybuilding-Begeisterte quasi die Qual der Wahl. 

Allein in Deutschland sind aktuell diverse Verbände aktiv, aber wenn man den Blick noch weiter öffnet ins Ausland gibt es noch mehr Alternativen. 

 

Als Einstieg möchte ich zunächst kurz auf die Ursprünge des Wettkampf-Bodybuildings eingehen: 

Die Geschichte des Bodybuilding 

Grabmalereien, die man in Ägypten entdeckte, deuten darauf hin, dass Bodybuilding schon vor Jahrtausenden betrieben wurde. Auf den Malereien sollen ägyptische Frauen und Männer bei einer Art Krafttraining zu sehen sein, welches auf Grund der verwendeten Hilfsmittel durchaus mit dem heutigen Bodybuilding zu vergleichen ist. In Europa verfügten die Völker des heutigen Griechenlands schon vor ungefähr 4000 Jahren über ein eindrucksvolles Wissen rund um die Beschaffenheit des menschlichen Körpers und seinen Muskeln. In speziell errichteten Trainingsanlagen, den so genannten Gymnasien, betrieben die griechischen Athleten Kraftsport und Bodybuilding, um sich auf bevorstehende Wettkämpfe vorzubereiten. Für ihr Training verwendeten sie, genau wie die Bodybuilder heute, verschiedenste Gewichte und Hanteln.

Wohl der Grundstein des modernen Bodybuilding-Wettkampfes: 

Der 1867 geborene Friedrich Wilhelm Müller, alias Eugen Sandow, übernahm die Vorreiterrolle des Kraftsports, insbesondere des Bodybuildings.
Müller trat in ganz Europa in Bühnenshows auf, wo er Eisenstangen verbog und ein Elefantenbaby und ein Pferd stemmte. Diesen Aufführungen verdankte der Kraftsport seine schnell zunehmende Popularität. Am 14. September 1901 veranstaltete Sandow in London unter dem Titel „The Great Competition“ den ersten großen Bodybuilding-Wettbewerb.
Eugen Sandow mimte vor Fotografen die Posen antiker Statuen. Mehrere Posen Sandows blieben erhalten und werden bis heute an Bodybuilding Wettkämpfen gezeigt. (Quelle)

 

…auch damals in Ägypten waren schon Frauen dabei – jawohl!

Wir erleben gerade wieder einen enormen Fitness-Boom. 
Sowohl, was den Breitensport angeht, als auch bezüglich des Wettkampfsportes. Immer neue Klassen sorgen dafür, dass auch immer mehr Starter die Bühne betreten. 

Wie viele von Euch vielleicht wissen, bin ich ein „IFBB“-Mädchen, d.h. ich bewege mich seit Jahren in dem Umfeld des DBFV, bin selber dort gestartet, habe Athleten betreut und vorbereitet, von Wettkämpfen berichtet und werde in dieser Woche meine erste Meisterschaft als Kampfrichterin bewerten. 

Das bedingt, dass ich mich wohl ziemlich gut mit dem DBFV (IFBB) auskenne, aber ich blende die anderen Verbände nicht aus. 
Beim NAC Germany war ich mehrfach als Zuschauer und Betreuer, kenne auch Starter privat. 
Was die übrigen Verbände angeht verfüge ich leider nicht über persönliche Erfahrungen, ich habe mich aber bemüht für Euch einige Infos zusammenzutragen. 

 

Die verschiedenen Verbände

Es gibt in Deutschland derzeit Meisterschaften folgender Verbände: 


DBFV
Deutscher Bodybuilding- und Fitness-Verband e.V. (IFBB)

 

 

NACG National Athletic Committee Germany (NAC International)

 

NBBUI Germany (ehem. Teil der WABBA, mittlerweile selbständig)

 

 

DFFV / WFF Germany (ausgegründet aus der NABBA – gehört zur WFF World Fitness Federation und NABBA International) 

 

GNBF German Natural Bodybuilding & Fitness Federation e.V.

(noch) nicht in Deutschland aktiv: 
WBFF World Beauty Fitness and Fashion Inc.

 

Einige der Verbandshistorien sind etwas tricky, viele Verbände sind als „Splittergruppen“ durch Ausgründung von ehemaligen Mitgliedern entstanden, immer mit dem Ziel, die Dinge anders zu machen.  

Entstehungsgeschichte (ein kleiner Exkurs)

(Quelle)

Bis 1940 war die Bodybuildingszene unter der Kontrolle der AAU Amateur Athletic Union.
1946 gründeten die Brüder Ben und Joe Weider den Verband IFBB International Federation of Bodybuilders. Sie waren der Ansicht, dass der AAU nur an der Vermarktung des Gewichthebens interessiert waren und wollten das Bodybuilding voranbringen. 

1969 wurde der IFBB Mitglied des GAISF (heute Sportaccord) und gehört heute zu den größten Sportorganisationen der Welt (z.Z. 192 Mitgliedsstaaten). 

19 Jahre nach Gründung des Verbandes fand als Profi-Wettkampf der IFBB der erste Mr. Olympia statt. Larry Scott durfte sich am 19. September 1965, in der Brooklyn Academy of Music (New York City), in einer Halle ohne Stühle, vor einer kleinen eingeschworenen Fangemeinde, als erster in die Geschichtsbücher der IFBB eintragen lassen. (Quelle)

Der NABBA-Mr. Universe ist der bedeutendste und traditionsreichste Mr. Universum- Wettbewerb im Bodybuilding. Er wird seit 1950 von der NABBA National Amateur Bodybuilders Association ausgetragen und galt jahrelang als inoffizielle Weltmeisterschaft. Zahlreiche Stars früherer Tage wie John Grimek, Steve Reeves, Reg Park oder Arnold Schwarzenegger begründeten ihre internationale Karriere mit dem Gewinn des damals angesehensten Titel im Bodybuilding. Ab Ende der 1960er Jahre verlor der NABBA-Mr. Universe mit Erstarken des Konkurrenzverbandes IFBB und der damit verbundenen Etablierung neuer Wettbewerbe wie dem I.F.F.B.-Mr. Olympia und dem I.F.F.B.-Mr. Universum stetig an Prestige.
Seit 1984 führt die NABBA neben dem Mr. Universe verbandseigene reguläre Weltmeisterschaften durch.
In Deutschland gibt es derzeit keinen NABBA-Bundesverband, aber im Nachbarland: NABBA Austria .  (Quelle)

Der Deutsche Bodybuilding- und Fitnessverband e.V. wurde 1966 gegründet (DKV), 1979 neu konstituiert (DBKV) und ist mit Abstand die größte und traditionsreichste Bodybuilding-Organisation in Deutschland. Zu den Gründungsmitgliedern der 1966 als Deutscher Kraftsport-Verband entstandenen Organisation, zählen unter anderem Albert Busek und Arnold Schwarzenegger.
Der DBFV e.V. und seine angeschlossenen 15 Landesverbände organisieren seit Gründung regionale, nationale und internationale Meisterschaften. Termine findet ihr hier.
Der DBFV e.V. ist als einziger nationaler Verband seit 1977 dem Welt-Dachverband IFBB (International Federation of Bodybuilding and Fitness) und seit 2002 dem Europäischen Verband EBFF (European Bodybuilding and Fitness Federation) als Mitglied angeschlossen. (Quelle)

Speziell für den Fitnessbereich gründete die NABBA International im Jahre 1990 die WFF World Fitness Federation, hier Deutsche Fitness und Fitnessmodelverband e.V. (DFFV). (Quelle) Derzeit gibt es die Deutsche Meisterschaft, 2017 in Kulmsbach/Bayern, sowie eine German Open in Bayern.

Der NACG wurde 1999 in Köln mit dem Ziel gegründet, einen athletenfreundlichen und von demokratischen Strukturen geprägten deutschen Dachverband für Fitness, Athletik und Bodybuilding in Konkurrenz zum bereits seit 1966 bestehenden DBFV zu etablieren. Er besteht aus vier Landesverbänden (Nord, Ost, Süd, West) und veranstaltet neben vier regionalen Meisterschaften auch Deutsche Meisterschaften. (Quelle)

Die German Natural Bodybuilding & Fitness Federation e. V. (kurz GNBF) wurde am 1. März 2003 in Hamburg gegründet und fördert das dopingfreie Bodybuilding. Derzeit finden Deutsche Meisterschaften statt, 2017 in Bayern und NRW.  (Quelle)

Die WBFF World Beauty Fitness and Fashion Inc. wurde 2007 vom ehem. IFBB-Profi-Bodybuilder Paul Dillett gegründet. Auch dieser Verband zielt eher auf die Fitnesssparte, auch im Hinblick auf Modelljobs, ab. Der Verband ist weltweit aktiv, die Worlds finden derzeit in London statt. (Quelle)

Seit Anfang 2017 gibt es in Deutschland die NBBUI (eine Ausgründung aus der WABBA Germany). Die näheren Details zur Gründung findet ihr hier: Quelle 
Die Deutschen Meisterschaften finden 2017 in Erfurt und Pfungstadt statt. 

Nun wisst ihr ungefähr, wie die Verbände entstanden, wo die Ursprünge sind und habt auch eine Vorstellung davon, wie die regionale Verteilung bzw. Schwerpunkte innerhalb Deutschlands die jeweiligen Verbände haben. 

 

Und nun?

Eins haben alle Verbände gemeinsam: Sie alle geben an, dass sie zum Wohle der Athleten gegründet wurden, demokratisch und athletenfreundlich agieren. 

 

ge·me̱i̱n·nüt·zig

Adjektiv

  1. so, dass es nicht auf Gewinn ausgerichtet ist, sondern dem allgemeinen Wohl dient.

    „ein gemeinnütziger Verein“

 

Auszug Satzung DBFV:

§ 1 Name und Sitz
Der Verband führt den Namen Deutscher Bodybuilding- und Kraftsportverband.
Er ist nicht auf Gewinn ausgerichtet und auf demokratischer Grundlage aufgebaut. 

 
§ 2 Zweck
Der Verband hat zur Aufgabe, nach dem Grundsatz der Freiwilligkeit und unter Ausschluß von parteipolitischen, konfessionellen, beruflichen, rassischen und militärischen Gesichtspunkten den Sport zu fördern. Dieser Zweck wird wie folgt erreicht :

  1. Die Förderung von Bodybuilding und Kraftsport.
  2. Die Förderung sportlicher Tätigkeit mit Widerstand (Gewichten)- Geräten und Gymnastik     im Ausmaß medizinischer Empfehlung – im Sinne des Fitness-Sportgedankens.
  3. Die Förderung sportlicher Tätigkeiten mit Gewichten und Geräten zur Entwicklung von Kraft für verschiedene Sportdisziplinen und Kraftleistungswettkämpfe.
  4. Die Forschung und Entwicklung der in Punkt 1-3 bezeichneten Disziplinen.
  5. Die Ausrichtung von Veranstaltungen und Wettkampfmeisterschaften mit lokaler,           regionaler, nationaler und internationaler Beschickung.
  6. Werbung und Aufklärung im Sinne sportlicher Öffentlichkeitsarbeit für die betreuten     Disziplinen.

    Der Verband verfolgt diese Ziele ausschließlich und unmittelbar durch eigenes Wirken auf gemeinnütziger Grundlage im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung 1977 (§§ 51 ff. AO).

    Seine Tätigkeit ist selbstlos, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Verbandes dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Verbandes. Es darf darüber hinaus keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
    Die Führung eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes schließt die Steuervergünstigung nicht aus. Erwirtschaftete Gewinne sind aber ausschließlich für satzungsmäßige Zwecke zu verwenden. Die Inhaber von Verbandsämtern (Vorstandsmitglieder) üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus.
    Übersteigen die anfallenden Arbeiten das zumutbare Maß einer ehrenamtlichen Tätigkeit, so kann ein hauptamtlicher Geschäftsführer und das hierfür erforderliche Hilfspersonal eingestellt werden. Für diese Geschäfte dürfen aber keine unverhältnismäßig hohen Vergütungen gewährt werden.

§ 11 Aufbringung und Verwendung der Geldmittel
Die Geldmittel werden aufgebracht durch Beitrittsgebühren, Mitgliedsbeiträge, Erträge aus Veranstaltungen, Spenden und Zuwendungen etc. Die Mittel des Vereines dürfen nur dem Sport dienenden Zwecken zugeführt werden. Sie werden unter anderem für die Aufrechterhaltung des Verbandsbetriebes und für die Ausrichtung von Wettkampfveranstaltungen verwendet. Entsprechend des Umfanges der zu bewältigenden Aufgaben kann vom Vorstand für außerordentliche Leistungen, die der ehrenamtlichen Tätigkeit nicht mehr zugemutet werden können, durch einstimmigen Beschluß eine angemessene
….

 

Quelle

 

Gemeinnützigkeit vereint die vorgestellten Verbände. 

Aber: Jeder muss für sich selber entscheiden, wo er starten möchte. 

Der IFBB bietet die sicher bekannteste Profi-Liga an – der Mr. Olympia ist wohl der größte und bedeutenste Profi-Wettkampf mit diversen Klassen und immensen Preisgeldern.

Auch andere Verbände etablieren nach und nach eigene Profi-Ligen, aber es lässt sich wohl sicher sagen, dass der IFBB durch die Größe und Reichweite die beste Möglichkeit bietet, sich auf Weltniveau zu messen – wenn man das denn dann will. 

Das allein reicht nicht aus, um die Entscheidung zu treffen: Wo starte ich?
Es muss auch die passende Klasse für einen geben. 

 

Die Klasseneinteilungen

Ich werde mich hierbei auf die Klassen für Frauen beschränken, wir sind ja immer noch bei der Eisennixe. 😉

Zunächst die grobe Übersicht für alle Klassen und alle Verbände:

 

Jetzt etwas mehr ins Detail: 

Die Bikini-Klassen

DBFV Bikini-Fitness

DBFV Bikini Wellness (neu in 2017, hier ein internationaler Look bzw. ein erstes Bild der regionalen Meisterschaften)

 

NACG Bikini Shape

 

WBFF Diva Fitness Modell (sicher allen bekannt: Andreia Brazier)

WBFF Diva Bikini Modell

WBFF Commercial Modell

 

NBBUI Miss Beauty (es war schwer, hier Bilder zu finden!)

NBBUI Miss Bikini

 

DFFV Sportmodell

DFFV Bikini

GNBF Bikini

 

Die Figur-Klassen

DBFV Fitness Figur

DBFV Fitness-Leistung

NAC Figur (Quelle Pflichtposen)

 

NBBUI Miss Shape

NBBUI Miss Figur

 

 

DFFV Figur

DFFV Aerobic Fitness

GNBF Figur

muss ich nachreichen

WBFF Diva Figure Model

 

Die Bodybuilding-Klassen

DBFV Physique

 

NACG Bodybuilding

NBBUI Miss Physique

 

GNBF Athletik

© Sportagentur Werner / www.picture4u.de

GNBF Bodybuilding

 

 

Wer interessiert genug war, bis hierhin zu lesen: Danke. 

 

Dieser Blog war einige Arbeit und ich hoffe, das alles hilft ein wenig bei dem ersten Einblick.

Die genauen Regelwerke findet ihr auf den jeweiligen Homepages und es gibt zahlreiche Videos und Fotos online von den Klassen. Viele Verbände bieten auch Seminare an zum reinschnuppern. Am Besten macht ihr euch selber ein Bild, vor Ort, fahrt zu Meisterschaften und dann ab dafür! 

  

Eure Nixe Sabrina

Der informative Blog, Teil 13: Die Packliste

Die Themen für den informativen Blog werden weniger,  aber mich erreichen immer wieder einzelne Fragen.
Daher hier eine Liste, die meine liebe Mit-Eisennixe Aline vor einiger Zeit für einen unserer Workshops erstellt hatte. 

Sie ist aber immer noch aktuell!
….am Besten packt Ihr das alles einige Zeit vorher, gerade die letzten Tage der Diät ist man Gehirn-Zombie und vergisst die Hälfte. 

 

Brauch‘ ich…..                                                    

  • Handtuch/ Decke/Schlafsack/Kissen
  • Essen/Supplemente
  • Wasser
  • Strohhalme fürs Trinken
  • Gemütliche Kleidung (FlipFlops, Hosen, Socken ohne Gummizug (Abdrücke!!),…
  • Wechselklamotten für hinterher 🙂
  • DM -> Schicke Klamotten fürs Bankett
  • Starterlizenz
  • Personalausweis
  • Kleine (!) Sicherheitsnadeln für Starternummer
  • Wettkampfbikini(s)
  • Schuhe (eventl. 2. Paar wegen Reglement)
  • ggf. Gelpads für die Schuhe – auch hier geht doppelseitiges Klebeband 😉
  • Schmuck für Wettkampf
  • Schmuck für danach 🙂
  • Make Up 
  • Kamm/Bürste/Glätteisen/Haarspray/Hitzeschutzspray/Lockenstab/
    Lockenwickler/Haarnadeln/Haargummis/….
  • Vaseline für die Zähne (nicht lachen, ggf. ist Euer Mund so trocken, dass das hilft)
  • Spiegel (wenn ihr einen habt, nehmt ihn mit, Backstage sind oft keine oder viel zu wenige!)
  • Farbe inkl. Schwamm, Roller für Ausbesserungsarbeiten
  • Latexhandschuhe damit sich niemand vollschmiert (lieber mehrere Paare)
  • Glanz (Produkt oder Babyöl)
  • Bikinibite (kann man sich ggf. im Team teilen, Doppelseitiges Klebeband soll auch gehen)
  • Therabänder zum Aufwärmen
  • Feuchttücher (z.B. zum Reinigen der Toilettensitze – am Besten aber gar nicht hinsetzen!!! Das ist sonst Riesenschweinkram..)
  • Zahnbürste + Zahnpasta, Pfefferminz, Kaugummis – aber nicht auf der Bühne!!!
  • Kleines Nähset für Unfälle
  • Nagelset
  • Ersatznägel zum Aufkleben für den Notfall
  • Schere
  • kleine Zange für Notfälle mit Bikini oder Schmuck
  • Sekundenkleber
  • Tampons (wir wollen ja nix unerwähnt lassen)
  • Rasierer, Rasierschaum
  • Taschentücher
  • Geld
  • Süßigkeiten
  • ggf. etwas zuckerhaltiges für den Kreislauf und etwas gegen mögliche Krämpfe (bitte immer in Abstimmung mit Eurem Coach!!)
  • Fotoapparat
  • Ladekabel fürs Handy
  • ggf. Verlängerungskabel oder Mehrfachsteckdose
  • Ohropax/Schlafmaske
  • Isomatte und Kopfkissen für Backstagebereich
  • Was Schönes zum Lesen /MP3-Player

 

 

Wenn es Themen gibt, die Euch noch interessieren, dann schreibt mir gerne bei Facebook oder hier. 

Eure Nixe Sabrina

Der informative Blog, Teil 12: Kampfrichter beim DBFV – Ein Blick hinter die Kulissen.

 

Wer mich kennt, der weiß, dass ich schon viele der zahlreichen Facetten des Wettkampfbodybuildings erleben durfte:

  • anfänglich als reiner Fan
  • aktive Athletin
  • Orgateam und Helferlein bei Meisterschaften
  • Betreuer/Coach
  • „rasende Reporterin“ für Team Andro
  •  mit viel Glitzer und Herzblut zur „Bikini Queen“ mit Posing und Bikinis 
  • und nun der Schritt hinter den Kampfrichtertisch.

Ich habe mir selbst und dem Sport immer versprochen: Wenn die Zeit mit Team Andro einmal vorbei ist, mache ich meinen Kampfrichterschein.
Das war dann Anfang 2016 mit der theoretischen Prüfung so weit. Es folgten zwei praktische Prüfungen (Probewertungen).

 

Mit der Unterstützung unseres Bundeskampfrichterreferenten Michael Enzo König möchte ich nun meinen Blog nutzen, um Euch auch zu diesem Bereich des DBFV etwas „Informatives“ zu schreiben.

Auch ich habe schon im Publikum gesessen und mich über Entscheidungen gewundert, konnte es nicht nachvollziehen. Ganz oft lag das aber daran, dass ich schlicht zu wenig über das System wusste.
Wie entsteht so eine Wertung, was steckt dahinter, wie läuft das überhaupt ab.

Die Grundlagen für die Wertung

Auf der Homepage des DBFV finden sich für jede Klasse die Wettkampfregeln.

http://dbfv.de/wettkampfregeln/

Diese enthalten u.a. die Bewertungsrichtlinien.
Zitat für die Bikini-Fitness Klasse:

Bewertungsrichtlinien:
Symmetrische Körperform, Proportion, weibliche Ästhetik, Frisur, Make up, sportive, feminine Gesamterscheinung.
Eine gute Form ist relevant, Muskulosität oder Definition sind keine Wertungskriterien.

Wie der Name es schon sagt – es sind nur „Richtlinien“.
Anders als beim Weitsprung, wo man bequem nachmessen kann, wer den besten (=weiteste) Sprung gemacht hat, gibt es beim Bodybuilding eine an Richtlinien orientierte Wertung. Und diese ist niemals ganz frei vom persönlichen Geschmack.
Das gilt für das Line Up und die sogenannten Vergleiche als auch für die Kür.

Im klassischen Männer-Bodybuilding ist es leichter, aber gerade die neueren Klassen verlangen einiges auch von den zum Teil langjährigen Kampfrichtern ab.
Ich beschäftige mich quasi seit Tag 1 mit der Bikiniklasse. Und weiß doch nicht immer, wer gewinnen sollte und wer ggf. zu viel/zu hart ist. Gleiches gilt für die Figurklasse, die Frauen Physique und auch die Men’s Physique.
 
Und bitte glaubt mir: Es ist noch einmal etwas ganz anderes im Publikum zu sitzen und mit den Sitznachbarn zu fachsimpeln, wer denn Erster oder Zweiter wird als dort vorn am Tisch zu sitzen und binnen Sekunden zu entscheiden über „hop“ oder „top“ bzw. dabei jeden Platz vom 1. bis zum 15. nach bestem Wissen und Gewissen zu platzieren.
All das unter großem Zeitdruck, damit die Meisterschaften nicht zu lange werden für die Zuschauer und wartenden Athleten.

Die Wertung vor Ort

Die Wertung beginnt in dem Augenblick wenn die Athleten die Bühne betreten.
Und sie endet erst dann, wenn sie die Bühne verlassen.

Zitat Erich Janner:
„Es gewinnt der- oder diejenige mit den wenigsten Schwächen bzw. Fehlern“

Heißt: Welcher Athlet auf der Bühne ist derjenige mit den wenigsten Schwächen?
Perfekte Athleten gibt es höchst selten, daher schaut man auf das „Gesamtpaket“. Unter Berücksichtigung der Bewertungskriterien jeder einzelnen Klasse.
Deshalb siegt auch nicht immer derjenige mit der größten Härte (auch wenn alle immer darauf achten: Härte erscheint im Regelwerk nicht als alleiniges Wertungskriterium) oder der meisten Muskulatur, sondern oftmals derjenige mit dem besten Paket.

Dabei gibt es einige Faktoren, die den Gesamteindruck stören können:
Großflächige Tätowierungen z.B. machen es leider schwierig, die Muskulatur und Form richtig erkennen zu können.
Extreme Hautunreinheiten können zu einem Punktabzug führen, ebenso ein „Zuviel“ an Körperfett, übertriebene Grimassen, fehlerhaftes Einnehmen von Grundstellungen oder Grundposen oder unsportliches Verhalten.

Das System

Auch hierzu stehen einige Details in den Wettkampfregeln, wieder im Beispiel Bikini Fitness:

4. KAMPFGERICHT UND AUSWERTUNG
Das Kampfgericht kann aus 5, 7 oder 9 Kampfrichterinnen u. Kampfrichter bestehen.
Jede Teilnehmerin erhält gemäß den Bewertungskriterien pro Runde von den Kampfrichtern eine Platzziffer.
Für einen 1. Platz die Platzziffer 1, für einen 2. Platz die Platzziffer 2 usw.
Die höchste und niedrigste Platzziffer wird gestrichen (bei 9 Kampfrichtern die zwei höchsten- und niedrigsten Platzziffern) und die verbleibenden addiert. Die Teilnehmerin mit der niedrigsten Platzziffer ist Siegerin.

Das wollte ich mal etwas ausführlicher erklären:

Generell gibt es 2 (3) Wertungsrunden:

  1. Vorwahl; evtl. eine Eliminationsrunde bei mehr als 15 Startern
  2. Vergleiche im BB (zählt doppelt im Finale am Abend, 2/3) oder das Finale bei den Klassen ohne Kürvortrag 
  3. Kür (zählt 1/3)

Die Punkte aus der Vorwahl werden nicht mit ins Finale genommen, hier geht es einzig um den Einzug ins Finale. Trotzdem müssen alle Athleten gewertet werden. D.h. Ihr müsst direkt entscheiden wer Platz 6 und wer Platz 13 hat.
Je nach Klasse ist das einfacher oder schwerer.

Zurück zum Kampfgericht:
Auf einer regionalen Meisterschaft besteht es meistens aus 5 Kampfrichtern.
Von diesen 5 Kampfrichtern kommen 5 Wertungen.

Das ist relativ einfach:
Wenn der Kampfrichter einen Athleten auf Platz 1 sieht bekommt dieser Platzziffer 1.

Von allen Wertungen werden die Beste und die Schlechteste gestrichen (nach Vorgabe durch den Weltverband). In der Tabelle sind die Streichergebnisse gelb markiert.

Athlet 1: eine 1 und eine 3 werden gestrichen.
Verbleiben: 2+1+2 = 5 Punkte.

Athlet 2: eine 1 und eine 2 werden gestrichen.
Verbleiben: 2+1+1 = 4 Punkte.

Damit liegt Athlet 2 vorne. In diesem Fall wären 3 Punkte die „Idealpunktzahl“.
Auch wenn das nicht zwangsläufig heißt, dass ALLE Kampfrichter den Athleten auf 1 gesehen haben.

 

Auf der Deutschen Meisterschaft gibt es 9 Kampfrichter.

Bei den Deutschen bzw. Int. Deutschen Meisterschaften werden die Kampfrichter durchgewechselt. Zumeist wechseln die Kampfrichter, so dass nicht jeder alle Klassen wertet.
Kampfrichter eins wertet dann z.B. die Vorwahl Bikini 1, aber nicht unbedingt auch das Finale Bikini 1. Die Einteilung hierfür erfolgt erst kurz vor dem Wettkampf durch den Hauptkampfrichter bzw. Bundeskampfrichterreferenten.
Hierbei werden pro Bundesland nicht mehr als zwei Kampfrichter in einer Klasse eingesetzt, die natürlich dann auch nicht nebeneinander sitzen.

Bei 9 Kampfrichtern werden jeweils die zwei besten und die zwei schlechtesten Wertungen gestrichen:

Beispiel:

Athlet 1: eine 1, eine 2, und zwei 3 werden gestrichen.
Verbleiben: 2+2+3+3+2 = 12 Punkte.

Athlet 2: zwei 1 und zwei 2 werden gestrichen.
Verbleiben: 1+1+1+1+1 = 5 Punkte.

Athlet 3: eine 1, eine 2 und zwei 3 werden gestrichen.
Verbleiben: 3+3+2+2+3 = 13 Punkte.

Damit liegt Athlet 2 vorne.
In diesem Fall mit der „Idealpunktzahl“ von 5 Punkte.

Manchmal passiert es, dass zwei Athleten die gleiche Punktzahl haben.
Dann entscheiden die jeweiligen Platzziffern:

Athlet 1: zwei 7 und zwei 9 werden gestrichen.
Verbleiben: 7+7+8+8+8 = 38 Punkte.

Athlet 2: eine 3, eine 5 und zwei 8 werden gestrichen.
Verbleiben: 8+8+8+7+7 = 38Punkte.

Bei Punktgleichstand entscheidet die Majorität der Kampfrichter.
D.h. sieht man sich alle Wertungen inklusive der gestrichenen Platzziffern im direkten Vergleich an, so erkennt man, dass Athlet 2 insgesamt bessere Platzierungen hatte als Athlet 1.
Daraus ergibt sich dann, dass Athlet 2 trotz Punktgleichstand vor Athlet 1 platziert wird im Gesamtergebnis der Klasse:

Athlet 1  –  Platz 8
Athlet 2  –  Platz 7

 

Allgemeine Gedanken

Da ihr nun das Wertesystem kennt werdet ihr auch erkennen, dass es damit nicht möglich ist, dass ein Coach im Kampfgericht seinen Athleten „bevorteilen“ kann.
Wenn er alleine Euch auf 1 sieht, wird diese Wertung gestrichen als bestes Ergebnis, regional als auch bei der DM.

Ein Pushen ist also durch die Streichregelung definitiv ausgeschlossen.
Die dazu notwendigen Absprachen zwischen Bekanntwerden der zu wertenden Klassen, evtl. „Mauscheleien mit anderen Kampfrichtern“ und dem Wettkampfbeginn sind absolut unrealistisch.

Durch die Regelung mit maximal zwei Kampfrichter pro Landesverband in einer Klasse kann auch der gelegentliche Vorhalt von „Landeswertungen“ entkräftet werden.

Die ersten Vergleiche laufen rein numerisch ab, danach werden diejenigen zum ersten Vergleich nach vorne gerufen, die aus dem Mittelmaß der Kampfrichterwünsche die meisten Stimmen haben. Auch hier gibt es keinen Spielraum für „Mauscheleien“.

Nach einigen Starts ist ein Athlet sicherlich „bekannter“. Ein mehrfacher Deutscher Meister oder gar Weltmeister wird aber auch dank seiner Bühnenerfahrung und dadurch bedingter starker Präsenz nicht „übersehen“.
Dennoch gilt für alle Athleten: Das Paket am Wettkampftag entscheidet. Nicht das vom Dezember 2014.

 

Generell bitte ich Euch den Blick dafür zu öffnen, was ein Kampfrichter eigentlich ist:

Jemand, der sich aus Liebe zum Sport ehrenamtlich in seiner Freizeit der schwierigen Aufgabe stellt Athleten innerhalb weniger Minuten zu bewerten.

Ich mache das ehrenamtlich, investiere aber auch jede Menge Zeit, Herzblut und mehr.
Und all das tue ich, um den Sport aktiv zu unterstützen.
Selber dabei mitzuwirken, dass die Richtlinien genauer werden, die Wertungen transparenter und auch für alle Beteiligten nachvollziehbar.
So funktioniert Ehrenamt – durch den Einsatz für den Sport, den wir lieben. Und ich bin stolz drauf.

Ohne Athleten gibt es keine Meisterschaften, aber ohne Kampfrichter gibt es ebenfalls keine Meisterschaften bzw. allgemein gesehen keinen Wettkampfsport.

 

Wenn Ihr noch Fragen habt stellt sie gerne.
Gemeinsam mit der Hilfe von Michael Enzo König versuche ich alles zu beantworten was dieses Thema angeht.
Ich werde dann hoffentlich ab 2017 als Kampfrichterin offiziell für den Landesverband Schleswig-Holstein werten dürfen.

 

Eure Nixe Sabrina

Die Woche im Rückblick: Neujahrsvorsätze

 

Neues Jahr, neues Glück… oder so ähnlich.

Nachdem die heißgeliebten Feiertage hinter uns liegen und damit die ENDLOSSCHLEIFE von „Quallenmodus“, „wie man über die Feiertage nicht fett wird“, und Ergüsse über „sinnlosen Fressgelagen“ sowie „Fitness-Gerichte und Survival-Tricks für den Athleten-2. Feiertag bei Omi“ schwappt gleich die nächste Welle über uns herein.

Und NEIN – damit meine ich nicht die alljährlichen Neujahrs-Sportvorsätze, denn seien wir mal ehrlich: Endlich die blöden 5 oder 10 kg loszuwerden, das ist doch kein Neujahrsvorsatz, das wollen wir alle doch schon seit 4 Jahren… oder so.
Und NEIN, ich verteufle auch nicht die Heerscharen von Leuten, die sich jetzt neu angemeldet haben im McFit oder sonst wo. Ganz im Gegenteil: Ich freue mich für sie. Denn wenn sie ganz viel Glück haben, dann verlieben sie sich auch ins Eisen – so wie wir es alle getan haben, die diesen Blog lesen. 😉
In ein paar Wochen sind nur noch die wirklich Interessierten dabei, der Rest bleibt dann eh daheim, als Liebling des Studioinhabers: zahlend, aber abwesend. 😉

Sehr guter, lesenswerter Artikel auf Team-Andro dazu:

http://www.team-andro.com/wo-fitness-drauf-steht-fitness-drin.html

 

Nein – wovon ich hier schreibe, das sind die

„Ich will starten-SOFORT“-Mädels!!

(sorry, ich lese so was überwiegend von Mädels, in meiner Börse oder den ENDLOSEN Nachrichten, die ich so den lieben langen Tag, 24/7, 7days a week, bekomme.
Ich helfe total gerne, wirklich. Aber gerade heute erhielt ich wieder meine Lieblingsfrage per Facebook:

„Welche Schuhe sind in der Bikiniklasse erlaubt?“

WAAAAAHHHHHHH

arrrr

 

Ich weiß.
Jede Einzelne, für sich selbst genommen, meint das nicht böse.
Aber wenn man weiß, dass man mich fragen sollte (weil ich vermeintlich Ahnung habe) dann kennt man doch wohl auch meine Seite – und damit meinen Blog – ODER?
Zu faul zum Klicken? Zum Lesen oder was?
Wie soll das mit der Bühne klappen, wenn man nicht mal bereit ist, zwei Klicks weiter zu gehen??

Ich habe X-Blogs zum Thema Schuhe geschrieben, aktualisiere das ständig und überhaupt: Hallo Regelwerk? Öffentlich zu lesen auf der Homepage des DBFV? Da steht ALLES drin. ALLES. …. aber wieder: 2 Klicks weiter….

 

„Wie kann ich starten“ habe ich gefühlt 5 Mio. Mal beantwortet. Diverse Blogs dazu geschrieben… ach ne, da müsste man ja selber nachlesen… selber AKTIV werden 😛

Dennoch frage ich mich, wieso SOOO viele Mädels, die gefühlt gerade mal 2 Minuten trainieren, direkt auf die Bühne wollen? Ja, ja. Hab ich schon 100mal drüber geschrieben, aber doch… wozu die Eile? Bodybuilding ist ein „work-in-process“, quasi nie enden wollende Feinarbeit an körperlichen Details. Die kommen teilweise ins Studio, haben noch nie irgendwas sportliches gemacht außer das, was da 2 Stunden in der Schule pro Woche läuft, wollen aber in 5 Monaten auf die Bühne und aussehen wie Valeria Ammirato.

Wenn ich mal so zurück überlege, damals waren Starter im Studio diejenigen, die man heimlich, aus der Ferne bewundert hat. Wo man ganz still lauschte, wenn sie Wissen teilten. Heute scheint das im Poesie-Album unter Hobbies zu stehen bei jeder dritten 14jährigen… :/

 

Wie sagt eine gute Freundin immer zu mir? „Sabrina, Du kannst nicht die Welt retten“
Und ich will ehrlich sein: Ich beantworte nicht mehr jede Nachricht. Ich schaffe es nicht mehr, weder zeitlich noch von den Nerven her. Ich will auch niemanden direkt mit einer zynischen Antwort abwimmeln… dann lieber gar nichts schreiben oder den Hinweis auf meinen Blog geben  (um dann als Antwort zu bekommen „Vielen Dank, aber Hamburg ist mir zu weit weg“ HAHAHAHAHAHAHA).

 

Wenn mich etwas interessiert (->Starten), dann mache ich mich mal schlau.
Welche Verbände gibt es, welche Klassen, guck mir das mal live an, ob mir das überhaupt gefällt, und dann knüpft man ja Kontakte indem man dem Verband mal schreibt, oder (oh Gott, kaum wer traut sich) da ANRUFT.

 

Ich hab ernsthaft schon Antworten bekommen auf Coachempfehlungen in Hamburg, wo dann drin stand „warum hat der keine Facebookseite?“ – HÄ? So ’ne Vorbereitung läuft doch nicht über Facebook????

Facebook…. Immer wieder und auch nach dieser ersten Woche des Jahres das Fazit: Wozu braucht man eine Athleten-Seite??

Ich weiß, ich weiß…. es ist total schwer, jetzt noch „Fuß zu fassen“ mit einer Seite, die Rezepte kann man gefühlt täglich lesen (Nudeln mit Tatar, Eiweißpfannkuchen, überbackenes Toast mit light Käse – MAN O MAN!!!) und selbst das bauchfrei am Herd zieht nicht mehr so, wenn es alle machen.
Ich stell mir das ernsthaft nicht so leicht vor, da eine gute, gehaltvolle Seite aufzuziehen. Und ich habe Respekt vor jeder einzelnen, die es schafft, es doch gut umzusetzen.

Aber für den Großteil gilt: Braucht ihr das wirklich? Eine eigene Athletenseite? Wie oft lese ich „weil meine Fans es so wollten…. bin ich jetzt bei Instagram/Facebook“ blabla. Ehrlich… internationale Fanbase?

Von „2-Minuten-Atheltinnen“, die schon vor dem ersten Start eine Seite haben, auf der immer dieselben 5 Leute liken (Mutti, Vati, beste Freundin, Schatzi und sie selber)  – oder die 5-Minuten-Athletinnen, die nach dem ersten regionalen Start eine Seite mit „IFBB Bikini“ anlegen und nicht mal wissen, dass sie gar nicht IFBB-Athletin sind, sondern DBFV… aber ich sag mal nichts…

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….vielleicht mach ich ja eine wöchentliche Kolumne aus meinem Blog…
Gibt’s Themen, die Euch nerven/beschäftigen/einen Kommentar benötigen?? Dann schreibt mir. 🙂

 

Eure Nixe Sabrina

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„NEIN! Doch! Ooooh!“ oder: Bauchfreie Kochvideos und Rundum-Schlag (von Sabrina)

Wir alle lieben sie, die Kochshows in der deutschen Fernsehlandschaft. Das perfekte Dinner (wer hat dabei nicht schon 20x überlegt, sich zu bewerben), die Küchenschlacht, Grill den Henssler und was nicht alles.

Wir sitzen vorm Fernseher, schreiben Rezepte mit und schwelgen in den tollen Kreationen, können es förmlich schmecken. Und natürlich ist es auch extrem unterhaltsam, wenn da mal was anbrennt oder die Nudeln matsche werden anstatt „al dente“. Passiert also auch den coolen Fernsehköchen, nicht nur uns. Und Nudeln machen ist eben doch „Kochen“.

Passend dazu sprießen die „Kochkünstler“ auf Instagram und Facebook aus dem Boden wie die Pilze, es gibt geradezu eine wahre Kochflut.

Und darunter sind sicherlich einige kreative Köpfe, aber auch unendlich viele, die etwas abhaben wollen vom „Fame“ und sich dann direkt ganz ganz kreative Namen zu legen.
Über die Namensfindung für Facebook-Accounts könnte man einen ganzen eigenen Blog schreiben.

*DVBF IFBB Bikini-Sternchen-Schissel-Dissel*

ist dazu der liebste Spruch einer guten Freundin. Warum man sich nach einem Start oder schon vorher „IFBB Männer IV Athlet“ nennen muss oder warum man auf einmal „Kampfnamen“ wie ein Wrestler braucht und dafür neue englische Begriffe erfindet „Swoleness“ – was soll das heißen?
Oder IFBB-Profis nachahmt „the Rock“ oder „the King“ (ich will hier niemanden namentlich nennen, sonst krieg ich noch Haue 😉 )

Sorry Leute, aber ich wüsste nicht, dass ein Kampfrichter schon JEMALS gesagt hätte:

„UI! Das ist der „blablabla“! Den müssen wir auf Platz 1 setzen! Weil der heißt ja schon so!“

 

 

Zurück zu den Online-Köchen, warum braucht man einen Künstlernamen mit „Cooking“ oder „Food“ drinnen? Food Lionking oder Cooking Panda? hahahhahahah

 

Es gibt wirklich (!) kreative Köpfe, ein paar wenige Ausnahmen, aber bei dem Großteil liest man dann Sachen wie:

Nudeln mit Hackfleisch

 

OH MEIN GOTT!!!
NEIN, das ist ja der HAMMER! Wahnsinn! Echt jetzt! 😮 😮
Unglaublich. Man kann NUDELN mit HACKFLEISCH kombinieren?
Oh man, oh man… danke! Das wird mein neues Lieblingsrezept!

 

Mal im Ernst. Vor ungefähr 12 Jahren hat der Mann an meiner Seite eine Homepage gebastelt, die da hieß „Projekt unter 90“. Heutzutage würde man sagen, er hat gebloggt. Damals war das noch nicht so angesagt/bekannt. Er hat da sein ganzes Essen und seinen Diätalltag dokumentiert (ohne bauchfrei-Fotos). Das war cool und neu und er hatte ohne Ende Klicks (und nachher Stress mit dem Webhost wg. zu viel Traffic).

Aber jetzt lese ich von jeder zweiten Bikini-Starterin, dass sie zum Frühstück ja „Protein-Pancakes“ (jaaaaaa, das sind keine Pfannkuchen, da ist ja kein Zucker drin!!!) isst – oder doch „Eggwhites“ mit „Flavour-Drops“.
Was sind diese Drops überhaupt, weiß irgendwer, was da wirklich drinnen ist? Warum nicht einfach Zimt?

Aber fast noch lieber sind mir die Jungs und Mädels, die ihre 5 Reiswaffeln mit Hühnchenaufschnitt und Senf fotografieren und das dann mit #allforthegainz hashtaggen (gibt’s das Wort?). Cleaner Aufbau und so. #gainz und #vains und #hashtagsforfame. Ich mag ja hashtags. 

Bauchfrei Muffins backen – besteht dabei nicht erhöhte Verbrennungsgefahr am Ofen?
Und warum überhaupt bauchfrei? Gibt doch coole Schürzen…
Meine Omi hat immer gesagt „Manchmal ist weniger mehr“. Und damit meine sie nicht die Klamotten auf den „Formcheck-Bildern“.

 

Attention Whore

Aber vermutlich vergesse ich dabei wieder, dass ja alle GANZ GROSS rauskommen (wollen) in der Fitness-Szene und „Sex sells“ und sowas.
Und ich vergesse auch immer, dass gar nicht alle diesen Sport machen, weil sie das Eisen lieben. Sondern viele eben auch, weil sie die Kohle lieben (tun wir doch alle) und „I-make-you-blabla-dot-com“ läuft ja mittlerweile in jeder Werbeunterbrechung – da kann man ins Box Camp oder zu anderen B/C-Promis und 800kcal am Tag-Diät machen. Nicht nur Sex sells sondern auch Fitness sells. Da kann Jane Fonda einpacken 🙂

Also: Alle kommen ganz groß raus und sind aufgrund der „starken Nachfrage“ jetzt auch ALLE bei Instagram unterwegs und hashtagen da ihre Tage mit #tagsforlikes oder so was. Ist ja Business… Und das gehört dazu, also auch zum Starten, weil ist ja gerade angesagt und trendy -und der Fame auf Insta und Facebook auch ganz nett… und dann kann man nach der Vorwahl beim Wettkampf ja auch mal nach draußen kommen zu den FANS und am Besten von der Bühne aus noch Updates hochladen…

….doch: „Attention Whores“ ?
http://www.dict.cc/englisch-deutsch/He’s+an+attention+whore.html

 

Und einen tollen Beitrag dazu von Markus Keller – nur mal so als zusätzlichen Dankanstoss:

Zitat Markus Keller

 

 

Und wo wir gerade beim Rundum-Schlag sind, eine Sache noch:

Ich LIEBE ja Zitate. Ehrlich, seit Jahren habe ich einen Zitat-Kalender aufm Tisch stehen, Zitate des Tages abonniert und zitiere auch zu gerne meine Lieblingssprüche hier und da, wenn’s passt. Ich bin auch eine Frau, die immer den passenden Screenshot dabei hat, tolle Bilder mag. Im Prinzip hätte Instagram meine Idee sein können.

Und hier jetzt der Input einer guten Freundin:

WARUM zum Henker wird neuerdings JEDES (N)a(c)kt-Bild mit einem blödsinnigen, tiefgründigen Spruch gepostet? Wenn ihr Bilder von Euch in Wäsche oder ohne posten wollt, dann macht doch einfach. Aber warum muss dann dabei was von wegen „ohne Regen kein Regenbogen“-blabla stehen? Was hat Buddha mit Fitness zu tun? Oder fühlt man sich besser, wenn man halbnackte Bilder mit Weisheiten von James Watt oder Oscar Wilde versieht? Hat man dann eher eine Daseinsberechtigung? Oder will man nicht als „heißes Dummerchen“ abgestempelt werden und will damit auch die intellektuellen Leser ansprechen?

Warum schreibt man da nicht einfach „ich. halbnackt. beim Muffins backen“ – oder einfach gar nichts, weil -> selbsterklärend? hahahhahah

Ich meine, wenn man schon qualitativ hochwertige und größtenteils auch ansprechende, schöne Bilder von sich machen lässt beim Fotografen (auch wenn sich einigen Leuten, wie mir, der Sinn für bauchfrei Backen/Kochen etc. vielleicht entzieht) – warum dann nicht zeigen? Dafür macht man sie ja.
Schämt man sich doch etwas, die Leute damit zu „überfluten“ und macht ein Zitat oder schöner Spruch es dann besser?
Das Wort „Transformation“ ist übrigens auch toll….

 

 

Vermutlich ist es nur: ZU VIEL.
Weil gefühlt jede(r) Zweite solche Bilder postet ist „man“ einfach satt. Wortwörtlich.

 

Logo, kann man auch alles wegklicken, deabonnieren und so – aber ich bin ja offizieller Wutbürger, ein „Hater“, Freund der klaren Worte und dies ist meine Kolumne.
Und vielleicht könnt ihr ja auch drüber schmunzeln…manchmal… 😉
Wichtig ist ja, dass man auch über sich lachen kann…

PS: Das Thema „Englisch“ hebe ich mir für einen extra Blog auf, das hört sonst nie auf hier….

 

Eure Nixe Sabrina

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Der informative Blog, Teil 9: Der Selbstversuch: Ich nähe mir einen Wettkampf-Bikini (von Sabrina)

 

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Das bin ich – 100%.
Also…nicht, dass ich keine Anleitungen lesen kann oder mag.
Nein, es ist vielmehr so, dass ich mir Dinge gerne selber beibringe, ausprobiere und teste.

Nähen zum Beispiel. Habe ich nie gelernt.
Logo hatte auch ich eine Omi, die eine Nähmaschine hatte, und da hab ich immer mal zugeguckt und gestaunt.
Dann habe ich in einem Anfall von Größenwahn mein Abiball-Kleid aus Panesamt mit Muster nach einem ultra-extravagantem Schnitt von Burda versucht selber zu nähen.
Versucht muss hier betont werden, denn es wurde zwar ein Ganzes, aber getragen habe ich es nie und bin auch nicht zum Abiball – aber das lag nicht nur am Kleid. *lach*

 

Also… Nähmaschine habe ich und wie ihr wisst ja auch irgendwie viel zu viele Interessen.

Es lag also nah, mich mal an einem Bikini zu versuchen. Nach dem Motto „Das kann ich auch“.

Gesagt, getan.
Dazu benötigt man neben einem „Schnittmuster“ auch die Materialien.

Also bin ich erst mal zum örtlichen, sehr gut sortierten Karstadt gestiefelt. Aber die Probleme fingen schon damit an, dass ich nicht wusste, wie die Stoffart heißt, die ich möchte.
Glänzend und mit Elastananteil. Aha. Die Verkäuferin guckte etwas merkwürdig, als ich von Bühnenbikinis faselte – aber keinen Bademodenstoff wollte.

Also – zurück zu meinem Freund Google.
Siehe da, mit einige Tricks findet man raus: Zu gut deutsch heißt das, was ich suchte „Folienjersey“. Findet man häufig unter Karnevalsstoffen… aha… da gehört das wohl auch hin, Bühnenkostüm und Fasching und so. *lach*

Also habe ich mir einfach mal auf Verdacht ein paar Stoffe im Internet bestellt.

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Dabei lernen wir gleich Lektion 1: Was auf den Bildern toll aussieht, muss
a) im echten Leben nicht toll aussehen bzw.
b) sich nicht zwingend für WK-Bikinis eignen.

Viele meiner Probestoffe ließen bereits während der Verarbeitung „Federn“, im Sinne von verloren ihren Glanz oder gar Farbe.

 

Nun hat man also den Stoff.
Damit ist es aber nicht erledigt.
Passend zum Stoff braucht man Garn, einige Meter Gummiband in verschiedenen Breiten, dazu noch mögliche Verschlüsse für den Bikini und natürlich: Die Cups.

Mein erster Nähversuch war mit einem Triangel-Oberteil nach einem Schnittmuster aus dem Internet.
Und das kann ich Euch gleich sagen: Wenn Ihr nicht zufällig Silikonbrüste habt, dann vergesst das Thema Triangel direkt wieder.
Jede Naturbrust, die ich bisher am Ende einer WK-Diät gesehen habe, war bestenfalls noch etwas Haut. Das ist mies, geht uns aber allen so.

Also – woher bekomme ich diese Cups, auf die man dann quasi den Stoff näht?

Wieder hin zu Karstadt und dann doch wieder zum Freund Google… aber wonach sucht man da im Internet? Die richtigen Stichworte sind sicherlich hilfreich.
Aber noch hilfreicher ist meine liebe Freundin Elena Shporthun, die selber erfolgreiche Bikini-Designerin ist. (Shop: http://www.peter-freimuth.de/shop/ )

Sie hat mir also freundlicherweise einige paar von diesen Cups verkauft. A und B/C.

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Nu saß ich also mit allen „Zutaten“ vor meinem Schnittmuster und dann ging es los.
Einfach Augen zu und durch….-geschnitten, den Stoff jetzt.
Das allein ist schon gar nicht so einfach – erst mal das Schnittmuster übertragen (aka entweder aus Pappe ausschneiden oder Papier festpinnen) und dann muss man da mit einem möglichst unsichtbaren Edding oder Kreide oder so was auf dem Stoff malen – und hinterher die Linien erkennen und gut = passgenau ausschneiden. Ach ja… und den Futterstoff auch noch, der muss da auch noch reinpassen, exakt geschnitten sein.
Ja ne, is‘ klar. *schwitz*

Alleine das alles – Muster festpinnen, Malen, ausschnibbeln, hat bei mir immer über eine Stunde gedauert – und da war noch nichts genäht.

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Und dann  das Gummiband (damit es hinterher gut sitzt) einarbeiten, mit den Pins, und beim Nähen in Form ziehen… waaaaah – dann war die eine Seite mehr gerafft als die andere am Beinausschnitt, alles wieder auftrennen.
Dann war das Gummiband gefühlt 2 mm zu breit für den Stoff und nu passte der Schnitt nicht mehr – wieder alles auftrennen… ist ja nicht so, dass das nicht nervt. 😉

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Erwähnte ich schon, wie schei** fummelig das Nähen der Bänder ist? Also Bänder für die Oberteile zum festschnüren? Da muss man den Stoff in gleichmäßige Bahnen schneiden und dann um den Gummizug wickeln, festpinnen und ebenso festnähen… wenn man da Millimeter verrutscht dann kommt der Stoff hoch weil die Naht nicht greift, dann hat man da gleich an der Stelle eine Doppelnaht – WAAAAH.

 

Insgesamt muss ich sagen: Das Schnittmuster aus dem Internet war für den „Popo“. Das ist nicht böse gemeint und vielleicht liegt es auch an meinen Nähkünsten, aber das passte hinten und vorne nicht (jawohl, weder am Po noch an der Brust bzw. die Vorderseite des Höschens war auch viel zu weit ausgeschnitten… 😮 )

https://www.youtube.com/watch?v=m1joBnTgU8A

 

Das sieht alles so einfach aus, aber glaubt mir: Das ist es nicht!
Auch nach einigen Versuchen mit dem Schnittmuster habe ich es sein gelassen.

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Gottseidank habe ich liebe Freundinnen (Danke Katl und Svenja), die geduldig alle meine „Tests“ anprobierten und mir berichteten… aber wir haben gemeinsam auch viel gelacht.

 

Nun also habe ich eine andere Freundin (danke Leslie!) überredet, mir ihren „alten Bikini“ zu leihen, damit ich mir aus diesem ein Schnittmuster anfertigen kann.
Das Oberteil hatte ich Dank der Cups von Elena relativ schnell raus, aber die Hose blieb ein Problem.
Und wie macht man aus einem Bikini ein Schnittmuster?
RICHTIG – man tötet ihn aka man trennt ihn auf… ganz billige Methode… also billig, wenn man einen alten Bikini hat. Nicht billig, wenn man extra dazu einen Neuen kaufen muss. 😉

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Auch das habe ich danach gemacht, nachdem ich mit dem Muster vom „toten Bikini“ nicht happy war, habe ich mir einen Blankobikini bestellt und den aufgetrennt… was tut man nicht alles…für die Kunst. *lach*

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Und dank der Cups von Elena klappte es nun auch mit dem Oberteil…wenn auch nicht ohne Fluchen und Fummeln:

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Und zwischendurch immer mal schielen auf die fertigen Objekte der Begierde…wie die so aussahen und vor allem: wie PERFEKT die Nähte waren…
Und das kann ich Euch erzählen… so eine Naht gerade hinzubekommen mit einem elastischen Stoff und Gummiband da drin, das ist Kunst. In Großbuchstaben. K-U-N-S-T!

Ich habe allerhöchsten Respekt vor Elena und den anderen Schneiderinnen, die das tagtäglich machen.
Logo, auch da wird man mit der Zeit/Routine sicherlich besser, aber bitte… auch nach 5 fertigen Bikinis war ich am verzweifeln… und hätte das eine oder andere Teil am Liebesten in die Ecke geworfen…oder verbrannt.

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Nun also hatte ich einen fertigen Figurbikini mit zwei verschiedenen Hosen fabriziert, mein mittlerweile 3. Bikini. Und das sah auch einigermaßen annehmbar aus… Wer mich kennt, weiß wie hoch mein eigener Anspruch ist.
Der ist einfach höher als meine Nähkunst. Und ich war und bin mit den Nähten nicht zufrieden, auch wenn das auf der Bühne kein Mensch sehen wird, ich WEISS es.

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Das war die Episode Figurbikini.
Aber damit wollte ich es nicht auf sich beruhen lassen, ne. Oberteil konnte ich ja nun, also muss nur noch das Bikinihöschen her.

Auch hier wieder habe ich – ganz pragmatisch – einen günstigen Bikini meines bevorzugten Designers bestellt und dieses als Schnittmuster verwandt. Ob das jetzt schon als „Klauen/Kopieren“ gilt, weiß ich nicht. Aber ich möchte hier schonungslos offen mit Euch sein. 🙂

Aber mit dem Schnitt ist es in der Bikiniklasse ja nicht getan.
Also: Woher bekommt man Connectoren??
Mittlerweile kann ich auch hier sagen: Elena Shporthun!
Damals habe ich versucht, selber welche zu finden.
Da bleibt einem dann die Wahl zwischen EBAY, Etsy (USA) oder Alibaba, Direktbezug aus China. Da muss man dann halt nur so Mengen ab 100/200/500 Stück kaufen… aber wer braucht 200 Connectoren, wenn er nur mal ein oder zwei Bikinis nähen will? Ich wollte das nicht als Vollzeitjob machen, sondern „nur mal so“…

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Also… Elena war wieder die Lösung und so entstand dann dieses hier.

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Also.
Ich kann sagen: Ich kann mir einen eigenen Wettkampfbikini nähen, ob nun Figur- oder Bikiniklasse.

Die viel wichtigere Frage ist aber: Rechnet sich das?

Meine Antwort lautet: Nein.

 

Ich mache hier für Euch mal die einfache Rechnung:

Nähmaschine??
Stoff:  bis man den Richtigen hat:  50 – 100 € (kein Witz)
Materialien (Schere, Gummibänder etc.): 30-40 €
BH-Cups (-schalen): 12,50 €
Connectoren: mind. 40 €
Muster:
-in meinen Augen unbrauchbar bei Etsy: 10 € )https://www.etsy.com/shop/JodiLaneDesigns)
– Bikinis kaufen und auftrennen:  mind. 80 €
– verlorene Nerven, bis das Ding gut aussieht:  unbezahlbar
– Zeitaufwand: Ohne Routine mehrere Stunden/Tage

 

 

Für mich hat sich das nicht gerechnet.
Da beauftrage ich lieber einen Profi und lasse mir das perfekte Teil liefern ganz ohne Stress.

 

Wer von Euch aber nähtechnisch sehr begabt ist und ggf. bessere Kontakte hat als ich was die Materialien angeht… man kann es schaffen. 😉

 

Ich werde mich in Zukunft eher an den Glitzer halten… das macht mir mehr Spaß 😉

 Eure Nixe Sabrina

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Der hohe Anspruch – oder: wie schwer es ist, nicht abzuschweifen bei diesem Thema (von Sabrina)

 

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Die Herbstsaison hat für einige schon begonnen, für andere, speziell für uns Nordlichter, sind es nur noch wenige Wochen bis zum ersten Wettkampf.

Und ich bemerke bei Facebook und in meinem Umfeld eine zunehmende „Hysterie“.
Die Mädels haben regelrecht Angst vor Tag X, haben immer größere Probleme mit dem Druck, die Laune wechselt gefühlt sekündlich zwischen Himmelhoch-jauchzend und zu-Tode-betrübt.

Diejenige von Euch, die schon einen oder mehrere Starts hinter sich haben, sagen jetzt vielleicht „Normal“, aber ich bilde mir doch ein, dass es zunimmt von der Intensität.  Woher aber kommt das?

 

Wenn ich mich zurückerinnere, an meine erste Saison, bzw. die Zeit unmittelbar davor und die Entscheidung zu Starten, wie war das so?
Jahrelang kannte ich keine Starterin persönlich, außer einigen Bodybuilderinnen und das war nicht meine Klasse.

 

Dann lernte ich Corinna Detlef kennen und stellte fest: Die sieht ganz normal aus.  Damit und mit zahlreichen Gesprächen mit ihr wuchs dann der Glaube in mir: „Wenn sie es geschafft hat, kann ich es auch schaffen“.

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Und das habe ich ja dann auch.  Aber woran orientiert man sich, wenn man keine Figur-Athletinnen im Studio hat?  Facebook und auch Instagram war damals noch nicht so angesagt.

Also habe ich die Online-Portale und Zeitschriften gewälzt, mir Bilder von der Deutschen Meisterschaft angeguckt und so mein Ziel definiert.

Zur Motivation habe ich im Internet gesurft und mir auch mal Fotos von Profis angesehen, aber das sind ja Profis.  Und NATÜRLICH hatte auch ich meine Zweifel, hatte Ängste, konnte mich nur noch auf das Negative fokussieren  (fast – meinen Bauch fand ich die ganze Zeit bombe, vorher hatte ich noch nie ein Sixpack in meinem Leben *lach*).

Handyfoto auf der Toilette in der Firma – noch Fragen? hahahah

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Aber ich hatte einen ruhigen und geduldigen Partner und Mit-Coach an meiner Seite, der mir geholfen hat, die meiste Zeit relaxt zu bleiben.

Logo habe auch ich Stimmungsschwankungen gehabt, im Training mehr als einmal geheult, das Cardio verteufelt und alle angemotzt, die mir sagten, ich sähe krankhaft dünn aus… aber ich habe weitergemacht, das Ziel immer vor Augen.

Und ich habe es auch niemanden erzählt oder Formbilder verschickt, weil ich es gar nicht wollte. Nur für den Fall, dass ich es nicht schaffe.
Leider hat mir dann eine Erkrankung in der letzten Woche vor meinem ersten Wettkampf noch mal fast einen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass ich nur mit Schmerzen und 3 kg leichter als vorher auf der Bühne stand, aber ich habe es durchgezogen.
Dickkopf sei Dank.

 

Fast Forward, 2014.

Ich lese von Mädchen, die nicht auf die Bühne gehen, weil sie dem Druck nicht standhalten. Dem selbst erzeugten, durch Facebook oder Instagram – was sollen die 1.000 Follower sonst denken.
Und immer wieder frage ich mich: Wozu eine „LIKE“-Seite noch vor dem allerersten Start?

„Future to be Bikini (schreibt man mit K!!) IFBB Athlet“ blabla

 

Die Kampfrichter, die ich kenne, sind nicht bei Facebook. Und die interessiert es auch nicht, ob man 500 oder 5.000 Likes oder 324 Popo-Selfies hochgeladen hat.
WAS interessiert ist die Form an Tag X auf der Bühne!

Aber wir sind ja Menschen und wir vergleichen uns nun mal gerne.  Mein Auto, mein Haus, meine Jacht – mein Gluteus.

 

Man kann sich über Strategien streiten – ich persönlich fand es viel spannender auch beim 2. Start nichts zu erzählen und dann einfach BÄHM auf dem Wettkampf aufzutauchen und gut auszusehen.

Aber viele Newcomerinnen meinen, dass das alles wichtig ist.  Die Seite, die Likes, die Fans, die jedes Bild mit „wow“ kommentieren (oder mit einem eindeutig sexuelleren Kommentar), das ganze Trarar.

 

Und natürlich gibt es auch für dieses Phänomen schon einen Fachausdruck:

Attention Whore (Aufmerksamkeitshure)

Jemand, der zwanghaft im Mittelpunkt stehen muss und dabei auch zu „umstrittenen“ Mitteln greift.

 

Nun kann man sich darüber streiten. Warum dieser ganze Hype und wie kommt jemand dazu, einen eigenen YouTube-Channel zu machen wenn er noch nie gestartet oder nicht als Hauptberuf Trainer/Fitness-Model etc. ist?

Aber man muss es auch so sehen: Durch all diese Faktoren – Facebook, Instegram, YouTube etc. – ist es so unendlich viel einfacher geworden an Infos und auch an Fotos heranzukommen.
Gleichzeitig gibt es auch eine Schattenseite: Die InformationsFLUT.
Man weiß gar nicht mehr, was gut ist und was nicht, ob man wirklich alle 25 „besten Po-Übungen“, die man sich zusammen gesucht hat, in einem Workout machen soll oder doch lieber auf 3 Tage aufteilen.

Man steht wie im tiefsten Wald und sieht keinen einzigen Baum mehr – weil diese zu dicht nebeneinander stehen.

 

Versuchen wir zurückzukehren zum Kernpunkt: Der hohe Anspruch.

Gerade für den ersten Start gilt: ALLE haben mal irgendwo angefangen, meistens klein.
Die Wenigsten werden gleich deutsche Meisterin im ersten Anlauf!

Ramona Valeria Alb ist ein gutes Beispiel, weil sie für viele von Euch ein großes Vorbild ist. Deutsche Meisterin wurde sie erst im Jahre 2012, nach einigen Anläufen – aber auch sie hat sich kontinuierlich weiterentwickelt.

 

Hier mal einige Bilder von Profis, die diese teilweise selber veröffentlicht haben:

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Aber natürlich neigen gerade Frauen zum Perfektionismus und lassen nichts anderes zu als gleich im ersten Anlauf alles PERFEKT zu machen. Bikini, Heels, Makeup, alles.
Und bei vielen habe ich das Gefühl, sie verlieren sich zu sehr in Details, die gar nicht so wichtig sind.
Denn es geht hier ja immer noch darum, das Ergebnis des SPORTS und der DIÄT zu präsentieren.
Also Zeit abzwacken von Facebook und dem Aufenthalt im Studio lieber etwas verlängern.
Auch wenn gefühlt alle 24 Std. online sind, macht mal das Handy aus.
Sich mit anderen Starterinnen auszutauschen kann auch mal helfen, weil diese einen wirklich verstehen – aber es kann auch gegenseitig runterziehen, wenn man sich von der Hysterie anstecken lässt.
Hört auf, Euch ständig Bilder von vermeintlichen Konkurrentinnen anzusehen und dann Eure Makel im Spiegel zu betrachten.
Schon gar nicht, wenn es sich dabei um Bühnenfotos handelt – diese Form habt ihr im Alltag nicht! Aber die hat auch die andere Athletin nicht im Alltag sondern nur auf der Bühnen, deshalb betreiben wir ja den ganzen Aufwand. Wenn jeder einfach so so aussehen könnte… wäre das ja ziemlich komisch. 😉
Hört auf, Euch selber zu geißeln, weil ihr nicht nach wenigen Monaten Training den identisch perfekt runden Po von Amanda Latona habt (die übrigens mein Baujahr, also auch 35, ist!). Das alles dauert seine Zeit.

 

Dieser Druck, den wir uns da selber machen, immer und alles perfekt zu machen, der kann uns am Ende verrückt machen.
Wir sind nur Menschen!

Keiner ist perfekt – egal wie viele Bilder auf Instegram das belegen.
Alle haben Makel, die wir nur nicht sehen können auf den gephotoshopten Bildern.

Auch Nicole Wilkens oder Ashley Kaltwasser haben Tage, an denen sie sich scheisse, dünn, dick fühlen.

Wichtig ist, den Kopf zu heben, das Krönchen zu richten und weiterzumachen.

Dieser Sport ist ein riesiger MINDFUCK und viele unterschätzen diesen mentalen Aspekt.
Mache es Dir einfach bewusst, dass all das nicht nur bei Dir passiert – ALLEN geht es so.
Aber es liegt an Dir, wie sehr Du Dich anstecken lässt, ob Du auf der Welle der Hysterie mit-surfst oder sie vorüberziehen siehst und ihr nachwinkst.

 

Leider weiß ich keinen Zauberspruch und auch keinen Zaubertrunk, der es Euch einfacher macht. Aber ich kann nur immer raten: Versucht ruhig zu bleiben.

Ihr seid IHR.
Ich könnt nur die beste Version von Euch selber auf die Bühne bringen.
Urteilen tun andere – aber wenn ihr da rausgeht und wisst, dass ihr für Euch alles getan habt, 100% gegeben habt, dann seid nur eins:

STOLZ!

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…und denkt immer daran: Habt Spaß!!!

 

Eure Nixe Sabrina

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Der informative Blog, Teil 7a: Das schwarze Loch oder: Was erwartet mich nach dem Wettkampf (von Sabrina)

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Mit Wunschthemen für den Blog habe ich mich schon immer schwer getan. Das ist wie damals, in der Schule, Klassenarbeit.

 

Wenn man schreiben kann, was man gerade fühlt oder denkt, dann fließen einem/mir die Worte nur so aus den Fingern.

Und gerade über dieses Thema hätte ich schon ganze Romane schreiben können. Ich habe es aber nie getan.

 

Warum? Weil es eine sehr private Sache ist, man wirklich die tiefsten Tiefen von sich preis gibt, auch wenn die Einleitung lauten muss:

 

Du bist nicht allein!

 

Nach meinem Aufruf zum Wunschthema erhielt ich viele Nachrichten, auch privat. Das Wort „Depression“ wurde mehr als einmal genannt. Ich habe viele Tage darüber nachgedacht, wie ich das Thema „Nach dem Wettkampf‘ angehen sollte. Aber Depression möchte ich dabei nicht verwenden, sondern eher „in ein Loch fallen“…in ein schwarzes Loch.

Wie es dazu kommt, warum wir uns vielleicht das aller erste Mal in unserem Leben „hilflos“ und „verstimmt“ fühlen und was man dagegen tun kann, darum geht es in diesem zwei-teiligen Blog. Und darum, wie es mir ergangen ist.

 

 

Es war Samstag, der 08.05.2010.
Tag X2.

Über Wochen, ja Monate, hatte ich mich auf diesen Tag vorbereitet, auf diesen Augenblick auf der Bühne. Seit Jahren schon verfolgte ich insgeheim das Ziel, irgendwann mal da oben zu stehen. Nun also war es soweit.

Ich hatte in den 16 Wochen Diät alles gegeben, was ich konnte. Mehr Herzblut und Schweiß ging nicht. Ausfallschritt, Plyometrics, Cardio, Huhn und noch mehr Huhn. Schlafen, Essen, Atmen für Tag X.

Und was das für eine Reise war. Über die „das kannst Du nicht“s meines Lebens und die generell vorhandenen Selbstzweifel hinweg habe ich das allererste Mal allen Mut zusammen genommen und: Einfach gemacht. Und es funktionierte.

4 weeks

 

So war es auch. Im Studio war ich ja schon immer sehr aktiv, mein Schwachpunkt war seit jeher das Essen. Aber mit Beginn der offiziellen Wettkampfdiät war ein Schalter umgelegt im Kopf und ich war 100% im Plan, den ich mir selber geschrieben hatte. Logo hatte Jörni da mal drauf geschaut und mir im Verlauf der Diät mehr und mehr Tipps gegeben, aber zunächst war es mein ganz eigenes Ding.

Und dann ging es los, dass man die ersten Veränderungen im Spiegel sah. Und nicht nur ich sah sie- auch die anderen Studiomitglieder und Freunde sahen sie. Man bekam Komplimente, mehr Komplimente. „Endlich würde man etwas abspecken“ (Achtung! Verstecktes Kompliment!), .. Wahnsinn, wie machst Du das“ usw. Zwischendurch nervte das auch mal, die sich häufenden „Besserwisser“-Kommentare und die x-te Frage nach der Diät für die Freundin.
Ja, aber auch wenn es nervte- ein klitze-klein-wenig sonnte man sich auch in der Aufmerksamkeit. 😉

Man fühlte sich auf Wolke 7 und es wurde von Woche zu Woche besser.

Die Klamotten wurden immer weiter, man ging mit den Mädels Shoppen und kaufte sich die vorher unerreichbare 36iger oder 34iger Hose.

 

Dann also war Tag X. Dicht gefolgt von Tag X2 (Deutsche Meisterschaft). Tag X2 markierte das Ende der Wettkampfsaison.

ln meinem Fall erreichte ich bei meiner allerersten Deutschen Meisterschaft einen für mich völlig überraschenden 5. Platz- überhaupt im Finale zu stehen brachte mich auf Wolke 700.

Nach der Vorwahl gab es eine Trulla, die behauptete sie hätte Final-Listen gesehen, wo mein Name nicht drauf stand. Also habe ich mir einige Kekse gegönnt.

Wenn man noch nie eine Wettkampfdiät gemacht hat, dann kann man sich nicht vorstellen, WIE LECKER ein Keks schmecken kann.

Aber das war erst der Anfang. Nach dem Finale, Pokalübergabe, wartete das „Fresspaket“ backstage.
Jeder Athlet sammelt im Laufe der Vorbereitung all die Süßigkeiten oder Dinge an, die er nicht essen darf, auf die er aber WAHNSINNIGE LUST HAT.

Ich weiß von anderen, dass es durchaus ganzen Wäschekörben voll sind, man verliert schnell die Relationen.
Bei mir war es relativ überschaubar: Salziges (=Chips), ein weißer Lindt-Osterhase, der dann noch bis Weihnachten stand und das Übliche: Schoki, Gummibären, Kekse.

Direkt im Anschluss ging es im hautengen extra hierfür gekauften Dress zum Bankett, wo man das erste Mal seit Wochen das Fleisch links liegen lässt und sich den Teller nur mit Beilagen und Dessert vorlädt.

Relativ schnell ist man pappsatt, aber nur zur Sicherheit kippt man da noch 2 Portionen Eis drauf. Und da passt ja auch eine Menge rein, in diesen ausgemergelten Körper.

Am nächsten Morgen wacht man auf und sieht fast besser aus als auf der Bühne. Unglaublich. Adern überall und man fühlt sich hervorragend. Also weiter zum Frühstück- Nutella marsch. Dazu Croissants und Marmelade, Saft oder Müsli.

Und dann geht’s für die meisten heim. Auf dem Weg noch mal kurz zu McDonalds, noch 2x Zwischenstop an der Tanke für mehr Schoki und dann abends daheim schön Essen gehen mit den Lieben, den Pokal und sich selber feiern. Man lebt ja nur einmal.

 

Am Montagmorgen musste ich wieder zur Arbeit. Ich hatte den Sonntagabend nicht aufhören können mit Essen und die Nacht mit Herzrasen und völlig verschwitzt im Bett verbracht (Carbs sei dank), 3x Tshirt wechseln weil nass inklusive.
Und so sollte es bleiben, die nächsten Wochen – durchgeschwitzte Nächte voller Herzrasen.

Auf dem Weg zur Arbeit konnte ich dem lieblichen Geruch des Bäckers nicht widerstehen und es begann eine meiner schlimmsten Hasslieben: Das Franzbrötchen & ich.

Franzbrötchen-Hamburger-Spezialität

 

Wer es nicht kennt, es handelt sich hierbei um ein Hamburger Original, eine Spezialität, muss unbedingt vor Ort probiert werden. Es ist ein süßes Feingebäck aus Plunderteig, das mit Zucker und Zimt gefüllt ist. Die besten gibt es meiner Meinung nach beim Schanzenbäcker.

1 -2 dieser kleinen süßen Biester gehörte fortan täglich (!) auf meinen Speiseplan, quasi oben drauf.
Ich konnte einfach nicht aufhören zu Essen.

Ich war offiziell in der Hölle.

Bereits am Dienstag tat mir alles weh. Ich hatte so viel Wasser im Körper, dass ich Angst um eine Fesseln hatte, kaum in Schuhe passte, von meinen Ringen ganz zu schweigen. Elefantenfuß.

Aber ich konnte noch immer nicht aufhören. Es war wie „Kopf aus, Mund auf, GO!“. Ferngesteuert, widerlich.

Innerhalb von weniger Tage legte ich Kilo um Kilo zu und war ganz schnell wieder jenseits der Grenze, die ich mir gesetzt hatte als „nach-dem-Wettkampf-Gewicht“.

Die Klamotten passten nicht mehr, ich fühlte mich ekelig. Und im Studio gab es entsetzte Gesichter.

Die ersten Tage hatte ich mir „trainingsfrei“ gegönnt. Schlechte Idee bei der ganzen Energie, die ich damals in mich rein schaufelte.

Hinter meinem Rücken wurde das Gerede lauter, auch im Freundeskreis. Andere urteilten sehr hart mit mir. Da wurde man auf einer Party jemandem vorgestellt und dann hieß es „Ach bist Du nicht die Bodybuilderin? Wo ist denn Dein Sixpack?“
Und dabei ist es ganz offensichtlich, dass man eben nicht das ganze Jahr den Bühnenlook haben kann und dennoch fühlen wir uns schon mit wenigen Gramm mehr ab sofort fett.
Selbst zu den Momenten, wo ich noch nicht „völlig“ aus dem Ruder gelaufen war mit meiner Figur musste ich mich quasi rechtfertigen für jedes Gramm, warum und wieso, „Offseason-Aha, Ausrede-Gesichtsausdrücke“ ertragen.

„Wozu hast Du dich denn ein halbes Jahr gequält wenn da jetzt schon wieder alles weg ist? Das ist doch ein Mistsport. Hier, willst Du noch ein Stück Torte?“ kam von der zu dem Zeitpunkt engen Freundin…

„Wolltest Du wieder so dick werden?“ brachte das Fass dann zum überlaufen.
Ich ging GAR NICHT mehr zum Sport.

Verkroch‘ mich stattdessen daheim und tröstete mich- wie ich es schon als Teenager gelernt hatte – mit Essen.
Auch als die Verkäuferin beim Bäcker mich morgens bei meiner Bestellung fragte, ob ich nicht direkt 2 Franzbrötchen mitnehmen wolle anstatt des einen bestellten konnte ich nicht aufhören.

 

Zu all diesem Elend kamen unendlich viele Fragen:

  • Warum nur tat ich mir das selber an?
  • Warum konnte ich nicht einfach wieder „nach Plan“ essen? Es ging doch vorher monatelang?
  • Wo war meine Disziplin hin?
  • Und wo meine gute Figur?
  • Wer war ich denn nun, wenn nicht mehr die topfite Wettkampfathletin?
  • Was sollte ich jetzt nur machen?

 

Innerhalb von wenigen Wochen hatte ich rund 15 kg zugenommen.

Was das für mein Herz und meinen Körper bedeutete war eindeutig – es ging mir weder mental noch körperlich gut. Die Haut spannte und man sah auch nichts mehr von den schönen Muskeln, die ich noch kurz zuvor eingeölt auf der Bühne präsentiert hatte. Es war, als hätte ich mir ein „Fat-Suit“ angezogen.

Ich hatte keinen Spaß mehr am Sport.
Ich hatte eigentlich an gar nichts mehr Spaß.
Noch schlimmer als das alles: Ich fühlte mich haltlos, ziellos, wusste nichts mit mir anzufangen.

Wo vorher stundenlanges kochen, vorbereiten, Cardio, Training auf dem Zettel stand war jetzt GÄHNENDE Leere.

Ich hatte alle Freizeit der Welt und verbrachte sie doch kopfüber im Kühlschrank.

Es war ein Teufelskreis.

Was sollten die Leute nur von mir denken? Die im Studio und die auf den Meisterschaften? Wo war die schlanke, athletische Sabrina hin, voller Ehrgeiz und Disziplin? Nun war ich wieder fett und faul – oder wie?
Ich hatte sehr große Probleme damit. Fühlte mich minderwertiger als jemals zuvor in meinem Leben.

Leider kannte ich zu dem Zeitpunkt niemanden, dem es ähnlich gegangen war. Die Athleten, die ich kannte, lebten alle irgendwie diszipliniert weiter. Oder lag es nur daran, dass man es bei Jungs nicht so merkte, wenn sie mehr auf den Rippen haben? Ich sah jedenfalls nicht aus wie eine gerade noch aktive Figur-Athletin. Alles: weg.

Ich hatte mir keinen Plan gemacht, ich hatte mir nicht mal GEDANKEN gemacht, was nach Tag X kommen würde. Irgendwie dachte ich, es würde so weitergehen. Mit dem guten Essen bzw. die Figur einfach bleiben, wenn ich mal was nasche.

Man glaubt nicht, dass daran schon einige Tage zügelloses Essen etwas ändern können. Und Fakt ist auch, das Fett kommt nicht über Nacht wieder – am Anfang ist es nur viel Wasser.

Und natürlich ändert sich der Blickwinkel im Laufe der Diät. Man fühlt sich von Tag zu Tag besser und irgendwann ist der Punkt, wo nur noch kurz vorm Tag X als Idealform gilt. Alles was schlechter ist, ist nicht nur schlechter sondern gleich grottenschlecht

Selbst eine Form, für die ich heute töten würde, war damals nicht akzeptabel. Ich erinnere mich an eine andere Episode, wenige Tage nach meiner 2. Deutschen war ich mit Aline im Urlaub auf Malle und ich wollte nicht im Bikini an den Strand gehen, weil ich mich „fett“ fühlte … und ich hatte zu dem Zeitpunkt noch Sixpack und Streifen … nun ja.

 

Heute kann ich über vieles davon Lachen, aber damals habe ich mich nur verkrochen und wollte meine Ruhe. Ich war nie zuvor in meinem Leben depressiv, aber nur wenige Wochen nach meinem persönlichen mentalen und sportlichen Formhöhepunkt fühlte ich mich so hilflos wie noch nie. Völlig ohne Kontrolle über mein Leben, traurig und schuldig. Schuldig, weil ich das alles zu gelassen hatte. Auf einmal bestimmte mein Körperfettwert mein Selbstwertgefühl.

 

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Nach einigen Wochen schleppte ich mich doch wieder zum Sport und schottete mich gegen die mitleidigen Blicke ab.
Vorbei war das Generve – und ich habe es vermisst! Es fiel mir nicht leicht, wieder in eine Trainingsroutine zu finden. Ich hatte irgendwie keinen Spaß mehr am Eisen.

Vorher ging es in jedem Training, jedem Satz, jeder einzelnen Wiederholung um Tag X. Und jetzt? Wofür mache ich das eigentlich alles? Es fällt schwer, ohne ein derartiges Ziel noch richtig Gas zu geben. Viele Athleten setzen sich daher direkt das nächste Ziel und den nächsten Start, bei mir war das zum damaligen Zeitpunkt aber gar nicht im Kopf. Dementsprechend motivationslos war ich im Training und blieb auch in der Folgezeit oft wochenlang lieber daheim als zum Training zu gehen.

Und dazu kam die Erkenntnis, dass ich wohl nie wieder „normal“ sein würde, mich „normal“ fühlen / oder „normal“ ernähren würde. Denn was ist schon normal? Jeden Morgen mit Brötchen frühstücken? Oder Essen ohne nachzudenken ob mein Proteinlevel für den Tag schon erreicht ist? Essen ohne schlechtes Gewissen?

Schwieriges Thema und sicherlich für mich das Hauptthema. Wer wie ich schon vorher gern mal Probleme damit hatte, dem kann ich sagen: Besser wird es durch eine Wettkampfdiät nicht. Man macht sich im Gegenteil hinterher noch verrückter. Lange Phasen hatte ich mich Fressattacken zu kämpfen, die auf strikte Diätpläne folgten. Aber zumindest ICH konnte nicht wieder auf WK-Diät-Ernährung umschalten, jedenfalls nicht länger als einige Tage bevor ich einen tagelangen Fressflash hatte.

Das Gewicht pendelte sich auf einem deutlich höheren Niveau ein als jemals zuvor in meinem Leben. Sicherlich ist das auch etwas Muskulatur geschuldet, ganz bestimmt aber dem unkontrollierten Essverhalten.

Lange Phase wünschte ich mir nichts sehnlicher, als dass mir jemand diese Entscheidung – zu Starten – ausgeredet hätte. Ich wollte einfach wieder wie vorher sein. Da fand ich mich zwar auch nicht „perfekt“ aber es ging mir mental und körperlich deutlich besser als zum Zeitpunkt nach dem Start.

 

Und es dauerte eine ganze Weile, bis ich die Franzbrötchen und mein Verhalten „satt“ hatte. Eine ganze Weile sind in meinem Fall viele Monate. Ich musste erst für mich erkennen, dass ich beides bin. Alles zu seiner Zeit.

Und mittlerweile bin ich froh, dass ich es gemacht habe. Ich bereue es nicht mehr. Die Schattenseiten haben mich gestärkt und ich kann jetzt offen mit Euch darüber sprechen und vielleicht der einen oder anderen mit meinen Negativ-Erfahrungen helfen.

 

Nach alle dem schließt sich der Kreis wieder zum

„Du bist nicht allein! „

Viele Mädels (und Jungs) verstecken sich und trauen sich nicht, offen über die Probleme zu sprechen. Dabei ist das Loch, in das sie fallen, bereits gut gefüllt mit anderen. Man darf es nicht unterschätzen, was der Kopf und auch unser Körper/die Hormone mit uns machen nach so einer Hardcore-Diät-Erfahrung. Der Stoffwechsel leidet leider auch auf kurz oder lang durch die strikte Reduzierung der Nahrungsmengen und -mittel. Das oftmals hohe Cardiovolumen tut sein Übriges.

Alles ist durcheinander.

 

Dieser Sport ist verdammt egoistisch. Ich schrieb es schon mehr als einmal. In der Diät ging es nur um Euch, man stand im absoluten Mittelpunkt. Direkt von der Bühne stürzt man quasi zurück in die Realität. Man ist wieder eine von vielen, die Beachtung und Komplimente fehlen, andere sind auf einmal wichtiger und man muss auch wieder im Haushalt mit anpacken und Schatzi will jetzt auch wieder mehr Aufmerksamkeit. Zeit die Diva wegzupacken. Aber dabei stolpert man halt leicht über das Snickers. 😉

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Im 2. Teil dieses Blogs werde ich Euch einige Tipps geben, wie ihr es vielleicht schafft, das Loch zu umgehen oder zumindest Euch nicht die Knie aufzuschürfen, wenn ihr da rein schliddert.

Teil 2

 

Eure Nixe Sabrina

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Ein Appell gegen das sich „wertlos fühlen“ (von Sabrina)

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Im Laufe unseres Lebens lernen wir eine ganze Menge. Von anderen Menschen, oder von uns selber, durch Abgucken, Ausprobieren und nicht aufgeben.

Laufen z.B., Fahrradfahren, einigermaßen vernünftig mit Messer und Gabel essen (und dann doch lieber den Löffel nehmen).

Irgendwann, mit Mitte 30, hat man dann schon einiges im Rucksack, an Erfahrungen, an Werten, an Altlasten. In einigen Augenblicken mögen wir uns furchtbar alt fühlen (z.B. wenn man das erste Mal Knieschmerzen bekommt beim Beintraining), in anderen sehr jung (wenn einen die Facebook-Sucht packt oder man das neue PC-Spiel nicht ausschalten kann).

Irgendwo, zwischen all diesem Gerümpel da in unserem Rucksack, der sich Leben nennt, finden sich immer auch kleine, miese Dinge. Das sind häufig die Dinge, die wir nach ganz unten gepackt haben, die wir „vergraben“ haben. Weil wir sie nicht sehen wollen, am Liebesten vergessen würden, sie verdrängen. Da sind dann Sätze dabei wie „Wenn Du dies oder das tust, hat Mama Dich nicht mehr lieb“, „Jetzt lassen sich Mama und Papa scheiden, weil Du so unartig warst“ oder auch Empfindungen, geknüpft an bestimmte Songs/Düfte/Momente. Trennungen können dabei sein, oder unerwiderte Liebe aus der Schulzeit. Dumme Sprüche im Zusammenhang mit Liebe „Wenn Du 5 kg weniger wiegen würdest, dann würde ich Dich gut finden“ sagte mal jemand zu mir in der 7. oder 8. Klasse.

All diese Sätze, Aussagen, Gefühle liegen wie Steine, schwer, in unserem Rucksack und ziehen uns in Momenten runter, in denen wir nicht aufrecht stehen können, in denen es uns eh schon schlecht geht.

Wir alle drücken uns gerne davor, die Büchse der Pandora zu öffnen, uns mit diesen Altlasten zu beschäftigen. Aber glaubt mir: Irgendwann habt ihr die Steine satt. Denn es werden nicht weniger im Laufe des Lebens.

 

In meinem Rucksack gibt es einige, die ich schon so oft in der Hand hatte, dass sie glänzen, wie poliert. Ich hatte sie nicht etwa in der Hand, um sie aus dem Rucksack zu nehmen. Nein. Ich habe sie gefühlt, quasi liebkost, die Aussagen derart verinnerlicht, dass sie ganz tief verankert sind im Rucksack, dass ich sie da wie mit einem Band an den Boden gebunden habe. Diese Steine, an die wir uns derart gebunden fühlen, sind ganz schwer loszuwerden.

Und manches Mal habe ich auch das Gefühl, dass einige Menschen gerne „leiden“. Dass sie sich gerne für was auch immer „bestrafen“, indem sie sich bewusst Leid zufügen. Ganz wie die Mönche, die sich mit Peitschenhieben selber geißeln. Das kann man auf verschiedene Art und Weise tun, aber die einfachste… und möglicherweise effektivste Art ist: Stalken bei Facebook.

 

Natürlich basiert der Erfolg von Facebook in meinen Augen sowieso auf unser aller Voyeurismus. Aber das Stalken von Ex-Partnern oder verschmähte Lieben treibt es noch einmal auf die Spitze. Wenn man den Ex fröhlich beim Feiern mit neuem Mädel am Arm sieht, das tut schon weh. Und das weiß man auch vorher, dass es weh tun wird. Man guckt trotzdem.

Aber warum? Warum haben wir das Gefühl, leiden zu müssen?

Als Kind war ja jeder mal unartig, aber sind wir es immer noch? In dem Sinne, dass wir dafür „bestraft“ werden müssen? Wer entscheidet hierüber? Schon klar… notfalls kann man eben Mutti anrufen und fragen, ob sie einem noch mal Hausarrest geben möchte. Aber mal im Ernst: Wie kommt ein erwachsener Mensch zu dem Gefühl, nicht liebenswert zu sein? Nicht „glücklich sein zu dürfen“? Das ist doch absurd.

Oder nicht?

Wenn ich mir im örtlichen Buchhandel mal die Regele angucke finde ich unzählige Ratgeber zum Thema „Glück“, im Beruf, im Alltag, in der Partnerschaft, mit sich selber.

Wir alle wollen doch eins: Glücklich sein. Auch wenn das vielleicht jeder für sich selber anders definiert. Für den einen ist es das größte Glück jedes Wochenende zum Angeln fahren zu können. Für den anderen bedeutet es im eigenen Garten zu sitzen oder da im Beet zu buddeln. Für die Vielzahl der Leute bedeutet es: Zu tun, was man wirklich möchte.

…immer vorausgesetzt man weiß, was man will. 😉

 

Wie also kommt man dazu sich für „nicht würdig,  geliebt zu werden“ zu halten, oder sollte ich direkt schreiben „Frau“, denn das ist ein Phänomen, was ich überwiegend bei Frauen beobachte. Ist es alles Erziehungssache? Ging es schon unseren Müttern so? Konnten sie uns deshalb auch nichts anderes vermitteln? Und um nicht alle Schuld auf die Eltern abzuwälzen (auch wenn‘s bequem wäre): Warum haben wir es bisher als Erwachsene nicht geschafft, dieses Trauma/Thema zu bewältigen?

Wir sind tolle Freundinnen, Partnerinnen, Mütter. Wir geben alle, wie eine Löwin. Liebe, Herzblut, Kraft und Energie, ganz viel positive Worte für den Liebeskummer der Freundin. Aber an uns selber denken wir dabei nie.

Ich schrieb es schon einmal: Der innere Kritiker ist stets zur Stelle – aber ein Lob haben wir so selten für uns übrig. Ebenso wenig wie positive Gefühle.

Gelernt habe ich das ehrlich gesagt auch nie. Das muss ich mir immer noch (aktiv) selber bei bringen. Ich bin da noch lange nicht am Ziel.

Aber jetzt mal weiter philosophiert: Wenn wir uns selber für „wertlos“ halten… wie können uns dann andere schätzen? Können sich all die Freundinnen, Partner, Bekannte, Kollegen irren?

Und übertragen auf den Wettkampfsport: Wenn wir permanent an uns zweifeln – wie kann man dann auf der Bühne überzeugen?

Ich habe mal im Spaß vor Jahren zu einem Bekannten gesagt, der gerne „irgendsann mal“ starten wollte, trainiert hat wie ein Bär, auch ein echter Ochse war, sich aber nie traute, den Studiobesitzer mal drauf gucken zu lassen: „Du kannst nicht im Kaputzenpulli auf die Bühne gehen“. TRUE! Selbst Kai Greene, der ja quasi im Hoodie schläft, zieht ihn auf der Bühne aus. 😉

 

Und auf der Bühne geht es mehr als alles andere um die Präsentation, das Selbstbewusstsein. Ihr müsst an Euch glauben. Nicht jeden Schritt, den ihr in der Vorbereitung tut. Es gibt gute und weniger gute Tage. Aber in der Summe müsst ihr positiv sein, denken und Vertrauen haben.

Ihr müsst Euch erlauben Erfolg zu haben, erlauben glücklich zu sein. Ihr habt es Euch verdient! Ihr seid es wert! Glaubt an Euch, lernt es, jeden Tag. Habt Vertrauen in Eure Fähigkeiten, denn ihr könnt so viel erreichen, schaffen, kleine Wunder vollbringen. Fühlt den Glitzer in Euch… lasst das Funkeln durch die alten Schichten aus „wertlos“ und „nicht liebenswert“ durchbrechen… ganz wie Rihanna singt „shine bright like a diamond!“

 

…und dann, bei der Gelegenheit, lasst auch den Rucksack hinter der Bühne, das könnte dämlich aussehen. 😉

Der informative Blog, Teil 5: Der Wettkampf-Bikini (von Sabrina)

 

Sexy Bikinis by SuitsYouSwimwear.com

Quelle: www.suitsyouswimwear.com

Die Qual der Wahl!

 

Die Anfragen häufen sich.
Scheinbar sind nicht alle Mädels unter Euch so „gut-Freund“ mit Google wie ich.
Daher habe ich mir einmal die Mühe gemacht und Euch eine Liste in beliebiger Reihenfolge zusammengestellt mit Suit-Designern, die mir bekannt sind.

Das heißt nicht, dass ich von jedem einzelnen schon Bikinis gesehen oder genutzt habe.  🙂
Dennoch möchte ich diejenigen, deren Bikinis ich persönlich kenne und schätze, besonders kommentieren (natürlich in pink).

 

Gern weise ich auch an dieser Stelle noch einmal auf meine Gruppe bei Facebook hin, die Bikini-Börse, wo man gebrauchte Bikinis direkt von anderen Athletinnen kaufen kann und die Deutschen Designerinnen ihre Schnäppchen und guten Stücke reinstellen:

https://www.facebook.com/groups/Bikiniboerse.Eisennixe/

 

 

Der Neukauf

Generell muss man sich zunächst eine Frage stellen: Möchte ich im Ausland bestellen (und mich ggf. mit Zoll, Maßen, Englisch, Telefonaten, Kreditkartenzahlungen herumärgern) oder bestelle ich in Deutschland?
Zwar gibt es lange nicht so viele Designer hier, wie in der USA, und ich bin mir SICHER, dass ich nicht alle in der Liste habe (bitte kurzen Hinweis an mich für Erweiterungen der Liste), aber auch unsere Designerinnen verstehen ihr Handwerk!

 

 

Dann folgt der Blick ins Ausland:


Tamee Marie TMarie Suits – mein persönlicher Favorit im Ausland! Ich LIEBE ihre Bikinis und habe sie selber getragen!

suitsyouswimwear  – wohl am Bekanntesten und extrem Empfehlenswert für Bikiniklasse
passion fruit designs/ – kenne ich persönlich, sehr schöne extravagante Bikinis, Top-Service
Maggie Keaveny – Designerin zahlreicher Olympia-Bikinis (u.a. Nicole Wilkins und Oskana Grishina
suits by amy
barelyvisible
ddfwear
fitnessprodirect
caries posingsuits/
jagware posingsuits
vizioncouture  – kenne ich persönlich, gute solide Bikinis.
waterbabiesbikini
Ingrid Romero
suitlady
Cynthia James
ravishsands/
the bikinibox (FB: The Bikini Box) – kenne ich persönlich, sehr tolle Strassarbeiten
shoreprincess
Lidia Conti
theberge bikini (FB: Tanya Theberge Custom Suits)
crystallini bikini
Saleyla – kenne ich persönlich, gute solide Bikinis.
bilbobaggs
bikiniguru
angel suits  (FB: Angelsuits) – kenne ich persönlich, schöne Bikinis aus Italien
muscledazzle/ kostengünstige Bikinis aus Thailand
glam fit bikinis – persönliche Erfahrungen, super netter Kontakt und gute Bikinis
A quarter turn to the right (FB) – tolle Strassarbeiten
Bikini By Cini (FB)
Magnifiqa (FB)
Voronina Anna (FB)

 

….und das sind längst nicht alle. Guckt Euch um bei Instagram, Etsy, Ebay, Facebook!

 

Maße nehmen

Bei den deutschen Designerinnen habt ihr ja den Riesen-Vorteil, dass ihr entweder hinfahren oder bei Fragen einfach noch mal anrufen könnt. Und „Maßarbeit“ sind alle diese Bikinis, außer ihr bestellt die „one-size“ in der USA, die aber auch den meisten Mädels passen: Höschen in S für Bikiniklasse war noch nie ein Problem in meinem Bekanntenkreis.

 

ABER – natürlich ist Maß immer besser, besonders wenn ihr bereit seid, das Geld für einen neuen Bikini zu investieren.
Dabei kann man dann auch Schnittwünsche äußern (Hose hinten knapper oder spitzer zulaufend geschnitten, Oberteil Triangel oder Bandeau).

 

 

Für die USA habe ich mir mal einige Bilder von US-Seiten zusammengesucht für Euch, die ich als sehr hilfreich empfand:

 

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Und hier noch ein geniales Video von YouTube:

 

 

 

 

Und nun?

So weit – so gut.
Nun geht es gleich weiter: Bestellt ihr die ultra-gepimpte Version mit Strass im Wert eines neuen I-Phones oder versucht ihr es doch lieber selber und bestellt das gute Stück nur „roh“?

Dabei kann ich Euch gerne unterstützen.
Ich biete Strassarbeiten an und das ganz nach Euren Vorstellungen und Budget.

Beispiele findet ihr hier: Link

 

Aber ihr könnt Euch natürlich auch selber versuchen, viele sind ja künstlerisch begabt.
Es gibt zahllose Videos bei YouTube – ihr müsst das nur mal googeln.
Ob nun mit Hotfix oder Kleber, das kommt auf Euren Geschmack an. Hotfix hält sicherlich besser im Vergleich, dafür besteht halt auch die Gefahr, das gute Stück zu „verbrennen“.
Viel mehr mag ich hier nicht schreiben – das ist ja Berufsgeheimnis. 🙂

 

 

So – nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Stöbern und aussuchen!
Farbe uni oder Muster, Strass in Bunt oder nur silber, nur der Rand mit Strass oder alles, mehrreihige Ketten oder doch eher dicke Glieder – DAS ist der Fun-Teil, also genießt es!

 

 

Eure Nixe Sabrina

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