Der informative Blog, Teil 14: Verbände in Deutschland – Unterschiede und Hintergründe

Quelle: https://pixabay.com

 

Wer, wie, was, wann, wo, warum???
Immer wieder stehen junge Frauen und Männer vor der Frage: Welchen Verband soll ich wähle? Und welche Unterschiede gibt es dabei? 

Ähnlich wie beim Boxen gibt es für Bodybuilding-Begeisterte quasi die Qual der Wahl. 

Allein in Deutschland sind aktuell diverse Verbände aktiv, aber wenn man den Blick noch weiter öffnet ins Ausland gibt es noch mehr Alternativen. 

 

Als Einstieg möchte ich zunächst kurz auf die Ursprünge des Wettkampf-Bodybuildings eingehen: 

Die Geschichte des Bodybuilding 

Grabmalereien, die man in Ägypten entdeckte, deuten darauf hin, dass Bodybuilding schon vor Jahrtausenden betrieben wurde. Auf den Malereien sollen ägyptische Frauen und Männer bei einer Art Krafttraining zu sehen sein, welches auf Grund der verwendeten Hilfsmittel durchaus mit dem heutigen Bodybuilding zu vergleichen ist. In Europa verfügten die Völker des heutigen Griechenlands schon vor ungefähr 4000 Jahren über ein eindrucksvolles Wissen rund um die Beschaffenheit des menschlichen Körpers und seinen Muskeln. In speziell errichteten Trainingsanlagen, den so genannten Gymnasien, betrieben die griechischen Athleten Kraftsport und Bodybuilding, um sich auf bevorstehende Wettkämpfe vorzubereiten. Für ihr Training verwendeten sie, genau wie die Bodybuilder heute, verschiedenste Gewichte und Hanteln.

Wohl der Grundstein des modernen Bodybuilding-Wettkampfes: 

Der 1867 geborene Friedrich Wilhelm Müller, alias Eugen Sandow, übernahm die Vorreiterrolle des Kraftsports, insbesondere des Bodybuildings.
Müller trat in ganz Europa in Bühnenshows auf, wo er Eisenstangen verbog und ein Elefantenbaby und ein Pferd stemmte. Diesen Aufführungen verdankte der Kraftsport seine schnell zunehmende Popularität. Am 14. September 1901 veranstaltete Sandow in London unter dem Titel „The Great Competition“ den ersten großen Bodybuilding-Wettbewerb.
Eugen Sandow mimte vor Fotografen die Posen antiker Statuen. Mehrere Posen Sandows blieben erhalten und werden bis heute an Bodybuilding Wettkämpfen gezeigt. (Quelle)

 

…auch damals in Ägypten waren schon Frauen dabei – jawohl!

Wir erleben gerade wieder einen enormen Fitness-Boom. 
Sowohl, was den Breitensport angeht, als auch bezüglich des Wettkampfsportes. Immer neue Klassen sorgen dafür, dass auch immer mehr Starter die Bühne betreten. 

Wie viele von Euch vielleicht wissen, bin ich ein „IFBB“-Mädchen, d.h. ich bewege mich seit Jahren in dem Umfeld des DBFV, bin selber dort gestartet, habe Athleten betreut und vorbereitet, von Wettkämpfen berichtet und werde in dieser Woche meine erste Meisterschaft als Kampfrichterin bewerten. 

Das bedingt, dass ich mich wohl ziemlich gut mit dem DBFV (IFBB) auskenne, aber ich blende die anderen Verbände nicht aus. 
Beim NAC Germany war ich mehrfach als Zuschauer und Betreuer, kenne auch Starter privat. 
Was die übrigen Verbände angeht verfüge ich leider nicht über persönliche Erfahrungen, ich habe mich aber bemüht für Euch einige Infos zusammenzutragen. 

 

Die verschiedenen Verbände

Es gibt in Deutschland derzeit Meisterschaften folgender Verbände: 


DBFV
Deutscher Bodybuilding- und Fitness-Verband e.V. (IFBB)

 

 

NACG National Athletic Committee Germany (NAC International)

 

NBBUI Germany (ehem. Teil der WABBA, mittlerweile selbständig)

 

 

DFFV / WFF Germany (ausgegründet aus der NABBA – gehört zur WFF World Fitness Federation und NABBA International) 

 

GNBF German Natural Bodybuilding & Fitness Federation e.V.

(noch) nicht in Deutschland aktiv: 
WBFF World Beauty Fitness and Fashion Inc.

 

Einige der Verbandshistorien sind etwas tricky, viele Verbände sind als „Splittergruppen“ durch Ausgründung von ehemaligen Mitgliedern entstanden, immer mit dem Ziel, die Dinge anders zu machen.  

Entstehungsgeschichte (ein kleiner Exkurs)

(Quelle)

Bis 1940 war die Bodybuildingszene unter der Kontrolle der AAU Amateur Athletic Union.
1946 gründeten die Brüder Ben und Joe Weider den Verband IFBB International Federation of Bodybuilders. Sie waren der Ansicht, dass der AAU nur an der Vermarktung des Gewichthebens interessiert waren und wollten das Bodybuilding voranbringen. 

1969 wurde der IFBB Mitglied des GAISF (heute Sportaccord) und gehört heute zu den größten Sportorganisationen der Welt (z.Z. 192 Mitgliedsstaaten). 

19 Jahre nach Gründung des Verbandes fand als Profi-Wettkampf der IFBB der erste Mr. Olympia statt. Larry Scott durfte sich am 19. September 1965, in der Brooklyn Academy of Music (New York City), in einer Halle ohne Stühle, vor einer kleinen eingeschworenen Fangemeinde, als erster in die Geschichtsbücher der IFBB eintragen lassen. (Quelle)

Der NABBA-Mr. Universe ist der bedeutendste und traditionsreichste Mr. Universum- Wettbewerb im Bodybuilding. Er wird seit 1950 von der NABBA National Amateur Bodybuilders Association ausgetragen und galt jahrelang als inoffizielle Weltmeisterschaft. Zahlreiche Stars früherer Tage wie John Grimek, Steve Reeves, Reg Park oder Arnold Schwarzenegger begründeten ihre internationale Karriere mit dem Gewinn des damals angesehensten Titel im Bodybuilding. Ab Ende der 1960er Jahre verlor der NABBA-Mr. Universe mit Erstarken des Konkurrenzverbandes IFBB und der damit verbundenen Etablierung neuer Wettbewerbe wie dem I.F.F.B.-Mr. Olympia und dem I.F.F.B.-Mr. Universum stetig an Prestige.
Seit 1984 führt die NABBA neben dem Mr. Universe verbandseigene reguläre Weltmeisterschaften durch.
In Deutschland gibt es derzeit keinen NABBA-Bundesverband, aber im Nachbarland: NABBA Austria .  (Quelle)

Der Deutsche Bodybuilding- und Fitnessverband e.V. wurde 1966 gegründet (DKV), 1979 neu konstituiert (DBKV) und ist mit Abstand die größte und traditionsreichste Bodybuilding-Organisation in Deutschland. Zu den Gründungsmitgliedern der 1966 als Deutscher Kraftsport-Verband entstandenen Organisation, zählen unter anderem Albert Busek und Arnold Schwarzenegger.
Der DBFV e.V. und seine angeschlossenen 15 Landesverbände organisieren seit Gründung regionale, nationale und internationale Meisterschaften. Termine findet ihr hier.
Der DBFV e.V. ist als einziger nationaler Verband seit 1977 dem Welt-Dachverband IFBB (International Federation of Bodybuilding and Fitness) und seit 2002 dem Europäischen Verband EBFF (European Bodybuilding and Fitness Federation) als Mitglied angeschlossen. (Quelle)

Speziell für den Fitnessbereich gründete die NABBA International im Jahre 1990 die WFF World Fitness Federation, hier Deutsche Fitness und Fitnessmodelverband e.V. (DFFV). (Quelle) Derzeit gibt es die Deutsche Meisterschaft, 2017 in Kulmsbach/Bayern, sowie eine German Open in Bayern.

Der NACG wurde 1999 in Köln mit dem Ziel gegründet, einen athletenfreundlichen und von demokratischen Strukturen geprägten deutschen Dachverband für Fitness, Athletik und Bodybuilding in Konkurrenz zum bereits seit 1966 bestehenden DBFV zu etablieren. Er besteht aus vier Landesverbänden (Nord, Ost, Süd, West) und veranstaltet neben vier regionalen Meisterschaften auch Deutsche Meisterschaften. (Quelle)

Die German Natural Bodybuilding & Fitness Federation e. V. (kurz GNBF) wurde am 1. März 2003 in Hamburg gegründet und fördert das dopingfreie Bodybuilding. Derzeit finden Deutsche Meisterschaften statt, 2017 in Bayern und NRW.  (Quelle)

Die WBFF World Beauty Fitness and Fashion Inc. wurde 2007 vom ehem. IFBB-Profi-Bodybuilder Paul Dillett gegründet. Auch dieser Verband zielt eher auf die Fitnesssparte, auch im Hinblick auf Modelljobs, ab. Der Verband ist weltweit aktiv, die Worlds finden derzeit in London statt. (Quelle)

Seit Anfang 2017 gibt es in Deutschland die NBBUI (eine Ausgründung aus der WABBA Germany). Die näheren Details zur Gründung findet ihr hier: Quelle 
Die Deutschen Meisterschaften finden 2017 in Erfurt und Pfungstadt statt. 

Nun wisst ihr ungefähr, wie die Verbände entstanden, wo die Ursprünge sind und habt auch eine Vorstellung davon, wie die regionale Verteilung bzw. Schwerpunkte innerhalb Deutschlands die jeweiligen Verbände haben. 

 

Und nun?

Eins haben alle Verbände gemeinsam: Sie alle geben an, dass sie zum Wohle der Athleten gegründet wurden, demokratisch und athletenfreundlich agieren. 

 

ge·me̱i̱n·nüt·zig

Adjektiv

  1. so, dass es nicht auf Gewinn ausgerichtet ist, sondern dem allgemeinen Wohl dient.

    „ein gemeinnütziger Verein“

 

Auszug Satzung DBFV:

§ 1 Name und Sitz
Der Verband führt den Namen Deutscher Bodybuilding- und Kraftsportverband.
Er ist nicht auf Gewinn ausgerichtet und auf demokratischer Grundlage aufgebaut. 

 
§ 2 Zweck
Der Verband hat zur Aufgabe, nach dem Grundsatz der Freiwilligkeit und unter Ausschluß von parteipolitischen, konfessionellen, beruflichen, rassischen und militärischen Gesichtspunkten den Sport zu fördern. Dieser Zweck wird wie folgt erreicht :

  1. Die Förderung von Bodybuilding und Kraftsport.
  2. Die Förderung sportlicher Tätigkeit mit Widerstand (Gewichten)- Geräten und Gymnastik     im Ausmaß medizinischer Empfehlung – im Sinne des Fitness-Sportgedankens.
  3. Die Förderung sportlicher Tätigkeiten mit Gewichten und Geräten zur Entwicklung von Kraft für verschiedene Sportdisziplinen und Kraftleistungswettkämpfe.
  4. Die Forschung und Entwicklung der in Punkt 1-3 bezeichneten Disziplinen.
  5. Die Ausrichtung von Veranstaltungen und Wettkampfmeisterschaften mit lokaler,           regionaler, nationaler und internationaler Beschickung.
  6. Werbung und Aufklärung im Sinne sportlicher Öffentlichkeitsarbeit für die betreuten     Disziplinen.

    Der Verband verfolgt diese Ziele ausschließlich und unmittelbar durch eigenes Wirken auf gemeinnütziger Grundlage im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung 1977 (§§ 51 ff. AO).

    Seine Tätigkeit ist selbstlos, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Verbandes dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Verbandes. Es darf darüber hinaus keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
    Die Führung eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes schließt die Steuervergünstigung nicht aus. Erwirtschaftete Gewinne sind aber ausschließlich für satzungsmäßige Zwecke zu verwenden. Die Inhaber von Verbandsämtern (Vorstandsmitglieder) üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus.
    Übersteigen die anfallenden Arbeiten das zumutbare Maß einer ehrenamtlichen Tätigkeit, so kann ein hauptamtlicher Geschäftsführer und das hierfür erforderliche Hilfspersonal eingestellt werden. Für diese Geschäfte dürfen aber keine unverhältnismäßig hohen Vergütungen gewährt werden.

§ 11 Aufbringung und Verwendung der Geldmittel
Die Geldmittel werden aufgebracht durch Beitrittsgebühren, Mitgliedsbeiträge, Erträge aus Veranstaltungen, Spenden und Zuwendungen etc. Die Mittel des Vereines dürfen nur dem Sport dienenden Zwecken zugeführt werden. Sie werden unter anderem für die Aufrechterhaltung des Verbandsbetriebes und für die Ausrichtung von Wettkampfveranstaltungen verwendet. Entsprechend des Umfanges der zu bewältigenden Aufgaben kann vom Vorstand für außerordentliche Leistungen, die der ehrenamtlichen Tätigkeit nicht mehr zugemutet werden können, durch einstimmigen Beschluß eine angemessene
….

 

Quelle

 

Gemeinnützigkeit vereint die vorgestellten Verbände. 

Aber: Jeder muss für sich selber entscheiden, wo er starten möchte. 

Der IFBB bietet die sicher bekannteste Profi-Liga an – der Mr. Olympia ist wohl der größte und bedeutenste Profi-Wettkampf mit diversen Klassen und immensen Preisgeldern.

Auch andere Verbände etablieren nach und nach eigene Profi-Ligen, aber es lässt sich wohl sicher sagen, dass der IFBB durch die Größe und Reichweite die beste Möglichkeit bietet, sich auf Weltniveau zu messen – wenn man das denn dann will. 

Das allein reicht nicht aus, um die Entscheidung zu treffen: Wo starte ich?
Es muss auch die passende Klasse für einen geben. 

 

Die Klasseneinteilungen

Ich werde mich hierbei auf die Klassen für Frauen beschränken, wir sind ja immer noch bei der Eisennixe. 😉

Zunächst die grobe Übersicht für alle Klassen und alle Verbände:

 

Jetzt etwas mehr ins Detail: 

Die Bikini-Klassen

DBFV Bikini-Fitness

DBFV Bikini Wellness (neu in 2017, hier ein internationaler Look bzw. ein erstes Bild der regionalen Meisterschaften)

 

NACG Bikini Shape

 

WBFF Diva Fitness Modell (sicher allen bekannt: Andreia Brazier)

WBFF Diva Bikini Modell

WBFF Commercial Modell

 

NBBUI Miss Beauty (es war schwer, hier Bilder zu finden!)

NBBUI Miss Bikini

 

DFFV Sportmodell

DFFV Bikini

GNBF Bikini

 

Die Figur-Klassen

DBFV Fitness Figur

DBFV Fitness-Leistung

NAC Figur (Quelle Pflichtposen)

 

NBBUI Miss Shape

NBBUI Miss Figur

 

 

DFFV Figur

DFFV Aerobic Fitness

GNBF Figur

muss ich nachreichen

WBFF Diva Figure Model

 

Die Bodybuilding-Klassen

DBFV Physique

 

NACG Bodybuilding

NBBUI Miss Physique

 

GNBF Athletik

© Sportagentur Werner / www.picture4u.de

GNBF Bodybuilding

 

 

Wer interessiert genug war, bis hierhin zu lesen: Danke. 

 

Dieser Blog war einige Arbeit und ich hoffe, das alles hilft ein wenig bei dem ersten Einblick.

Die genauen Regelwerke findet ihr auf den jeweiligen Homepages und es gibt zahlreiche Videos und Fotos online von den Klassen. Viele Verbände bieten auch Seminare an zum reinschnuppern. Am Besten macht ihr euch selber ein Bild, vor Ort, fahrt zu Meisterschaften und dann ab dafür! 

  

Eure Nixe Sabrina

Der informative Blog, Teil 13: Die Packliste

Die Themen für den informativen Blog werden weniger,  aber mich erreichen immer wieder einzelne Fragen.
Daher hier eine Liste, die meine liebe Mit-Eisennixe Aline vor einiger Zeit für einen unserer Workshops erstellt hatte. 

Sie ist aber immer noch aktuell!
….am Besten packt Ihr das alles einige Zeit vorher, gerade die letzten Tage der Diät ist man Gehirn-Zombie und vergisst die Hälfte. 

 

Brauch‘ ich…..                                                    

  • Handtuch/ Decke/Schlafsack/Kissen
  • Essen/Supplemente
  • Wasser
  • Strohhalme fürs Trinken
  • Gemütliche Kleidung (FlipFlops, Hosen, Socken ohne Gummizug (Abdrücke!!),…
  • Wechselklamotten für hinterher 🙂
  • DM -> Schicke Klamotten fürs Bankett
  • Starterlizenz
  • Personalausweis
  • Kleine (!) Sicherheitsnadeln für Starternummer
  • Wettkampfbikini(s)
  • Schuhe (eventl. 2. Paar wegen Reglement)
  • ggf. Gelpads für die Schuhe – auch hier geht doppelseitiges Klebeband 😉
  • Schmuck für Wettkampf
  • Schmuck für danach 🙂
  • Make Up 
  • Kamm/Bürste/Glätteisen/Haarspray/Hitzeschutzspray/Lockenstab/
    Lockenwickler/Haarnadeln/Haargummis/….
  • Vaseline für die Zähne (nicht lachen, ggf. ist Euer Mund so trocken, dass das hilft)
  • Spiegel (wenn ihr einen habt, nehmt ihn mit, Backstage sind oft keine oder viel zu wenige!)
  • Farbe inkl. Schwamm, Roller für Ausbesserungsarbeiten
  • Latexhandschuhe damit sich niemand vollschmiert (lieber mehrere Paare)
  • Glanz (Produkt oder Babyöl)
  • Bikinibite (kann man sich ggf. im Team teilen, Doppelseitiges Klebeband soll auch gehen)
  • Therabänder zum Aufwärmen
  • Feuchttücher (z.B. zum Reinigen der Toilettensitze – am Besten aber gar nicht hinsetzen!!! Das ist sonst Riesenschweinkram..)
  • Zahnbürste + Zahnpasta, Pfefferminz, Kaugummis – aber nicht auf der Bühne!!!
  • Kleines Nähset für Unfälle
  • Nagelset
  • Ersatznägel zum Aufkleben für den Notfall
  • Schere
  • kleine Zange für Notfälle mit Bikini oder Schmuck
  • Sekundenkleber
  • Tampons (wir wollen ja nix unerwähnt lassen)
  • Rasierer, Rasierschaum
  • Taschentücher
  • Geld
  • Süßigkeiten
  • ggf. etwas zuckerhaltiges für den Kreislauf und etwas gegen mögliche Krämpfe (bitte immer in Abstimmung mit Eurem Coach!!)
  • Fotoapparat
  • Ladekabel fürs Handy
  • ggf. Verlängerungskabel oder Mehrfachsteckdose
  • Ohropax/Schlafmaske
  • Isomatte und Kopfkissen für Backstagebereich
  • Was Schönes zum Lesen /MP3-Player

 

 

Wenn es Themen gibt, die Euch noch interessieren, dann schreibt mir gerne bei Facebook oder hier. 

Eure Nixe Sabrina

Der informative Blog, Teil 12: Kampfrichter beim DBFV – Ein Blick hinter die Kulissen.

 

Wer mich kennt, der weiß, dass ich schon viele der zahlreichen Facetten des Wettkampfbodybuildings erleben durfte:

  • anfänglich als reiner Fan
  • aktive Athletin
  • Orgateam und Helferlein bei Meisterschaften
  • Betreuer/Coach
  • „rasende Reporterin“ für Team Andro
  •  mit viel Glitzer und Herzblut zur „Bikini Queen“ mit Posing und Bikinis 
  • und nun der Schritt hinter den Kampfrichtertisch.

Ich habe mir selbst und dem Sport immer versprochen: Wenn die Zeit mit Team Andro einmal vorbei ist, mache ich meinen Kampfrichterschein.
Das war dann Anfang 2016 mit der theoretischen Prüfung so weit. Es folgten zwei praktische Prüfungen (Probewertungen).

 

Mit der Unterstützung unseres Bundeskampfrichterreferenten Michael Enzo König möchte ich nun meinen Blog nutzen, um Euch auch zu diesem Bereich des DBFV etwas „Informatives“ zu schreiben.

Auch ich habe schon im Publikum gesessen und mich über Entscheidungen gewundert, konnte es nicht nachvollziehen. Ganz oft lag das aber daran, dass ich schlicht zu wenig über das System wusste.
Wie entsteht so eine Wertung, was steckt dahinter, wie läuft das überhaupt ab.

Die Grundlagen für die Wertung

Auf der Homepage des DBFV finden sich für jede Klasse die Wettkampfregeln.

http://dbfv.de/wettkampfregeln/

Diese enthalten u.a. die Bewertungsrichtlinien.
Zitat für die Bikini-Fitness Klasse:

Bewertungsrichtlinien:
Symmetrische Körperform, Proportion, weibliche Ästhetik, Frisur, Make up, sportive, feminine Gesamterscheinung.
Eine gute Form ist relevant, Muskulosität oder Definition sind keine Wertungskriterien.

Wie der Name es schon sagt – es sind nur „Richtlinien“.
Anders als beim Weitsprung, wo man bequem nachmessen kann, wer den besten (=weiteste) Sprung gemacht hat, gibt es beim Bodybuilding eine an Richtlinien orientierte Wertung. Und diese ist niemals ganz frei vom persönlichen Geschmack.
Das gilt für das Line Up und die sogenannten Vergleiche als auch für die Kür.

Im klassischen Männer-Bodybuilding ist es leichter, aber gerade die neueren Klassen verlangen einiges auch von den zum Teil langjährigen Kampfrichtern ab.
Ich beschäftige mich quasi seit Tag 1 mit der Bikiniklasse. Und weiß doch nicht immer, wer gewinnen sollte und wer ggf. zu viel/zu hart ist. Gleiches gilt für die Figurklasse, die Frauen Physique und auch die Men’s Physique.
 
Und bitte glaubt mir: Es ist noch einmal etwas ganz anderes im Publikum zu sitzen und mit den Sitznachbarn zu fachsimpeln, wer denn Erster oder Zweiter wird als dort vorn am Tisch zu sitzen und binnen Sekunden zu entscheiden über „hop“ oder „top“ bzw. dabei jeden Platz vom 1. bis zum 15. nach bestem Wissen und Gewissen zu platzieren.
All das unter großem Zeitdruck, damit die Meisterschaften nicht zu lange werden für die Zuschauer und wartenden Athleten.

Die Wertung vor Ort

Die Wertung beginnt in dem Augenblick wenn die Athleten die Bühne betreten.
Und sie endet erst dann, wenn sie die Bühne verlassen.

Zitat Erich Janner:
„Es gewinnt der- oder diejenige mit den wenigsten Schwächen bzw. Fehlern“

Heißt: Welcher Athlet auf der Bühne ist derjenige mit den wenigsten Schwächen?
Perfekte Athleten gibt es höchst selten, daher schaut man auf das „Gesamtpaket“. Unter Berücksichtigung der Bewertungskriterien jeder einzelnen Klasse.
Deshalb siegt auch nicht immer derjenige mit der größten Härte (auch wenn alle immer darauf achten: Härte erscheint im Regelwerk nicht als alleiniges Wertungskriterium) oder der meisten Muskulatur, sondern oftmals derjenige mit dem besten Paket.

Dabei gibt es einige Faktoren, die den Gesamteindruck stören können:
Großflächige Tätowierungen z.B. machen es leider schwierig, die Muskulatur und Form richtig erkennen zu können.
Extreme Hautunreinheiten können zu einem Punktabzug führen, ebenso ein „Zuviel“ an Körperfett, übertriebene Grimassen, fehlerhaftes Einnehmen von Grundstellungen oder Grundposen oder unsportliches Verhalten.

Das System

Auch hierzu stehen einige Details in den Wettkampfregeln, wieder im Beispiel Bikini Fitness:

4. KAMPFGERICHT UND AUSWERTUNG
Das Kampfgericht kann aus 5, 7 oder 9 Kampfrichterinnen u. Kampfrichter bestehen.
Jede Teilnehmerin erhält gemäß den Bewertungskriterien pro Runde von den Kampfrichtern eine Platzziffer.
Für einen 1. Platz die Platzziffer 1, für einen 2. Platz die Platzziffer 2 usw.
Die höchste und niedrigste Platzziffer wird gestrichen (bei 9 Kampfrichtern die zwei höchsten- und niedrigsten Platzziffern) und die verbleibenden addiert. Die Teilnehmerin mit der niedrigsten Platzziffer ist Siegerin.

Das wollte ich mal etwas ausführlicher erklären:

Generell gibt es 2 (3) Wertungsrunden:

  1. Vorwahl; evtl. eine Eliminationsrunde bei mehr als 15 Startern
  2. Vergleiche im BB (zählt doppelt im Finale am Abend, 2/3) oder das Finale bei den Klassen ohne Kürvortrag 
  3. Kür (zählt 1/3)

Die Punkte aus der Vorwahl werden nicht mit ins Finale genommen, hier geht es einzig um den Einzug ins Finale. Trotzdem müssen alle Athleten gewertet werden. D.h. Ihr müsst direkt entscheiden wer Platz 6 und wer Platz 13 hat.
Je nach Klasse ist das einfacher oder schwerer.

Zurück zum Kampfgericht:
Auf einer regionalen Meisterschaft besteht es meistens aus 5 Kampfrichtern.
Von diesen 5 Kampfrichtern kommen 5 Wertungen.

Das ist relativ einfach:
Wenn der Kampfrichter einen Athleten auf Platz 1 sieht bekommt dieser Platzziffer 1.

Von allen Wertungen werden die Beste und die Schlechteste gestrichen (nach Vorgabe durch den Weltverband). In der Tabelle sind die Streichergebnisse gelb markiert.

Athlet 1: eine 1 und eine 3 werden gestrichen.
Verbleiben: 2+1+2 = 5 Punkte.

Athlet 2: eine 1 und eine 2 werden gestrichen.
Verbleiben: 2+1+1 = 4 Punkte.

Damit liegt Athlet 2 vorne. In diesem Fall wären 3 Punkte die „Idealpunktzahl“.
Auch wenn das nicht zwangsläufig heißt, dass ALLE Kampfrichter den Athleten auf 1 gesehen haben.

 

Auf der Deutschen Meisterschaft gibt es 9 Kampfrichter.

Bei den Deutschen bzw. Int. Deutschen Meisterschaften werden die Kampfrichter durchgewechselt. Zumeist wechseln die Kampfrichter, so dass nicht jeder alle Klassen wertet.
Kampfrichter eins wertet dann z.B. die Vorwahl Bikini 1, aber nicht unbedingt auch das Finale Bikini 1. Die Einteilung hierfür erfolgt erst kurz vor dem Wettkampf durch den Hauptkampfrichter bzw. Bundeskampfrichterreferenten.
Hierbei werden pro Bundesland nicht mehr als zwei Kampfrichter in einer Klasse eingesetzt, die natürlich dann auch nicht nebeneinander sitzen.

Bei 9 Kampfrichtern werden jeweils die zwei besten und die zwei schlechtesten Wertungen gestrichen:

Beispiel:

Athlet 1: eine 1, eine 2, und zwei 3 werden gestrichen.
Verbleiben: 2+2+3+3+2 = 12 Punkte.

Athlet 2: zwei 1 und zwei 2 werden gestrichen.
Verbleiben: 1+1+1+1+1 = 5 Punkte.

Athlet 3: eine 1, eine 2 und zwei 3 werden gestrichen.
Verbleiben: 3+3+2+2+3 = 13 Punkte.

Damit liegt Athlet 2 vorne.
In diesem Fall mit der „Idealpunktzahl“ von 5 Punkte.

Manchmal passiert es, dass zwei Athleten die gleiche Punktzahl haben.
Dann entscheiden die jeweiligen Platzziffern:

Athlet 1: zwei 7 und zwei 9 werden gestrichen.
Verbleiben: 7+7+8+8+8 = 38 Punkte.

Athlet 2: eine 3, eine 5 und zwei 8 werden gestrichen.
Verbleiben: 8+8+8+7+7 = 38Punkte.

Bei Punktgleichstand entscheidet die Majorität der Kampfrichter.
D.h. sieht man sich alle Wertungen inklusive der gestrichenen Platzziffern im direkten Vergleich an, so erkennt man, dass Athlet 2 insgesamt bessere Platzierungen hatte als Athlet 1.
Daraus ergibt sich dann, dass Athlet 2 trotz Punktgleichstand vor Athlet 1 platziert wird im Gesamtergebnis der Klasse:

Athlet 1  –  Platz 8
Athlet 2  –  Platz 7

 

Allgemeine Gedanken

Da ihr nun das Wertesystem kennt werdet ihr auch erkennen, dass es damit nicht möglich ist, dass ein Coach im Kampfgericht seinen Athleten „bevorteilen“ kann.
Wenn er alleine Euch auf 1 sieht, wird diese Wertung gestrichen als bestes Ergebnis, regional als auch bei der DM.

Ein Pushen ist also durch die Streichregelung definitiv ausgeschlossen.
Die dazu notwendigen Absprachen zwischen Bekanntwerden der zu wertenden Klassen, evtl. „Mauscheleien mit anderen Kampfrichtern“ und dem Wettkampfbeginn sind absolut unrealistisch.

Durch die Regelung mit maximal zwei Kampfrichter pro Landesverband in einer Klasse kann auch der gelegentliche Vorhalt von „Landeswertungen“ entkräftet werden.

Die ersten Vergleiche laufen rein numerisch ab, danach werden diejenigen zum ersten Vergleich nach vorne gerufen, die aus dem Mittelmaß der Kampfrichterwünsche die meisten Stimmen haben. Auch hier gibt es keinen Spielraum für „Mauscheleien“.

Nach einigen Starts ist ein Athlet sicherlich „bekannter“. Ein mehrfacher Deutscher Meister oder gar Weltmeister wird aber auch dank seiner Bühnenerfahrung und dadurch bedingter starker Präsenz nicht „übersehen“.
Dennoch gilt für alle Athleten: Das Paket am Wettkampftag entscheidet. Nicht das vom Dezember 2014.

 

Generell bitte ich Euch den Blick dafür zu öffnen, was ein Kampfrichter eigentlich ist:

Jemand, der sich aus Liebe zum Sport ehrenamtlich in seiner Freizeit der schwierigen Aufgabe stellt Athleten innerhalb weniger Minuten zu bewerten.

Ich mache das ehrenamtlich, investiere aber auch jede Menge Zeit, Herzblut und mehr.
Und all das tue ich, um den Sport aktiv zu unterstützen.
Selber dabei mitzuwirken, dass die Richtlinien genauer werden, die Wertungen transparenter und auch für alle Beteiligten nachvollziehbar.
So funktioniert Ehrenamt – durch den Einsatz für den Sport, den wir lieben. Und ich bin stolz drauf.

Ohne Athleten gibt es keine Meisterschaften, aber ohne Kampfrichter gibt es ebenfalls keine Meisterschaften bzw. allgemein gesehen keinen Wettkampfsport.

 

Wenn Ihr noch Fragen habt stellt sie gerne.
Gemeinsam mit der Hilfe von Michael Enzo König versuche ich alles zu beantworten was dieses Thema angeht.
Ich werde dann hoffentlich ab 2017 als Kampfrichterin offiziell für den Landesverband Schleswig-Holstein werten dürfen.

 

Eure Nixe Sabrina

Die Woche im Rückblick: Neujahrsvorsätze

 

Neues Jahr, neues Glück… oder so ähnlich.

Nachdem die heißgeliebten Feiertage hinter uns liegen und damit die ENDLOSSCHLEIFE von „Quallenmodus“, „wie man über die Feiertage nicht fett wird“, und Ergüsse über „sinnlosen Fressgelagen“ sowie „Fitness-Gerichte und Survival-Tricks für den Athleten-2. Feiertag bei Omi“ schwappt gleich die nächste Welle über uns herein.

Und NEIN – damit meine ich nicht die alljährlichen Neujahrs-Sportvorsätze, denn seien wir mal ehrlich: Endlich die blöden 5 oder 10 kg loszuwerden, das ist doch kein Neujahrsvorsatz, das wollen wir alle doch schon seit 4 Jahren… oder so.
Und NEIN, ich verteufle auch nicht die Heerscharen von Leuten, die sich jetzt neu angemeldet haben im McFit oder sonst wo. Ganz im Gegenteil: Ich freue mich für sie. Denn wenn sie ganz viel Glück haben, dann verlieben sie sich auch ins Eisen – so wie wir es alle getan haben, die diesen Blog lesen. 😉
In ein paar Wochen sind nur noch die wirklich Interessierten dabei, der Rest bleibt dann eh daheim, als Liebling des Studioinhabers: zahlend, aber abwesend. 😉

Sehr guter, lesenswerter Artikel auf Team-Andro dazu:

http://www.team-andro.com/wo-fitness-drauf-steht-fitness-drin.html

 

Nein – wovon ich hier schreibe, das sind die

„Ich will starten-SOFORT“-Mädels!!

(sorry, ich lese so was überwiegend von Mädels, in meiner Börse oder den ENDLOSEN Nachrichten, die ich so den lieben langen Tag, 24/7, 7days a week, bekomme.
Ich helfe total gerne, wirklich. Aber gerade heute erhielt ich wieder meine Lieblingsfrage per Facebook:

„Welche Schuhe sind in der Bikiniklasse erlaubt?“

WAAAAAHHHHHHH

arrrr

 

Ich weiß.
Jede Einzelne, für sich selbst genommen, meint das nicht böse.
Aber wenn man weiß, dass man mich fragen sollte (weil ich vermeintlich Ahnung habe) dann kennt man doch wohl auch meine Seite – und damit meinen Blog – ODER?
Zu faul zum Klicken? Zum Lesen oder was?
Wie soll das mit der Bühne klappen, wenn man nicht mal bereit ist, zwei Klicks weiter zu gehen??

Ich habe X-Blogs zum Thema Schuhe geschrieben, aktualisiere das ständig und überhaupt: Hallo Regelwerk? Öffentlich zu lesen auf der Homepage des DBFV? Da steht ALLES drin. ALLES. …. aber wieder: 2 Klicks weiter….

 

„Wie kann ich starten“ habe ich gefühlt 5 Mio. Mal beantwortet. Diverse Blogs dazu geschrieben… ach ne, da müsste man ja selber nachlesen… selber AKTIV werden 😛

Dennoch frage ich mich, wieso SOOO viele Mädels, die gefühlt gerade mal 2 Minuten trainieren, direkt auf die Bühne wollen? Ja, ja. Hab ich schon 100mal drüber geschrieben, aber doch… wozu die Eile? Bodybuilding ist ein „work-in-process“, quasi nie enden wollende Feinarbeit an körperlichen Details. Die kommen teilweise ins Studio, haben noch nie irgendwas sportliches gemacht außer das, was da 2 Stunden in der Schule pro Woche läuft, wollen aber in 5 Monaten auf die Bühne und aussehen wie Valeria Ammirato.

Wenn ich mal so zurück überlege, damals waren Starter im Studio diejenigen, die man heimlich, aus der Ferne bewundert hat. Wo man ganz still lauschte, wenn sie Wissen teilten. Heute scheint das im Poesie-Album unter Hobbies zu stehen bei jeder dritten 14jährigen… :/

 

Wie sagt eine gute Freundin immer zu mir? „Sabrina, Du kannst nicht die Welt retten“
Und ich will ehrlich sein: Ich beantworte nicht mehr jede Nachricht. Ich schaffe es nicht mehr, weder zeitlich noch von den Nerven her. Ich will auch niemanden direkt mit einer zynischen Antwort abwimmeln… dann lieber gar nichts schreiben oder den Hinweis auf meinen Blog geben  (um dann als Antwort zu bekommen „Vielen Dank, aber Hamburg ist mir zu weit weg“ HAHAHAHAHAHAHA).

 

Wenn mich etwas interessiert (->Starten), dann mache ich mich mal schlau.
Welche Verbände gibt es, welche Klassen, guck mir das mal live an, ob mir das überhaupt gefällt, und dann knüpft man ja Kontakte indem man dem Verband mal schreibt, oder (oh Gott, kaum wer traut sich) da ANRUFT.

 

Ich hab ernsthaft schon Antworten bekommen auf Coachempfehlungen in Hamburg, wo dann drin stand „warum hat der keine Facebookseite?“ – HÄ? So ’ne Vorbereitung läuft doch nicht über Facebook????

Facebook…. Immer wieder und auch nach dieser ersten Woche des Jahres das Fazit: Wozu braucht man eine Athleten-Seite??

Ich weiß, ich weiß…. es ist total schwer, jetzt noch „Fuß zu fassen“ mit einer Seite, die Rezepte kann man gefühlt täglich lesen (Nudeln mit Tatar, Eiweißpfannkuchen, überbackenes Toast mit light Käse – MAN O MAN!!!) und selbst das bauchfrei am Herd zieht nicht mehr so, wenn es alle machen.
Ich stell mir das ernsthaft nicht so leicht vor, da eine gute, gehaltvolle Seite aufzuziehen. Und ich habe Respekt vor jeder einzelnen, die es schafft, es doch gut umzusetzen.

Aber für den Großteil gilt: Braucht ihr das wirklich? Eine eigene Athletenseite? Wie oft lese ich „weil meine Fans es so wollten…. bin ich jetzt bei Instagram/Facebook“ blabla. Ehrlich… internationale Fanbase?

Von „2-Minuten-Atheltinnen“, die schon vor dem ersten Start eine Seite haben, auf der immer dieselben 5 Leute liken (Mutti, Vati, beste Freundin, Schatzi und sie selber)  – oder die 5-Minuten-Athletinnen, die nach dem ersten regionalen Start eine Seite mit „IFBB Bikini“ anlegen und nicht mal wissen, dass sie gar nicht IFBB-Athletin sind, sondern DBFV… aber ich sag mal nichts…

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….vielleicht mach ich ja eine wöchentliche Kolumne aus meinem Blog…
Gibt’s Themen, die Euch nerven/beschäftigen/einen Kommentar benötigen?? Dann schreibt mir. 🙂

 

Eure Nixe Sabrina

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„NEIN! Doch! Ooooh!“ oder: Bauchfreie Kochvideos und Rundum-Schlag (von Sabrina)

Wir alle lieben sie, die Kochshows in der deutschen Fernsehlandschaft. Das perfekte Dinner (wer hat dabei nicht schon 20x überlegt, sich zu bewerben), die Küchenschlacht, Grill den Henssler und was nicht alles.

Wir sitzen vorm Fernseher, schreiben Rezepte mit und schwelgen in den tollen Kreationen, können es förmlich schmecken. Und natürlich ist es auch extrem unterhaltsam, wenn da mal was anbrennt oder die Nudeln matsche werden anstatt „al dente“. Passiert also auch den coolen Fernsehköchen, nicht nur uns. Und Nudeln machen ist eben doch „Kochen“.

Passend dazu sprießen die „Kochkünstler“ auf Instagram und Facebook aus dem Boden wie die Pilze, es gibt geradezu eine wahre Kochflut.

Und darunter sind sicherlich einige kreative Köpfe, aber auch unendlich viele, die etwas abhaben wollen vom „Fame“ und sich dann direkt ganz ganz kreative Namen zu legen.
Über die Namensfindung für Facebook-Accounts könnte man einen ganzen eigenen Blog schreiben.

*DVBF IFBB Bikini-Sternchen-Schissel-Dissel*

ist dazu der liebste Spruch einer guten Freundin. Warum man sich nach einem Start oder schon vorher „IFBB Männer IV Athlet“ nennen muss oder warum man auf einmal „Kampfnamen“ wie ein Wrestler braucht und dafür neue englische Begriffe erfindet „Swoleness“ – was soll das heißen?
Oder IFBB-Profis nachahmt „the Rock“ oder „the King“ (ich will hier niemanden namentlich nennen, sonst krieg ich noch Haue 😉 )

Sorry Leute, aber ich wüsste nicht, dass ein Kampfrichter schon JEMALS gesagt hätte:

„UI! Das ist der „blablabla“! Den müssen wir auf Platz 1 setzen! Weil der heißt ja schon so!“

 

 

Zurück zu den Online-Köchen, warum braucht man einen Künstlernamen mit „Cooking“ oder „Food“ drinnen? Food Lionking oder Cooking Panda? hahahhahahah

 

Es gibt wirklich (!) kreative Köpfe, ein paar wenige Ausnahmen, aber bei dem Großteil liest man dann Sachen wie:

Nudeln mit Hackfleisch

 

OH MEIN GOTT!!!
NEIN, das ist ja der HAMMER! Wahnsinn! Echt jetzt! 😮 😮
Unglaublich. Man kann NUDELN mit HACKFLEISCH kombinieren?
Oh man, oh man… danke! Das wird mein neues Lieblingsrezept!

 

Mal im Ernst. Vor ungefähr 12 Jahren hat der Mann an meiner Seite eine Homepage gebastelt, die da hieß „Projekt unter 90“. Heutzutage würde man sagen, er hat gebloggt. Damals war das noch nicht so angesagt/bekannt. Er hat da sein ganzes Essen und seinen Diätalltag dokumentiert (ohne bauchfrei-Fotos). Das war cool und neu und er hatte ohne Ende Klicks (und nachher Stress mit dem Webhost wg. zu viel Traffic).

Aber jetzt lese ich von jeder zweiten Bikini-Starterin, dass sie zum Frühstück ja „Protein-Pancakes“ (jaaaaaa, das sind keine Pfannkuchen, da ist ja kein Zucker drin!!!) isst – oder doch „Eggwhites“ mit „Flavour-Drops“.
Was sind diese Drops überhaupt, weiß irgendwer, was da wirklich drinnen ist? Warum nicht einfach Zimt?

Aber fast noch lieber sind mir die Jungs und Mädels, die ihre 5 Reiswaffeln mit Hühnchenaufschnitt und Senf fotografieren und das dann mit #allforthegainz hashtaggen (gibt’s das Wort?). Cleaner Aufbau und so. #gainz und #vains und #hashtagsforfame. Ich mag ja hashtags. 

Bauchfrei Muffins backen – besteht dabei nicht erhöhte Verbrennungsgefahr am Ofen?
Und warum überhaupt bauchfrei? Gibt doch coole Schürzen…
Meine Omi hat immer gesagt „Manchmal ist weniger mehr“. Und damit meine sie nicht die Klamotten auf den „Formcheck-Bildern“.

 

Attention Whore

Aber vermutlich vergesse ich dabei wieder, dass ja alle GANZ GROSS rauskommen (wollen) in der Fitness-Szene und „Sex sells“ und sowas.
Und ich vergesse auch immer, dass gar nicht alle diesen Sport machen, weil sie das Eisen lieben. Sondern viele eben auch, weil sie die Kohle lieben (tun wir doch alle) und „I-make-you-blabla-dot-com“ läuft ja mittlerweile in jeder Werbeunterbrechung – da kann man ins Box Camp oder zu anderen B/C-Promis und 800kcal am Tag-Diät machen. Nicht nur Sex sells sondern auch Fitness sells. Da kann Jane Fonda einpacken 🙂

Also: Alle kommen ganz groß raus und sind aufgrund der „starken Nachfrage“ jetzt auch ALLE bei Instagram unterwegs und hashtagen da ihre Tage mit #tagsforlikes oder so was. Ist ja Business… Und das gehört dazu, also auch zum Starten, weil ist ja gerade angesagt und trendy -und der Fame auf Insta und Facebook auch ganz nett… und dann kann man nach der Vorwahl beim Wettkampf ja auch mal nach draußen kommen zu den FANS und am Besten von der Bühne aus noch Updates hochladen…

….doch: „Attention Whores“ ?
http://www.dict.cc/englisch-deutsch/He’s+an+attention+whore.html

 

Und einen tollen Beitrag dazu von Markus Keller – nur mal so als zusätzlichen Dankanstoss:

Zitat Markus Keller

 

 

Und wo wir gerade beim Rundum-Schlag sind, eine Sache noch:

Ich LIEBE ja Zitate. Ehrlich, seit Jahren habe ich einen Zitat-Kalender aufm Tisch stehen, Zitate des Tages abonniert und zitiere auch zu gerne meine Lieblingssprüche hier und da, wenn’s passt. Ich bin auch eine Frau, die immer den passenden Screenshot dabei hat, tolle Bilder mag. Im Prinzip hätte Instagram meine Idee sein können.

Und hier jetzt der Input einer guten Freundin:

WARUM zum Henker wird neuerdings JEDES (N)a(c)kt-Bild mit einem blödsinnigen, tiefgründigen Spruch gepostet? Wenn ihr Bilder von Euch in Wäsche oder ohne posten wollt, dann macht doch einfach. Aber warum muss dann dabei was von wegen „ohne Regen kein Regenbogen“-blabla stehen? Was hat Buddha mit Fitness zu tun? Oder fühlt man sich besser, wenn man halbnackte Bilder mit Weisheiten von James Watt oder Oscar Wilde versieht? Hat man dann eher eine Daseinsberechtigung? Oder will man nicht als „heißes Dummerchen“ abgestempelt werden und will damit auch die intellektuellen Leser ansprechen?

Warum schreibt man da nicht einfach „ich. halbnackt. beim Muffins backen“ – oder einfach gar nichts, weil -> selbsterklärend? hahahhahah

Ich meine, wenn man schon qualitativ hochwertige und größtenteils auch ansprechende, schöne Bilder von sich machen lässt beim Fotografen (auch wenn sich einigen Leuten, wie mir, der Sinn für bauchfrei Backen/Kochen etc. vielleicht entzieht) – warum dann nicht zeigen? Dafür macht man sie ja.
Schämt man sich doch etwas, die Leute damit zu „überfluten“ und macht ein Zitat oder schöner Spruch es dann besser?
Das Wort „Transformation“ ist übrigens auch toll….

 

 

Vermutlich ist es nur: ZU VIEL.
Weil gefühlt jede(r) Zweite solche Bilder postet ist „man“ einfach satt. Wortwörtlich.

 

Logo, kann man auch alles wegklicken, deabonnieren und so – aber ich bin ja offizieller Wutbürger, ein „Hater“, Freund der klaren Worte und dies ist meine Kolumne.
Und vielleicht könnt ihr ja auch drüber schmunzeln…manchmal… 😉
Wichtig ist ja, dass man auch über sich lachen kann…

PS: Das Thema „Englisch“ hebe ich mir für einen extra Blog auf, das hört sonst nie auf hier….

 

Eure Nixe Sabrina

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Mimizimus – oder: Du machst das für Dich! (von Sabrina)

 

Die Herbstsaison steht unmittelbar vor der Tür und wie jedes halbe Jahr ist es fast überall zu lesen, hört man es in fast jedem Gespräch im Studio oder mit Bekannten und Freunden via Instagram, Facebook und Co.

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Da mag die Entwicklung der sozialen Medien ein Fluch sein – oder ein Segen.

Jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern, dass ich in meiner ersten Wettkampfvorbereitung 2010 online irgendwo täglich was davon gelesen hätte… Gefühlt (nur so bauchmäßig) gab es damals Facebook und Instagram in dem Maße auch noch gar nicht – vielleicht war auch nur ich noch nicht so aktiv bei diesen Medien.
Logisch gab es schon die Internet-Foren und dort war ich überaus aktiv als Sternchen (2010 noch bei BBSzene, später dann bei Team Andro). Aber über meine Vorbereitung(en) habe ich dort nie geloggt. Wollte ich nicht. Das war mehr ein persönliches Ding.
Und NATÜRLICH habe auch ich mein Umfeld genervt, vielleicht nicht täglich oder minütlich, aber auch ich hatte meine „Mimimi“-Phasen, voller Zweifel und Ängste.
Nach den Jahren in der Szene, zuletzt „knietief“, bin ich mehr und mehr zu der Überzeugung gekommen, dass die größte Komponente für einen erfolgreichen Athleten nicht unbedingt die Genetik ist.

Nein, es ist seine mentale Stärke.

 

Das gilt für jede Diät, für jede Disziplin des Alltages. Mentale Stärke ist wichtig.
Dabei heißt mentale Stärke nicht, dass man jeden Tag nur 100% happy und gut drauf ist. Nein. Mentale Stärke heißt für mich, auch mit den weniger guten Tagen umgehen zu können. Diese werden häufig kommen.
Manchmal reicht ein komischer Blick von jemandem im Gym, oder dummer Regen oder einfach der falsche Fuß, mit dem man aus dem Bett kommt. Es GIBT einfach solche miesen Tage.
Wichtig ist, sich davon nicht überrollen zu lassen. Nicht hysterisch zu werden.
Und sich dann immer wieder ein paar Dinge klar zu machen:

Du machst das für Dich. Ganz allein und nur für DICH.

Das ist der einzige wahrhafte Grund, warum Du an einer Bodybuildingmeisterschaft teilnehmen solltest. Weil DU es willst. Weil es Dein Traum ist, Dein Feuer, Deine Leidenschaft.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass es eben NICHT bei jedem so ist.
An Wettkämpfen, speziell in der Bikiniklasse, teilzunehmen ist sehr populär.
Nicht zuletzt, weil die Klasse den Einstieg erleichtern sollte, nein, das machen auch die sozialen Medien.

 

In meinen Augen gibt es aber auch „falsche Gründe“ um zu starten. (siehe hierzu meinen Blog: Du willst starten? )

 

z.B. um „Anerkennung“ auf Facebook oder Instagram zu bekommen.

(..wenn DAS der Grund ist, dann mach doch einfach so Diät – dafür musst Du Dich nicht in einen 5-Euro-Schein-großen Fummel quetschen und mit Bräunungscreme eingeölt auf die Bühne stellen in Stripper-Heels)

Oder weil (gefühlt) alle starten.

(…und wenn alle von der Brücke springen?….)

Oder weil Du den Look toll findest von den Teilnehmerinnen.

(…diesen Look wirst Du – wenn überhaupt! – nur für wenige Stunden haben. Dann doch lieber so gesund und gut essen und fit sein plus gut aussehen…dafür muss keiner starten)

Oder weil Dich im Studio wer angesprochen hat, dass Du ja Talent hättest. 

(…vielleicht guckst du erst mal, ob derjenige, der Dich angesprochen hat, Dir nicht nur seine „Cookie-cutter“-Diät verkaufen will und Dich mit 2 Stunden Cardio und null Muskeln auf die Bühne schickt für einen „Freundschaftspreis“. Informiere Dich ausführlich zum Thema, bevor Du über Wettkampf nachdenkst – dafür zählt für mich auch überhaupt mal live einen Wettkampf angeguckt zu haben!)

Oder weil Du einfach in Form kommen willst.

(…ich wiederhole mich: Dann mach doch einfach Diät! Es muss keine Wettkampfdiät sein um etwas in Form zu kommen!)

 

Glaubt mir, jeder hat seine Gründe. Aber Du solltest es WOLLEN. Wirklich wollen, mehr als alles andere.
Dann wird das Thema mentale Stärke oder „ich verhalte mich wochenlang wie eine Bitch weil ich bin ja auf Diät und darf das“ keins für Euch sein.
Glaubt mir: Familie und Freunde werden es Euch danken.

Schlechte Tage hin oder her, es gibt für alles eine Schmerzgrenze. Und wenn Dir in der Mitte der Diät alle Freunde die Freundschaft kündigen muss das nicht zwangsläufig daran liegen, dass sie einfach „kein Verständnis“ haben oder Dein neues Hobby nicht akzeptieren. Nein, es könnte auch daran liegen, dass Du Dich einfach völlig daneben benimmst und verlangst, dass alle damit leben. Hysterie ist nie gut.

 

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Zurück zum Them:
Unser Leben ist eine lange Reise, voller Erfahrungen und Begegnungen.
Irgendwann, mit 80 Jahren, werden wir alle auf der Parkbank sitzen und wissen, was wirklich wichtig war in unserem Leben.

Versteht mich nicht falsch. Ich habe den aktiven Sport hinter mir gelassen, bewerte das alles aber nicht nur negativ. Es war eine tolle Erfahrung.
Und doch steht auf meiner Liste mit den wirklich wichtigen Dingen in meinem Leben „Wettkampfbodybuilding“ nicht ganz oben.

Da stehen andere Dinge.
Familie und Partnerschaft, Freunde, Gesundheit, ein sicheres Dach über dem Kopf und Essen im Kühlschrank, einen Job zu haben, Zeit für die schönen Dinge im Leben zu haben – so etwas.
Darauf reduziert es sich für mich, wenn ich mal ganz in mich rein horche.

Das heißt trotzdem nicht, dass es nicht viele Tage geben wird, an denen wir uns wegen vermeintlich unwichtiger Dinge stressen werden, sei es wegen Übergewicht, Finanzen, Stress im Job oder eben die Wettkampfvorbereitung.
Es ist ein Wettkampf. Ja. Im Idealfall mit Dir selber. Es fühlt sich im Moment, in dem Du es tust, wie das Wichtigste der Welt an.
Aber vergiss darüber nicht die „wirklich“ wichtigen Dinge.

Diese Vorbereitung macht nichts mit Deinen Finanzen (seien wir mal ehrlich, selbst ein höchst seltenes Amateur-Sponsoring füllt nicht Dein Konto), es macht nichts mit Deiner Beziehung (außer Du verhältst Dich 6 Monate lang wie ein Arschloch). Und es ist auch nicht so, dass Deine Familie Dich nicht mehr liebt, wenn Du da nicht den 1. Platz machen wirst. Das ist Blödsinn. Sie werden Dich immer lieben.

Also anstatt Dich da wie auf dieser Drehscheibe auf dem Kinderspielplatz immer schneller und schneller zu drehen und völlig die Orientierung zu verlieren: RELAX.
Ich weiß, das ist schwer. Aber versucht es.
Relax and enjoy!
Das ist und bleibt mein Credo: Habt Spaß dabei!

 

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Und wenn Du doch meinst, dass das ALLES ist, was zählt, dann läuft da irgendwas falsch.
Wenn Du meinst, dass die wenigen Minuten, die Du dort oben verbringst um von völlig fremden Menschen ein Urteil über Deine harte Arbeit und Hingabe zu bekommen, dann solltest Du das mal hinterfragen.
Niemand zwingt Dich, das zu tun. Es steht niemand mit der gezogenen Waffe hinter Dir, wenn Du Dich auf das Cardiogerät schwingst oder den Löffel mit Huhn in den Mund schiebst.
Noch einmal: Niemand zwingt Dich!
Wenn mir jemand erzählt „ich wünschte, ich könnte das alles aufgeben“, dann möchte ich denjenigen schütteln – KRÄFTIG schütteln.

Logo hat man nicht jede Sekunde Spaß, es gibt sogar wahnsinnig viele Momente, wo man sich fragt „warum tu ich mir das an?“ – aber wenn Du Dich ernsthaft quälst. Dann kann ich nur sagen: Hör auf! Dann lass es!

Dazu hab ich neulich ein ganz bewegendes Interview von Markus Rühl (Reihe VegasReport2015) gesehen, der da erzählte, das er in seiner letzten Vorbereitung irgendwann morgens auf dem Rad saß und strampelte und dann einfach aufgehört hat, weil er sich dachte: „Ey, wozu das Ganze? Wozu?“ (Min 8:12)
Wahnsinns Emotionen, die er da mit uns teilte. Das so selber zu reflektieren, das kommt vielleicht auch erst mit dem Alter.

Aber hey, das ist doch mein HOBBY – in meiner Freizeit will ich machen, was mir Spaß macht. Zumindest die meiste Zeit Freude bereitet!

Du machst das für Dich, nur für Dich.
Und erst nach all den Jahren habe ich verstanden, was damals die Leute zu mir sagten: Der Weg ist das Ziel.
Glaubt mir. Ihr wachst jeden Tag in so einer Vorbereitung und ich möchte die Zeit nicht missen. Man muss es sich nur vor Augen halten.

Was Du mit Deinem Leben anstellst, daran sollten sich die Leute erinnern. Daran werden sie sich erinnern.
Denn wenn dieser Wettkampf vorbei und das Klatschen verhallt ist, was bleibt dann über?
Was bleibt übrig, wenn Du den Glitzerfummel ausgezogen und in der Schublade verstaut hast?

Nimm die Erfahrungen mit, sauge die kostbaren Momente auf, selbst die „Mimimi“-Tage.
Sie zeigen Dir, wer Du wirklich bist.
So eine Diät ist wie eine Zwiebel zu schälen, Schicht für Schicht legt sie Dein wahres ICH frei.

Lass nicht zu, dass deine Zweifel gewinnen, oder deine negativen Emotionen.
Lass es in der Diät nicht zu und auch sonst nicht im Leben.
Kopf hoch, Krönchen richten und weitermachen.
Wer auch immer diese Herausforderung durchsteht kann sich sicher sein, dass er tough ist und mental stark.
Hör auf Deinen Bauch und „hab Spaß!“

 

Eure Nixe Sabrina

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Der informative Blog, Teil 1d: Schuhe – never ending Story (von Sabrina)

 

…das Lied hab ich jetzt echt im Kopf.
Schon klar. Das Thema Schuhe ist für uns Frauen ja oftmals ein unerschöpflicher Pool an „hätte, könnte, sollte, möchte, schön-anzusehen-passt-nicht, will-haben, brauche, mein-Schatz“.

Das Thema Wettkampfschuhe ist so ähnlich.

Und obwohl ich schon 3 (in Worten DREI) ganze Blogs diesem Thema gewidmet habe (Suchwort: Schuhe), gibt es doch immer noch offene Fragen.

 

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„Hab‘ ich komische Füße oder muss das so?“

 

Leider kommt ja zum persönlichen Geschmack auch das Thema Passform.
Und die Schuhe, wenn man mal von den strengen Regeln für die Figurklasse des DBFV absieht, sind vielfältig, die Möglichkeiten schier unbegrenzt.

Ich habe zwar selber 2 passende Paar Schuhe für mich daheim, aber mir jetzt einmal die Mühe gemacht und mit meinem guten Freund Google einige Bilder für Euch zusammengetragen zum Thema „Passform“.

Grob kann man das ganze wohl in zwei Formen unterteilen: eher oval und eher eckig/gerade.

Mir persönlich passen nur die geraden Modelle, ich finde die ovalen zwar hübsch, aber da gucken meine Zehen immer vorne rüber.
Hier also die Modelle in der Übersicht.

Oval

Pleaser Caress

Pleaser-Womens-Caress-456-Clear-Stiletto-Slingback-Sandals-7be1b117-8463-4abd-a192-d8eb827f90f0_600 Pleaser-Womens-Caress-456-Clear-Stiletto-Slingback-Sandals-f7976150-467c-4b81-8105-2222995e69be_600Pleaser Flair 

Pleaser-Womens-Flair-408-4-1-2-inch-Stiletto-Heel-Ankle-Strap-Platform-Sandal-a2518809-44ce-476d-b818-c322fa976454_600

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 Eckig

Pleaser Chic

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Pleaser Gala

Pleaser-Gala-01-Womens-Stiletto-Heels-156e7da4-789a-44d4-9bf5-a19cbaed57c1_600 Pleaser-Gala-01-Womens-Stiletto-Heels-3d4ff656-810f-492f-9ed7-a374b6d200dc_600(Lohnt es sich bei Pleaser mal nach einer Provision zu fragen? *lach*)

 

So, das nur als kurze Hilfe bei Eurer Entscheidung, alle Modelle gibt es als Pantolette (ohne)  und als Sandalette (mit Riemchen).

Viel Spaß beim Shoppen!!

Eure Nixe Sabrina

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Der informative Blog, Teil 11: „Ich will ALLES! …kann mir aber kaum was leisten“ – das Dilemma mit den Wünschen und der Realtität (von Sabrina)

Wer von Euch wie ich schon „etwas älter“ ist, wird diesen großartigen Song von der Band „Queen“ noch kennen.

Der Einstieg beschreibt das Thema meines heutigen Blogs in genialer Art und Weise:

I want it ALL
I want it ALL
I want it ALL
and I want it NOW

Ganz kurz denkt man auch an diese kleinen, am Boden strampelnd plärrenden Kinder aus dem Supermarkt, die von Mutti kein Ü-Ei an der Kasse kriegen.
Aber so ist es gar nicht.

Dieses Thema liegt mir schon unglaublich lange auf der Seele und ich möchte doch noch einmal einen „informativen Blog“ schreiben zum Thema Bikinis.

 

Wie hoffentlich möglichst viele von Euch wissen beschäftige ich mich ausführlich mit Strass in jeglicher Form. Am liebsten jedoch verziere ich damit Wettkampfbikinis – ob nur komplett oder als Ergänzung zu bereits vorhandenem Strass – das macht mich wirklich glücklich.

https://instagram.com/eisennixe_sabrina/

 

Ich schreibe immer so schön unter meine Bilder, dass ich mich „Eurem Budget anpasse“.
Aber heute möchte ich wieder einmal Aufklärungsarbeit leisten, was so ein funkel-funkel-Strass-Biest kostet und wie sich die Kosten dafür zusammensetzen.

 

Gehen wir mal davon aus ihr fangt bei 0 an.

Also – Bikini muss irgendwoher beschafft werden.
Dazu habe ich bereits einen Blog sogar mit Shoppingtipps geschrieben:  Bikini

Dabei geht es schon los damit, wo kaufen (In- oder Ausland), wie viele Connectoren (nur an der Hüfte, oder auch am Hals und zwischen den Brüsten – vielleicht sogar einen Rückenconnectoren?) und dann blanko oder schon mit Strass.
Allein die Connectoren werden den Preis des guten Stückes enorm in die Höhe schnellen lassen. Die Dinger kosten nämlich.
Außer man bestellt die per 5.000 Stück aus China und ärgert sich dann tagelang mit dem Zoll rum. Ansonsten liegt der Durchschnittspreis für ein paar Hüftconnectoren bei rund 20-25€ (in der USA noch teurer).

Nun habt ihr also einen Bikini – ohne Strass.
Ausgehend von dem aktuellen deutschen Markt habt ihr für so ein Stück rund 150 – ca. 250€ bezahlt.
Das kann auch mehr sein, abhängig vom Designer und den oben beschriebenen Faktoren – nach oben ist der Preis meistens offen.

Und dann schlägt die gute alte Falle „Internet“ zu bei Euch – HART. Denn dank Instagram, Facebook und YouTube habt ihr eine GENAUE Vorstellung davon, wie das gute Stück am Ende aussehen soll.
Ich sage hier nur ein Wort:

STRASSBIEST

Das ist in 95% der Fälle meiner Anfragen die Antwort wenn ich frage, was die Kundin sich vorstellt.
Die Beispiel-Bilder, die ich gerne anfordere um mir ein „Bild“ zu machen, sehen meistens so aus:

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Also – Stein an Stein an Stein. Und ihr GLAUBT gar nicht, wie viele Steine da so drauf gehen auf so einen kleinen Minifitzel Stoff. *lach*

Dann heißt es leider relativ häufig „kurzer Relatitätscheck“ – spätestens wenn das Budget dann 50-75€ sein soll.
Und dann kommt es durch… „I want it ALL“ – ich kann es mir zwar gar nicht leisten, aber Du bist doch nett oder? Freundschaftspreis und so… Ich bin Studentin und überhaupt, mein Whey ist schon so teuer.

….und dann einfach nicht mehr melden, weil einem die ehrliche Antwort nicht gepasst hat. 😉

 

 

Wenn Ihr so ein Stück bei einem Designer bestellt, von mir aus auch in den USA, dann seid ihr schnell diverse Hundert Euro los. Man munkelt, dass der aktuelle Bikini von Ashley Kaltwasser nach einem Upgrade einen Wert von über 1.500 USD haben soll. (korrigiert dank Hinweis von Kathrin Pfefferkorn, vielen Dank!). Skadi Seifert berichtete, dass sie mit einer Designerin schnell bei über 2.000 USD lag für eine Sponsoring.

Dieser hier steht im Shop mit 915USD.

Suits You Swimwear
Und bitte macht Euch keine Illusionen: Die Profis oben auf dem Bild haben allesamt Sponsoren – und dann kann und sollte man auch Vollgas geben mit dem Strass.

 

Aber zurück zu uns Amateuren:

Ich denke, die meisten von euch WISSEN einfach nicht, was Strass so kostet.

Ich arbeite ausschließlich mit Swarovski HotFix Steinen.
Das ist für mich eine reine Glaubensfrage.
Mittlerweile gibt es sicherlich auch gute „China-Steine“ oder „Glas-Steine“, die dann auch nur rund 1/3 in der Anschaffung kosten, aber es gibt eben einen GRUND warum die Steine so günstig sind. Sie „bringen es einfach nicht“ in meinen Augen.
Aber das ist – wie gesagt – eine reine Glaubensfrage. Ich will nur anbieten, wovon ich 100% überzeugt bin.

Ich beschaffe diese Steine immer (ausnahmslos) über meinen Lieblingsshop:

www.shirts-und-strass.de

Dort gibt es auch die guten Chinasteine, aber ich beziehe nur Swarovskis.

Um einen Bikini wirklich „Stein-an-Stein“ zu besetzen benötigt man im Schnitt mind. 1.500 Steine (je nachdem ob auch der Popo in welchem Umfang beklebt werden soll).
Diese Steine kosten in der Anschaffung, je nach Größe und Farbton rund 100-120€.

Das ist „das Material“.
Was darin noch nicht enthalten ist, ist meine Arbeitszeit.
Je nach Muster und Art der Beklebung dauert das viele Stunden – ich hab schon so manche Nachtschicht für Bikinis eingelegt.
Ich will Euch hier nicht mit „Mindestlohngesetz“ nerven, und es macht mir auch wahnsinnig Spaß mit dem Glitzer, aber es muss sich auch „irgendwie rechnen“. Ich bin ja nicht die Heilsarmee. *lach*

Und ähnlich wie mir geht es den Bikini-Designerinnen.
Die haben nämlich noch viel mehr Arbeitsmaterial zu beschaffen – gute Stoffe sind teuer und der Rest auch. Die KÖNNEN die Bikinis gar nicht für 50€ anbieten – das wäre nämlich unter Materialwert. 😉

 

Ich möchte mit diesem Blogeintrag an Euch appellieren Eure „Wünsche“ zu überdenken.
Es MUSS nicht immer ein vollgestrasster Bikini sein, bei vielen Stoffen erreicht man auch mit wenigen Steinen einen Effekt.

Ich empfehle nach wie vor rechtzeitig damit anzufangen, etwas für den Bikini zur Seite zu packen – dann können alle Eure Träume in Erfüllung gehen.

 

Eure Nixe Sabrina

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Der informative Blog, Teil 10: Der Wettkampf-Bikini und sein Schnitt (von Sabrina)

 

Es ist Freitagabend, wir stehen draußen, vor der Waage, im Palatin-Hotel in Wiesloch, und warten darauf, dass die Registrierung beginnt für die Bikini 1 der Deutschen Meisterschaft des DBFV.
Geschnatter ist in der Luft, alle sind aufgeregt und voller Vorfreude auf die nächsten Tage.

Die Tür öffnet sich und Dieter Brings ruft die erste Klasse auf.

Ich darf das erste Mal seit Jahren vor der Tür warten.
Kein Team Andro, keine Interviews, aber das macht nichts. In diesem Moment warte ich gespannt darauf, ob meine Freundin Katrin in die Bikini 1 eingemessen wird mit ihren gut 163cm.

Nach einer gefühlten Ewigkeit öffnet sich die Tür und die Mädels strömen raus. Statt Grinsen sehe ich viele bedrückte Mienen, inkl. Katrins.  An der Waage gab es durch Dr. Martina Herget und Margret Netack Kritik an fast allen Bikinis, konkret an der Rückseite der Höschen.

Nun ja – schon seit Einführung der Bikiniklasse in 2010 steht im Regelwerk des DBFV:

Die Teilnehmerinnen tragen einen Bikini freier Wahl, wobei gemäß den Regeln des Anstandes eine Mindestgröße einzuhalten ist. G-Strings sind generell nicht erlaubt.

  http://www.dbfv.de/bilder/wk_bikini.pdf

 

 

Nun ist im Laufe der Zeit irgendwie aus dem anfänglichen H&M-Bikini (es wusste ja keiner besser) ein String-Tanga geworden – WARUM AUCH IMMER.

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Fakt ist wohl -irgendwer hat damit angefangen, andere fanden es nett – die Designer eingeschlossen, in der USA wird es so getragen – also wurde es immer weniger Stoff am Po für immer mehr Geld.

 

Der IFBB sah sich zuletzt sogar genötigt, dazu eine News herauszugeben für die bevorstehenden internationalen Wettkämpfe.

http://www.ifbb.com/wp-content/uploads/BIKINI-SIZES-IN-PICTURES-IFBB.pdf

 

 

Zurück zur DM – die Mädels wurden also darauf aufmerksam gemacht, dass die Grenze des guten Geschmacks erreicht sei und man bei künftigen Neuanschaffungen doch bitte darauf achten möge, die Hose nicht zu klein zu wählen.

ALLE Mädels durften ihren Bikini bei der DM aber noch tragen. Finde ich mehr als fair.

 

Ich habe direkt zurück daheim einen Thread verfasst in meiner Gruppe „Bikini-Börse“ und darauf aufmerksam gemacht.
Anders als zunächst lautende Gerüchte handelt es sich bei dieser Aktion aber nicht um eine Regeländerung sondern nur um die Durchsetzung der seit 2010 bereits geltenden Regeln des DBFV.

 

 Was bedeutet das nun konkret?

Wenn ihr einen neuen Bikini kauft, dann schreibt der Designerin explizit, dass er den gültigen DBFV-Regeln  entsprechen muss.
Um Martina Herget zu zitieren:

„Es muss jetzt raus. Wer in Bayern beim Athletenseminar war hat es ja schon live gehört. Mädels ihr bezahlt ein Vermögen für einen Bikini. Da MUSS doch dann genügend Stoff dran sein!!!! Und nicht ich (also der Betreuer) ist dafür verantwortlich, dass dieser Fetzen gedeeeeeehnt und am Popo angetackert werden musst. NEIN!“

Ist so!!

Also – Neubestellungen explizit so formulieren, so umgeht ihr mögliche Unstimmigkeiten.

 

Anders sieht es in der Bikini-Börse mit den gebrauchten Bikinis aus.

Natürlich werde ich versuchen darauf zu achten, dass für die aktuellen Anzeigen auch Tragebilder vom Po bzw. Auskunft über den Schnitt der Hose gepostet werden.
Aber Ihr könnte selber Euren Teil dazu beitragen:

Fragt Euch, wie Euer Po beschaffen ist (noch eher klein und flach oder doch schon Richtung Profi/Michelle Lewin?).
Und danach sucht Euch einen entsprechenden Bikini aus.
Die meisten Designer aus Übersee haben auf ihren Seiten Schnittmuster veröffentlicht:

GlamFit (Australien)

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Suitsyouswimwear (USA)

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Da sollte Euch auf den ersten Blick auffallen, was hier in Deutschland wohl unter String läuft. 😉

Aber auch da – es kommt auf EUREN Po an.
Jemand mit einem kleinen Popo kann sicherlich den Bufferfly scrunch noch tragen, wohingegen jemand mit einer guten Genetik und langem Training wie eine Valeria Ammirato da wohl mehr Stoff an der Hose braucht um den Po entsprechend einzufassen.

 

Wenn ihr bereits Bikinis besitzt und unsicher seid, ob der getragen werden darf, so lautet die offizielle Bitte des DBFV:

Alle Anfragen bitte an den Sportreferenten zu stellen –
Alex Stampoulidis (z.B. via Facebook oder info@dbfv.de).

 

Ggf. könnt Ihr auch Eure Designerin kontaktieren, ob man an der Hose hinten Stoff annähen oder auch ein neues Höschen nähen kann. Dann sind die guten Stücke nicht ganz „nutzlos“.
Ich selber lasse mir für den roten Bikini von Katrin eine neue Hose von Elena Shportun-Freimuth nähen – verwende dann die Connectoren von der Originalhose und beklebe die neue nur mit Strass für den Weiterverkauf in der Börse.  🙂

 

Das Wichtigste:

Lasst Euch nicht verunsichern!

Fragt im Zweifelsfall entweder beim Sportreferenten Alex nach oder bei Eurem Designer, habt Vertrauen, das sind Profis!

 

Hier noch der Link zu meinem ersten Blog mit dem Thema Wettkampf-Bikini!

 

Eure Nixe Sabrina

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Die letzte Rettung… oder: Danke Facebook (von Sabrina)

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(Quelle: Amazon)

  Mit Facebook ist das so eine Sache. Schon oft habe ich etwas dazu geschrieben, warum es wohl so erfolgreich ist. Und seien wir mal ehrlich: NIEMAND würde öffentlich zugeben, dass er gerne stalkt. Den Ex-Freund, die Nachbarin, den heißen Typ vom Sport – IIICHHH?? Nein, niemals 😉 Aber es ist doch so: Facebook ist eine Plattform zur Selbstdarstellung. Wie früher diese Poesiealben wo man Dinge reinschreiben konnte „Meine Lieblingsband“ und „Meine Hobbies“… und weaann man das Buch nur 2 Jahre später in der Hand hielt fand man das Geschriebene – und damit ja quasi sich selber – gaaaanz schrecklich und peinlich. Also wird bei Facebook Imagepflege deluxe betrieben. Jeder hat jeden Tag NUR gute Laune. Und wenn man mal krank ist, dann kann man sich von seinen 5000 Facebook-Buddies direkt mal bemitleiden lassen (selber schon getestet, geht prima). Also hat man eine Seite, auf der man sich von seiner besten Seite präsentiert. Bilder mit mehr Photoshop/Filter, als ich es überhaupt umsetzen kann (Ich kann nur Paint, dafür Level Expert). Alles auf Hochglanz poliert, damit der Ex, der einen offiziell ja gar nicht stalkt, gleich mal weiß, was er da verpasst (hat). Das ganz spontane (in Wahrheit 30Minütige-) Selfie beim Sport oder kurze Videos, die mit „Hey ihr Lieben“ beginnen und uns am Tag der anderen teilhaben lassen. Nun nimmt das aber Überhand mit Facebook. Schleichend…dieser Prozess, aber es greift um sich wie ein Geschwür. Spätestens, wenn Du Dir beim Zähenputzen morgens schon die Neuigkeiten bei Facebook reinziehst weißt Du: Du bist süchtig! 😮 Was also tun? Es ist ja ein wenig wie ein rosa Elefant im Raum, oder ein Auffahrunfall… man kann irgendwie nicht weggucken.

Ich habe auch schon wochenweise Facebook-Ferien gemacht (zuletzt gezwungenermaßen im Urlaub ohne WLAN-Zugriff), aber den Junkie zog es immer zurück. Ich gebe es zu: Ich bin Facebook-addicted. Und Facebook ist ja auch noch mehr als nur Sucht. Und Stalken. Es ist praktisch. Wenn man mit Leuten in Kontakt treten, aber nicht direkt die Handynummer rausgeben will. Schnell eine Nachricht via Messenger und dann die Freundschaftsanfrage verschickt. Schon kann man den anderen Stalken…. Ups, ich meine… natürlich sehen, wofür sich die andere Person interessiert und Formbilder gucken. Genau das ist auch sehr praktisch. Nicht im Sinne von Konkurrenz abchecken, sondern vor Meisterschaft mit Gleichgesinnten in Kontakt treten und sich gegenseitig über die Diät ausheulen. Oder diejenigen, die nicht auf Diät sind, die können sich dann über die Diätenden ausheulen – oder man kann gemeinsam das Unwort des Jahres finden: Fibo-Diät oder doch „Quallenmodus“? Es geht aber nicht nur um Stalken und Lästern. Facebook verbindet diejenigen, die sich verbinden wollen. In guten wie in schlechten Zeiten. Freundschaften werden leicht gemacht, man kann unglaublich schnell sehr nah mit Menschen werden, die zig km weit weg wohnen. Manchmal bereut man die vorschnelle online-Ehrlichkeit, aber zumindest in meinem Fall sind doch schon einige Freundschaften daraus entstanden. Trotzdem ist der Suchtfaktor nicht zu vernachlässigen. Essensbilder schicke ich übrigens Schwiegermutti auch via Whatsapp, nur so zum Spaß. Früher haben wir das nicht gemacht, logo, aber die Technik macht es möglich, andere in dem Maße an unserem Leben teilhaben zu lassen, wie wir es wollen. Ob man dazu nun wirklich jeden Tag Essensfotos hochladen muss, oder ob es nicht reicht, einfach ab und an einen Status zu aktualisieren. Jeder ist da anders. Ob das Sponsoren lockt weiß ich nicht, ich habe keinen. Aber man kann ja auch über andere Sachen posten als unter trockenem Huhn mit Brokkoli „YUMMI“ zu schreiben. Aber Facebook macht mit uns, was es will. Als würde uns eine fremde Macht formen. Und man wäre ihr hilflos ausgeliefert… Mein Facebookaccount war zuletzt nicht mehr privat, durch meine Präsenz auf Team Andro erhielt ich viele Anfragen und ich mochte eigentlich noch nie wirklich private Dinge bei Facebook posten (sorry, liebe Freunde, keine Klo-Selfies). Regelmäßig zu Silvester packte es mich und ich war mehrere Hundert Leute aus der Freundesliste, nur um viele hinterher wieder aufzunehmen, weil Person xy beleidigt war (obwohl ich parallel die Ahtleten-Fanpage geliket hatte). Egoprobleme via Facebook. Ich war also die Eisennixe Sabrina – für jeden ansprechbar („Gibt es für die Schuhe in der Bikiniklasse eigentlich Vorschriften?“) und Herrin über die Bikinibörse sowie die Eisennixe-Facebookseite. Es war ok. Ich fühlte mich wohl mit meinem „Stalkingkontingent“, auch wenn ich zuletzt mehr und mehr Leute „de-abonniert“ hatte, es wurde mir einfach zu viel. Das alles war – bis zur vergangenen Woche – also mein Haupt-Akkuzerrender Handy-Zeitvertreib. Und dann meldet sich Facebook bei mir. „Eisennixe Sa Brina“ sei ja gar nicht mein Echt-Name sei (ach was) und ich solle bitte meinen echten Namen eingeben. Also habe ich ihn geändert. In „Sabrina Eisen Nixe“.

(Zitat von Kathy Neubert „Mein Name ist Sabrina Nixe. Eisen-Nixe“).

  Leider sind die bei Facebook nicht doof und wieder wurde ich aufgefordert bitte doch nun endlich meinen echten Namen da einzugeben, damit sich doch bitte auch alle meine dusseligen Ex-Freunde bei mir melden können und überhaupt die Leute wissen, mit wem sie da befreundet sind. *Seriously??* Ganz bestimmt nicht. Also hatte ich über das Osterwochenende ausreichend Zeit mir meine Gedanken dazu zu machen. Auf Nachfrage bei Facebook, dass ich aber mit dem Namen „Eisennixe Sabrina“ quasi eine Marke etabliert habe, wurden beantwortet mit dem Hinweis, ich könne ja eine „Künstlerseite“ aufmachen. Aha. Ich bin also ein Künstler? Bei näherer Betrachtung fand ich die Idee gar nicht blöde. Immerhin IST DAS KUNST was ich da jeden Tag mache bei Facebook und überhaupt so im Leben. Nicht nur die Sache mit dem Strass (kleben nicht kotzen), nein auch die geduldige Beantwortung jeder noch so kleinen Frage, quasi Nixenmutti der Newcomer-Nation oder sowas in der Art… Künstler also… grgrgr… ich.  Gesagt, getan. Altes Profil stillgelegt und Künstlerseite eröffnet. Blöd nur, dass man dafür doch wieder ein Profil braucht 😉 Gut aber, dass sich damit ganz neue Möglichkeiten eröffnen: Ganz von vorn anzufangen. Genau abzuwägen, wen ich in der Freundesliste haben will und wen nicht. No offence! Das ist rein privater Natur. Ihr kennt das ja. Wenn man Person X zur Party einlädt, dann muss man auch Person Y einladen, sonst ist die sauer. Und dann hängt da als Rattenschwanz noch Person Z dran… ne ne. Denn es gibt ja meine Künstlerseite für alle „Fans“ und „Hater“ der Kunstfigur „Eisennixe Sabrina“. Nun also befinde ich mich auf ganz ungewohntem Terrain und bestimme zu 100%, wen oder was ich sehen kann in meinem Facebook. Ich find‘s gut.   Nichts passiert ohne Grund und vielleicht ist dieser Moment genau der Richtige für mich und diesen „Frühjahrsputz“… vorausgesetzt, der dusselige Frühling kommt endlich.   Ihr kennt das, ich schweife so gerne vom Thema ab. Aber wen es wirklich interessiert, hier der Link:

https://www.facebook.com/EisennixeSabrina

Ich freue mich auch über Euer Like 😉 😉

Eure Nixe Sabrina

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