Der informative Blog, Teil 11: „Ich will ALLES! …kann mir aber kaum was leisten“ – das Dilemma mit den Wünschen und der Realtität (von Sabrina)

Wer von Euch wie ich schon „etwas älter“ ist, wird diesen großartigen Song von der Band „Queen“ noch kennen.

Der Einstieg beschreibt das Thema meines heutigen Blogs in genialer Art und Weise:

I want it ALL
I want it ALL
I want it ALL
and I want it NOW

Ganz kurz denkt man auch an diese kleinen, am Boden strampelnd plärrenden Kinder aus dem Supermarkt, die von Mutti kein Ü-Ei an der Kasse kriegen.
Aber so ist es gar nicht.

Dieses Thema liegt mir schon unglaublich lange auf der Seele und ich möchte doch noch einmal einen „informativen Blog“ schreiben zum Thema Bikinis.

 

Wie hoffentlich möglichst viele von Euch wissen beschäftige ich mich ausführlich mit Strass in jeglicher Form. Am liebsten jedoch verziere ich damit Wettkampfbikinis – ob nur komplett oder als Ergänzung zu bereits vorhandenem Strass – das macht mich wirklich glücklich.

https://instagram.com/eisennixe_sabrina/

 

Ich schreibe immer so schön unter meine Bilder, dass ich mich „Eurem Budget anpasse“.
Aber heute möchte ich wieder einmal Aufklärungsarbeit leisten, was so ein funkel-funkel-Strass-Biest kostet und wie sich die Kosten dafür zusammensetzen.

 

Gehen wir mal davon aus ihr fangt bei 0 an.

Also – Bikini muss irgendwoher beschafft werden.
Dazu habe ich bereits einen Blog sogar mit Shoppingtipps geschrieben:  Bikini

Dabei geht es schon los damit, wo kaufen (In- oder Ausland), wie viele Connectoren (nur an der Hüfte, oder auch am Hals und zwischen den Brüsten – vielleicht sogar einen Rückenconnectoren?) und dann blanko oder schon mit Strass.
Allein die Connectoren werden den Preis des guten Stückes enorm in die Höhe schnellen lassen. Die Dinger kosten nämlich.
Außer man bestellt die per 5.000 Stück aus China und ärgert sich dann tagelang mit dem Zoll rum. Ansonsten liegt der Durchschnittspreis für ein paar Hüftconnectoren bei rund 20-25€ (in der USA noch teurer).

Nun habt ihr also einen Bikini – ohne Strass.
Ausgehend von dem aktuellen deutschen Markt habt ihr für so ein Stück rund 150 – ca. 250€ bezahlt.
Das kann auch mehr sein, abhängig vom Designer und den oben beschriebenen Faktoren – nach oben ist der Preis meistens offen.

Und dann schlägt die gute alte Falle „Internet“ zu bei Euch – HART. Denn dank Instagram, Facebook und YouTube habt ihr eine GENAUE Vorstellung davon, wie das gute Stück am Ende aussehen soll.
Ich sage hier nur ein Wort:

STRASSBIEST

Das ist in 95% der Fälle meiner Anfragen die Antwort wenn ich frage, was die Kundin sich vorstellt.
Die Beispiel-Bilder, die ich gerne anfordere um mir ein „Bild“ zu machen, sehen meistens so aus:

1850-mr-olympia-weekend-4198_final

Also – Stein an Stein an Stein. Und ihr GLAUBT gar nicht, wie viele Steine da so drauf gehen auf so einen kleinen Minifitzel Stoff. *lach*

Dann heißt es leider relativ häufig „kurzer Relatitätscheck“ – spätestens wenn das Budget dann 50-75€ sein soll.
Und dann kommt es durch… „I want it ALL“ – ich kann es mir zwar gar nicht leisten, aber Du bist doch nett oder? Freundschaftspreis und so… Ich bin Studentin und überhaupt, mein Whey ist schon so teuer.

….und dann einfach nicht mehr melden, weil einem die ehrliche Antwort nicht gepasst hat. 😉

 

 

Wenn Ihr so ein Stück bei einem Designer bestellt, von mir aus auch in den USA, dann seid ihr schnell diverse Hundert Euro los. Man munkelt, dass der aktuelle Bikini von Ashley Kaltwasser nach einem Upgrade einen Wert von über 1.500 USD haben soll. (korrigiert dank Hinweis von Kathrin Pfefferkorn, vielen Dank!). Skadi Seifert berichtete, dass sie mit einer Designerin schnell bei über 2.000 USD lag für eine Sponsoring.

Dieser hier steht im Shop mit 915USD.

Suits You Swimwear
Und bitte macht Euch keine Illusionen: Die Profis oben auf dem Bild haben allesamt Sponsoren – und dann kann und sollte man auch Vollgas geben mit dem Strass.

 

Aber zurück zu uns Amateuren:

Ich denke, die meisten von euch WISSEN einfach nicht, was Strass so kostet.

Ich arbeite ausschließlich mit Swarovski HotFix Steinen.
Das ist für mich eine reine Glaubensfrage.
Mittlerweile gibt es sicherlich auch gute „China-Steine“ oder „Glas-Steine“, die dann auch nur rund 1/3 in der Anschaffung kosten, aber es gibt eben einen GRUND warum die Steine so günstig sind. Sie „bringen es einfach nicht“ in meinen Augen.
Aber das ist – wie gesagt – eine reine Glaubensfrage. Ich will nur anbieten, wovon ich 100% überzeugt bin.

Ich beschaffe diese Steine immer (ausnahmslos) über meinen Lieblingsshop:

www.shirts-und-strass.de

Dort gibt es auch die guten Chinasteine, aber ich beziehe nur Swarovskis.

Um einen Bikini wirklich „Stein-an-Stein“ zu besetzen benötigt man im Schnitt mind. 1.500 Steine (je nachdem ob auch der Popo in welchem Umfang beklebt werden soll).
Diese Steine kosten in der Anschaffung, je nach Größe und Farbton rund 100-120€.

Das ist „das Material“.
Was darin noch nicht enthalten ist, ist meine Arbeitszeit.
Je nach Muster und Art der Beklebung dauert das viele Stunden – ich hab schon so manche Nachtschicht für Bikinis eingelegt.
Ich will Euch hier nicht mit „Mindestlohngesetz“ nerven, und es macht mir auch wahnsinnig Spaß mit dem Glitzer, aber es muss sich auch „irgendwie rechnen“. Ich bin ja nicht die Heilsarmee. *lach*

Und ähnlich wie mir geht es den Bikini-Designerinnen.
Die haben nämlich noch viel mehr Arbeitsmaterial zu beschaffen – gute Stoffe sind teuer und der Rest auch. Die KÖNNEN die Bikinis gar nicht für 50€ anbieten – das wäre nämlich unter Materialwert. 😉

 

Ich möchte mit diesem Blogeintrag an Euch appellieren Eure „Wünsche“ zu überdenken.
Es MUSS nicht immer ein vollgestrasster Bikini sein, bei vielen Stoffen erreicht man auch mit wenigen Steinen einen Effekt.

Ich empfehle nach wie vor rechtzeitig damit anzufangen, etwas für den Bikini zur Seite zu packen – dann können alle Eure Träume in Erfüllung gehen.

 

Eure Nixe Sabrina

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