Die letzte Rettung… oder: Danke Facebook (von Sabrina)

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(Quelle: Amazon)

  Mit Facebook ist das so eine Sache. Schon oft habe ich etwas dazu geschrieben, warum es wohl so erfolgreich ist. Und seien wir mal ehrlich: NIEMAND würde öffentlich zugeben, dass er gerne stalkt. Den Ex-Freund, die Nachbarin, den heißen Typ vom Sport – IIICHHH?? Nein, niemals 😉 Aber es ist doch so: Facebook ist eine Plattform zur Selbstdarstellung. Wie früher diese Poesiealben wo man Dinge reinschreiben konnte „Meine Lieblingsband“ und „Meine Hobbies“… und weaann man das Buch nur 2 Jahre später in der Hand hielt fand man das Geschriebene – und damit ja quasi sich selber – gaaaanz schrecklich und peinlich. Also wird bei Facebook Imagepflege deluxe betrieben. Jeder hat jeden Tag NUR gute Laune. Und wenn man mal krank ist, dann kann man sich von seinen 5000 Facebook-Buddies direkt mal bemitleiden lassen (selber schon getestet, geht prima). Also hat man eine Seite, auf der man sich von seiner besten Seite präsentiert. Bilder mit mehr Photoshop/Filter, als ich es überhaupt umsetzen kann (Ich kann nur Paint, dafür Level Expert). Alles auf Hochglanz poliert, damit der Ex, der einen offiziell ja gar nicht stalkt, gleich mal weiß, was er da verpasst (hat). Das ganz spontane (in Wahrheit 30Minütige-) Selfie beim Sport oder kurze Videos, die mit „Hey ihr Lieben“ beginnen und uns am Tag der anderen teilhaben lassen. Nun nimmt das aber Überhand mit Facebook. Schleichend…dieser Prozess, aber es greift um sich wie ein Geschwür. Spätestens, wenn Du Dir beim Zähenputzen morgens schon die Neuigkeiten bei Facebook reinziehst weißt Du: Du bist süchtig! 😮 Was also tun? Es ist ja ein wenig wie ein rosa Elefant im Raum, oder ein Auffahrunfall… man kann irgendwie nicht weggucken.

Ich habe auch schon wochenweise Facebook-Ferien gemacht (zuletzt gezwungenermaßen im Urlaub ohne WLAN-Zugriff), aber den Junkie zog es immer zurück. Ich gebe es zu: Ich bin Facebook-addicted. Und Facebook ist ja auch noch mehr als nur Sucht. Und Stalken. Es ist praktisch. Wenn man mit Leuten in Kontakt treten, aber nicht direkt die Handynummer rausgeben will. Schnell eine Nachricht via Messenger und dann die Freundschaftsanfrage verschickt. Schon kann man den anderen Stalken…. Ups, ich meine… natürlich sehen, wofür sich die andere Person interessiert und Formbilder gucken. Genau das ist auch sehr praktisch. Nicht im Sinne von Konkurrenz abchecken, sondern vor Meisterschaft mit Gleichgesinnten in Kontakt treten und sich gegenseitig über die Diät ausheulen. Oder diejenigen, die nicht auf Diät sind, die können sich dann über die Diätenden ausheulen – oder man kann gemeinsam das Unwort des Jahres finden: Fibo-Diät oder doch „Quallenmodus“? Es geht aber nicht nur um Stalken und Lästern. Facebook verbindet diejenigen, die sich verbinden wollen. In guten wie in schlechten Zeiten. Freundschaften werden leicht gemacht, man kann unglaublich schnell sehr nah mit Menschen werden, die zig km weit weg wohnen. Manchmal bereut man die vorschnelle online-Ehrlichkeit, aber zumindest in meinem Fall sind doch schon einige Freundschaften daraus entstanden. Trotzdem ist der Suchtfaktor nicht zu vernachlässigen. Essensbilder schicke ich übrigens Schwiegermutti auch via Whatsapp, nur so zum Spaß. Früher haben wir das nicht gemacht, logo, aber die Technik macht es möglich, andere in dem Maße an unserem Leben teilhaben zu lassen, wie wir es wollen. Ob man dazu nun wirklich jeden Tag Essensfotos hochladen muss, oder ob es nicht reicht, einfach ab und an einen Status zu aktualisieren. Jeder ist da anders. Ob das Sponsoren lockt weiß ich nicht, ich habe keinen. Aber man kann ja auch über andere Sachen posten als unter trockenem Huhn mit Brokkoli „YUMMI“ zu schreiben. Aber Facebook macht mit uns, was es will. Als würde uns eine fremde Macht formen. Und man wäre ihr hilflos ausgeliefert… Mein Facebookaccount war zuletzt nicht mehr privat, durch meine Präsenz auf Team Andro erhielt ich viele Anfragen und ich mochte eigentlich noch nie wirklich private Dinge bei Facebook posten (sorry, liebe Freunde, keine Klo-Selfies). Regelmäßig zu Silvester packte es mich und ich war mehrere Hundert Leute aus der Freundesliste, nur um viele hinterher wieder aufzunehmen, weil Person xy beleidigt war (obwohl ich parallel die Ahtleten-Fanpage geliket hatte). Egoprobleme via Facebook. Ich war also die Eisennixe Sabrina – für jeden ansprechbar („Gibt es für die Schuhe in der Bikiniklasse eigentlich Vorschriften?“) und Herrin über die Bikinibörse sowie die Eisennixe-Facebookseite. Es war ok. Ich fühlte mich wohl mit meinem „Stalkingkontingent“, auch wenn ich zuletzt mehr und mehr Leute „de-abonniert“ hatte, es wurde mir einfach zu viel. Das alles war – bis zur vergangenen Woche – also mein Haupt-Akkuzerrender Handy-Zeitvertreib. Und dann meldet sich Facebook bei mir. „Eisennixe Sa Brina“ sei ja gar nicht mein Echt-Name sei (ach was) und ich solle bitte meinen echten Namen eingeben. Also habe ich ihn geändert. In „Sabrina Eisen Nixe“.

(Zitat von Kathy Neubert „Mein Name ist Sabrina Nixe. Eisen-Nixe“).

  Leider sind die bei Facebook nicht doof und wieder wurde ich aufgefordert bitte doch nun endlich meinen echten Namen da einzugeben, damit sich doch bitte auch alle meine dusseligen Ex-Freunde bei mir melden können und überhaupt die Leute wissen, mit wem sie da befreundet sind. *Seriously??* Ganz bestimmt nicht. Also hatte ich über das Osterwochenende ausreichend Zeit mir meine Gedanken dazu zu machen. Auf Nachfrage bei Facebook, dass ich aber mit dem Namen „Eisennixe Sabrina“ quasi eine Marke etabliert habe, wurden beantwortet mit dem Hinweis, ich könne ja eine „Künstlerseite“ aufmachen. Aha. Ich bin also ein Künstler? Bei näherer Betrachtung fand ich die Idee gar nicht blöde. Immerhin IST DAS KUNST was ich da jeden Tag mache bei Facebook und überhaupt so im Leben. Nicht nur die Sache mit dem Strass (kleben nicht kotzen), nein auch die geduldige Beantwortung jeder noch so kleinen Frage, quasi Nixenmutti der Newcomer-Nation oder sowas in der Art… Künstler also… grgrgr… ich.  Gesagt, getan. Altes Profil stillgelegt und Künstlerseite eröffnet. Blöd nur, dass man dafür doch wieder ein Profil braucht 😉 Gut aber, dass sich damit ganz neue Möglichkeiten eröffnen: Ganz von vorn anzufangen. Genau abzuwägen, wen ich in der Freundesliste haben will und wen nicht. No offence! Das ist rein privater Natur. Ihr kennt das ja. Wenn man Person X zur Party einlädt, dann muss man auch Person Y einladen, sonst ist die sauer. Und dann hängt da als Rattenschwanz noch Person Z dran… ne ne. Denn es gibt ja meine Künstlerseite für alle „Fans“ und „Hater“ der Kunstfigur „Eisennixe Sabrina“. Nun also befinde ich mich auf ganz ungewohntem Terrain und bestimme zu 100%, wen oder was ich sehen kann in meinem Facebook. Ich find‘s gut.   Nichts passiert ohne Grund und vielleicht ist dieser Moment genau der Richtige für mich und diesen „Frühjahrsputz“… vorausgesetzt, der dusselige Frühling kommt endlich.   Ihr kennt das, ich schweife so gerne vom Thema ab. Aber wen es wirklich interessiert, hier der Link:

https://www.facebook.com/EisennixeSabrina

Ich freue mich auch über Euer Like 😉 😉

Eure Nixe Sabrina

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