Der informative Blog, Teil 7b: Das schwarze Loch Teil 2 – meine Ratschläge (von Sabrina)

 

 


LUXUSLÄRM — Nichts ist zu spät (offizielles Musik… – MyVideo

 

Wenn du glaubst, dass du verlierst,
dann hast du verloren.
Erst wenn du’s nicht mehr versuchst.
Wenn du glaubst dir fehlt der Mut,
damit wurdest du geboren,
du hast ihn,
ich weiß es!

Nichts ist zu spät,
Nichts ist vorbei,
du kannst es ändern,
du kannst.
Du kannst.
Nichts ist zu spät,
Nichts ist vorbei,
du kannst es ändern,
du kannst.
Du kannst.
Und Nichts ist zu spät!

Der Plan war so gut
und doch kam alles anders.
Du fällst und du stehst wieder auf.
Den Satz hast du verloren,
doch nicht das ganze Spiel.
Spiel jetzt,
weiter!

 

 

Viele, viele Nachrichten erreichten mich nach dem 1. Teil dieses Blogs.

Ich wusste es vorher:
Es war schon ganz schön „mutig“ von mir, da so offen drüber zu schreiben.
Ich habe eine sehr „intime Episode“ meines Lebens mit Euch geteilt.

Und auch danke an diejenigen, die mich jetzt nicht besser kennen und sich Sorgen machen: Es geht mir gut. 😉

 

Wichtig war mir meine Geschichte mit Euch zu teilen, um gerade den „Anfängerinnen/Anfängern“ ohne kompetenten Coach zu zeigen – das alles ist möglicherweise ganz normal, das Chaos, der Frust, die Fresserei, die Schuldgefühle, das „schwarze Loch“.

 

An dieser Stelle sei betont, dass ich nur meine Geschichte wiedergegeben habe.
Es gibt viele verschiedene Varianten und sicherlich auch die, dass Ihr Euch mit all dem gar nicht identifizieren könnt, weil Ihr es nicht erlebt.
Dann gehört Ihr zu den wenigen Glücklichen.

 

Aber einige schrieben mir, dass sie ganz im Gegenteil zu mir getrieben von der Angst, wieder dick zu werden, ihren Plan mit der Diät einfach weiter durchgezogen haben, lieber „totale Kontrolle“ als Kontrollverlust.
Dabei muss man aufpassen, dass man nicht in eine unschöne Abwärtsspirale rutscht.
Es ist dieselbe Störung nur in anderer Form.

 

Und auch danke an diejenigen, die mir geschrieben haben, dass sie mittlerweile in guten Händen sind.
Es gibt dort draußen viele gute Coaches, ihr müsst nur den passenden für Euch finden, der Euch auch über den Tag X hinaus begleitet und betreut.
Und selbst wenn ihr keinen Coach habt oder haben wollt, das Internet bietet so viele Möglichkeiten – mehr dazu in meinen Tipps.

 

 

Wie versprochen möchte ich in diesem Teil 2 meines Blogs versuchen, Euch einige Ratschläge mit auf dem Weg zu geben, wie Ihr mit dem „schwarzen Loch“ umgehen könnt.

 

Ich sage nicht, dass es einfach wird. Auch habe ich leider kein „Allheilmittel“ oder eine tolle Tablette, die das alles ändert.
Aber man kann es aus der Anziehungskraft des „schwarzen Lochs“ herausschaffen.

 

1) Habt einen Plan für die Zeit nach Tag X

Hört sich easy an. Ist es aber nicht.

Wer von Euch nicht mit einem Coach arbeitet, sondern in Eigenregie seine Diät macht (ja, das geht), der sollte sich rechtzeitig einen „Schlachtplan“ für den Moment nach der Schlacht zulegen.

Das ist jetzt nichts, was ich erfunden habe, sondern nur etwas, was ich stark befürworte: „reverse dieting

Sicherlich kann man hier das Bankett, den Sonntag danach ausklammern, aber spätestens Montag sollte man sich wieder an einen Plan halten und dann Stück für Stück die Kalorienzahl und die Carbs wieder erhöhen, die Nahrungsmittelvielfalt wieder ausbauen, Dinge, die vorher gestrichen waren, wieder mit in den Plan aufnehmen.
Obacht bei Milchprodukten – viele entwickeln in einer Vorbereitung ohne Milchprodukte eine Lactoseintoleranz.
Auch solltet Ihr vorsichtig mit Zucker sein – der Heißhunger macht Euch sonst verrückt.

Das hört sich alles einfach an, ist es aber nicht.
Wenn der große Tag vorbei ist, dann müsst ihr in Euch die Motivation finden, weiter zu machen. Dabei hilft es sicherlich, wenn ihr Euch ab und an (z.B. 1x pro Woche) eine Mahlzeit außerhalb des Plans gönnt, aber Obacht: eine Mahlzeit dauert nicht 5 Stunden und umfasst auch keine Einkaufswagenmenge an Lebensmittel. 😉

Lasst Euch Zeit bei dem „reverse dieting“, damit Euer Stoffwechsel wieder in Schwung kommt und Ihr nicht unnötig mit Wasser- und Fettproblemen zu kämpfen habt.
Löst Euch aber dabei von der Vorstellung, dass ihr die Wettkampfform „konservieren“ könnt. Das geht nicht – außer Ihr seid bereit Langzeitschäden an Eurer Gesundheit zu riskieren.
Euer Hormonsystem wird ebenfalls einige Zeit brauchen, um wieder auf normal zu schwenken. Euer Körper muss erst verstehen, dass die „Hungersnot“ vorbei ist.
Ihr könnt aber auch mit ein paar Pfund mehr fit und gesund sein und aussehen.

Es gibt zahlreiche Artikel im Netz zum Thema, den muss und möchte ich nicht neu schreiben, da kann ich Euch nur meinen Freund Google ans Herz legen.
Einer der Besten in meinen Augen:

http://www.team-gorman.net/reverse-dieting/

 

Diejenigen, die einen Coach haben, werden das Thema sicherlich mit ihm/ihr besprechen können.

 

 2) Weiter trainieren

Auch dieses geht einher mit dem „reverse dieting“.

Ich persönlich habe nach Ende der Saison gerne eine Woche frei von den Gewichten gemacht. Eine Pause nach so einer intensiven Trainingszeit ist in meinen Augen notwendig für Körper und Geist.
Das Cardio sollte man aber weiterlaufen lassen.

Nicht nur, weil es gut für Euch ist, sondern auch, weil Ihr auch mit Plan mehr essen werdet.
Das Cardio hilft Euch, mit dem Wasser und der Energie umzugehen.

Allerdings solltet Ihr das Cardio, besonders wenn ihr von sehr hohen Mengen (es gibt Dinge wie 2x 1 Stunde am Tag, wovor es mich persönlich GRUSELT!), reduzieren. Stück für Stück, Woche für Woche.

Nicht von 100% auf 0, aber wer von 6 Tage á 1 Stunde kommt könnte in der 1. Woche nach dem Wettkampf direkt runter gehen auf 4-5 Tage á 45 Min. usw. Das ist nur ein Gedankenansatz und keine Trainingsempfehlung – hört auch Euren Körper und falls vorhanden auf den Coach!

Die Zeit nach dem Wettkampf kann man übrigens ganz hervorragend nutzen, um an Schwachstellen zu arbeiten. Euer Körper ist wie wild darauf aus, mit der wieder einströmenden Energie zu arbeiten – volle Power fürs Training.
Dennoch solltet Ihr auch hier an dem Umfang etwas runter schrauben – man MUSS nicht dauerhaft 6 Tage die Woche auf hohem Niveau trainieren.

 

Also gilt auch hier: Direkt einen neuen Plan machen und befolgen.
Direkt nach dem Wettkampf weiß man ja auch, woran man noch arbeiten muss.

 

Selbst wenn ihr nicht gleich eine Trainingspause einlegen mögt, behaltet sie im Auge. Euer Körper braucht sie früher oder später und sie wird förderlich sein, da müsst ihr nur den Kopf von überzeugen. 😉

 

3) Suche Dir neue Herausforderungen

Überlege Dir einmal, wer Du bist außerhalb des Studios, außerhalb des Sportes.

Wenn ich „neue Herausforderungen“ schreibe, dann meine ich damit nicht unbedingt sportliche.
Ich kenne viele, die direkt wieder in die Wettkampfvorbereitung gehen – oder zumindest in die Planung. Daran ist nichts Falsches. Für alles gibt es den richtigen Moment und wenn es das ist, was Euer Herz begehrt, dann nur zu und mit Volldampf voraus!

Es gibt aber auch diejenigen, die erst mal eine Pause brauchen, die nicht direkt in den Aufbau oder die nächste Diät einsteigen wollen, die Abstand brauchen, weil sie vielleicht emotional oder körperlich erschöpft sind.
Das mag speziell diejenigen betreffen, die keinen kompetenten Coach an der Seite hatten oder die einfach über den Punkt waren zum Tag X.

Neue Herausforderungen können überall liegen. Vielleicht wollt Ihr einfach einen andere Sport ausprobieren, mal wieder Laufen gehen oder Boxen?

Oder Ihr macht endlich einen Kochkurs, nachdem Ihr in der Diät die ganze Zeit Rezepte gesammelt oder die Küchenschlacht geguckt habt (so wie ich, beim Cardio). *lach*

Oder Ihr macht etwas ganz anderes, Kreatives, verbringt mehr Zeit mit Euren Lieben.
Fangt ein Fernstudium an oder der Hausbau steht an.
Bei mir war es dieser Blog, die Eisennixe, Glitzer und Coaching, Team Andro und ein wenig Verbandsarbeit – all das hat mir gut getan.
Ich habe mich da quasi reingestürzt, in all die Dinge, die ich schon immer mal machen oder ausprobieren wollte.
Neugierig und offen und endlich wieder Spaß an Dingen haben (nachdem mir eine Zeitlang ja so gar nichts Spaß machte…).

 

Was auch immer es für Euch ist: Neue Herausforderungen helfen Euch definitiv dabei nicht ins „schwarze Loch“ zu stürzen. Vielleicht schliddert Ihr am Rand entlang und ein Fuß hängt manchmal, an schlechten Tagen, drüber. Aber ihr fallt nicht.

Hört in Euch rein und findet Dinge, die ihr aufgrund der Vorbereitung auf „später“ verschoben habt und nehmt sie jetzt in Angriff.

 

 

4) Lege Dir ein gutes Support-Netz zu

Beste Freundin, Schatzi, Mutti, Mit-Streiterin auf der Bühne, Coachi oder die Nachbarin – jetzt braucht ihr mehr denn je ein gutes Support-Netz.

Ich kann nur empfehlen, offen mit Euren Lieben umzugehen. Erzählt Ihnen von der Möglichkeit des „schwarzen Lochs“ und bittet sie um Unterstützung.

Wendet Euch an den weniger guten Tagen an sie, sie werden Euch auch weiterhin Halt geben.
Macht Euch dabei nicht verrückt, jeder Mensch hat mal schlechte Tage, auch ganz unabhängig von einer „Nach dem Wettkampf-Phase“… bei einigen Arbeitskollegen könnte man meinen, sie seien auf Hardcore-Diät. 😉

Das alles ist ein fortwährend andauernder Prozess. Es wird von Tag zu Tag besser werden.
Wenn ihr einen richtig miesen Tag habt, dann lasst Euch – wenn es hilft – ruhig mal kurz hängen. Aber danach muss das Krönchen gerichtet werden:

 

hinfallen,-aufstehen,-Krone-richten,-weitergehen

 

 

5) Tu etwas für Dein Selbstwertgefühl, finde Balance und sei realistisch

Dieser Punkt dauert fort. Er hört nie auf. Es ist eine fortwährende Arbeit an Eurem Geist, Eurem Selbst.

 

Ich glaube es ist erst einmal wichtig, dass Ihr Euch davon löst, Euch über den Körperfettwert Eures Körpers zu definieren.

Klar, die ganze Aufmerksamkeit bei Facebook und vielleicht auch die noch anstehenden Ziele wie der nächste Wettkampf, einmal international starten oder die Proficard anstreben – all das motiviert Euch zu einer Topform,  aber alles zu seiner Zeit.

Eurer Gesundheit zu Liebe müsst ihr mehr Essen, damit zwangsläufig mehr wiegen. Nach dem Wettkampf kann vor dem Wettkampf sein, aber mit Verstand.
Nicht mit Quälerei oder gesundheitsschädigend.

Die Waage, das Maßband, all das sind nur dusselige Zahlen, denn Ihr seid trotzdem fit und viel wichtiger: gesund.

 

Also fangt an Euch im Spiegel anzulächeln, findet Freude an dem neuen starken Körper, den Ihr jetzt habt. Und gebt es zu: Es macht doch richtig Spaß die schweren Gewichte zu bewegen. 🙂
Und das heißt nicht, dass ihr keine neuen Ziele haben dürft.
Sondern nur, dass Ihr auch ohne Sixpack an Euch selber glauben sollt. Denn Ihr seid toll!

 

Zwischen all dem, Lifestyle und dem „normalen Leben“ mit Job und Alltagsverpflichtungen, Euren Wünschen und Zielen, müsst Ihr eine Balance für Euch finden.
Was ist Euch wichtig?
Und was nicht mehr?

In so einer Vorbereitung trennt sich ja die Spreu vom Weizen und man merkt auch, woran man eigentlich gar keinen Spaß mehr hat (z.B. sich jedes Wochenende volllaufen zu lassen).

Findet Balance für Euch mit den Dingen, die Euch gut tun und findet so zur Ruhe.
Das Gedankenkarussell kann erst mal abgedeckt werden.

 

 

Bei all dem: Seid realistisch.

Ich schreib das hier so locker flockig weg, aber es ist ein ganz schönes Stück Arbeit.
Auch mit einem erfahrenen Coach an Eurer Seite.
Der kann Euch zwar Tipps geben und tolle Pläne schreiben, aber er kann nicht in Eurem Kopf sitzen und Euch „Happy“ vorsingen wann immer Ihr (ver-)zweifelt.

Aber habt keine Angst vor der Erfahrung. Wir wachsen an harten Zeiten, werden stärker und können alles überstehen.

 

Ich kann an dieser Stelle wirklich sagen:

Been there, done that.

 

Ich weiß, wovon ich spreche.
Beim ersten Mal hatte ich wirklich keinen Plan – und es hat lange gedauert, bis ich mich gefangen hatte und wieder nach vorn blicken konnte.

Nach meiner 2. Saison hatte ich einen Plan, habe diesen aber aufgrund äußerer Umstände (Job) allzu leichtfertig aus den Augen verloren.

 

Auch mit einem Plan könnt ihr also vom „Weg“ abkommen.

Aber das macht nichts.
Ihr pflückt einfach ein paar Blumen, die da stehen und dann geht’s ab zurück Richtung Sonne.

 

Ich wünsche Euch allen viel Kraft dabei, diese Phase zu überwinden, solltet Ihr drin stecken oder sie bekommen.
Ich bin mir sicher, dass es nicht jeden „trifft“ – aber das Feedback auf den 1. Teil spricht für sich.

 

 

Eure Nixe Sabrina

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